Die meisten Blogs scheitern nicht am Anbieter, sondern am fünfzehnten Beitrag. Deshalb ist die wichtigste Frage bei der Wahl nicht, was ein Baukasten kann – sondern wie schnell du damit schreibst.
Ein Blog lebt von Regelmäßigkeit, und Regelmäßigkeit stirbt an Reibung. Wenn das Einstellen eines Beitrags jedes Mal zwanzig Minuten Formatierung kostet, schreibst du irgendwann seltener. Genau daran solltest du deinen Anbieter messen – und daran, ob du deine Leser erreichen kannst, ohne auf eine Plattform angewiesen zu sein. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt, vergleichen zehn Anbieter, und erklären am Ende, wie du Affiliate-Links und bezahlte Beiträge richtig kennzeichnest.
Was ein Blog wirklich braucht
- Einen Editor, der dir nicht im Weg steht. Überschriften, Absätze, Bilder, Zitate, Links – mehr braucht ein Beitrag selten. Wenn das flüssig geht, schreibst du weiter. Wenn du für jedes Bild drei Klicks und eine Größenanpassung brauchst, nicht.
- Eine brauchbare Struktur für Kategorien und Schlagworte. Nach dreißig Beiträgen entscheidet sie darüber, ob Leser noch etwas finden. Lege sie früh an, auch wenn sie am Anfang überdimensioniert wirkt.
- Eine Anmeldung für den Newsletter. Der wichtigste Punkt überhaupt, sobald der Blog läuft. Suchmaschinen und soziale Netzwerke ändern ihre Regeln, deine E-Mail-Liste bleibt.
- Kurze Ladezeiten. Blogbeiträge werden überwiegend mobil gelesen, oft unterwegs. Ein Anbieter, der Bilder automatisch verkleinert, nimmt dir eine Daueraufgabe ab.
- Ordentliche Beitragsadressen. Eine Adresse wie deinblog.de/kaffee-selbst-roesten ist besser als deinblog.de/?p=417 – für Leser wie für Suchmaschinen. Prüfe, ob der Anbieter das erlaubt.
- Einen Weg, die Inhalte mitzunehmen. Nach drei Jahren willst du vielleicht wechseln. Ein Export deiner Beiträge sollte möglich sein – das ist der Unterschied zwischen umziehen und neu anfangen.
Die besten Website-Baukästen für Blogger
Sortiert nach Eignung fürs Bloggen – Schreibfluss, Beitragsverwaltung und die Möglichkeit, Leser dauerhaft zu binden, wiegen hier schwerer als der Preis. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben; sie folgen deshalb nicht der Reihenfolge in diesem Vergleich.
Die Anbieter im direkten Vergleich
Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick. Achte bei allen Anbietern auf den Folgepreis nach dem ersten Jahr – er liegt teils deutlich über dem beworbenen Einstieg.
| Anbieter | Preis pro Monat | Domain | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| WordPress by IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Managed WordPress, Server in Deutschland |
| Wix | 9 € (Light) / 17 € (Core) | 1. Jahr inklusive | Über 900 Vorlagen, freie Positionierung |
| Squarespace | netto ausgewiesen | 1. Jahr inklusive | Hochwertigste Vorlagen, Server außerhalb der EU |
| Hostinger | 2,99 € netto (48 Mon.) / 11,99 € regulär | 1. Jahr inklusive | Serverstandort in der EU wählbar |
| IONOS | Aktionspreis im 1. Jahr | 1. Jahr inklusive | Server in Deutschland, Telefon rund um die Uhr |
| Jimdo | ab 9 € (Start) | 1. Jahr inklusive | Geführter Aufbau, Anbieter aus Hamburg |
| Webador | 5,50–24 € nach Einstiegsrabatt | je nach Tarif | Sehr schlanker Editor, deutschsprachig |
Die Anbieter im Detail
1. WordPress by IONOS – Das System, das fürs Bloggen erfunden wurde

⭐ 4,6/5
WordPress by IONOS: Fürs Bloggen im DetailWordPress ist ursprünglich als Blogsystem entstanden, und das merkt man bis heute an jeder Stelle: Entwürfe, geplante Veröffentlichung, Kategorien, Schlagworte, ein Archiv, das sich von selbst aufbaut. Wenn du regelmäßig schreiben willst, ist das der kürzeste Weg vom Gedanken zum veröffentlichten Beitrag – und du wirst es auch nach dem hundertsten Text nicht als Einschränkung empfinden.
Der zweite Grund ist langfristig noch wichtiger: Du kannst deine Beiträge vollständig exportieren und woanders einspielen. Bei einem Blog, der über Jahre wächst, ist das der Unterschied zwischen einem Umzug und einem Neuanfang. WordPress by IONOS nimmt dir dabei die Wartung ab und hostet in Deutschland. Der Preis dafür ist etwas mehr Einarbeitung als bei einem geführten Baukasten.
- Für Blogs gebaut, mit Kategorien und Archiv
- Beiträge vollständig exportierbar
- Rechenzentren in Deutschland
- Updates übernimmt der Anbieter
- Etwas mehr Einarbeitung als bei Baukästen
- Gestaltung erfordert eine Vorlagenauswahl
- Für eine reine Textseite überdimensioniert
2. Wix – Wenn der Blog Teil eines größeren Auftritts ist

⭐ 4,7/5
Wix: Fürs Bloggen im DetailViele Blogs stehen nicht allein: Daneben gibt es eine Seite über die Person, ein Portfolio, vielleicht einen kleinen Shop. Genau dafür ist Wix stark. Der Blogbereich bringt die nötige Beitragsverwaltung mit, und drumherum gestaltest du frei, was du willst – ohne dass du zwei Systeme pflegen musst.
Für Light werden jährlich abgerechnet 9 Euro pro Monat fällig, für Core 17 Euro. Für das reine Schreiben ist der Editor weniger direkt als bei WordPress, dafür brauchst du für den Shop keinen zweiten Dienst. Zwei Punkte zum Mitdenken: Die Vorlage lässt sich nach der Veröffentlichung nicht mehr wechseln, und beim Export deiner Beiträge bist du weniger frei als bei WordPress.
- Blog und weiterer Auftritt in einem System
- Shop-Funktion für eigene Produkte
- Größte Vorlagenauswahl im Vergleich
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Export weniger vollständig als bei WordPress
- Vorlage nach Veröffentlichung nicht wechselbar
- Editor für reines Schreiben weniger direkt
3. Squarespace – Für Blogs, die über Bilder erzählen

⭐ 3,9/5
Squarespace: Fürs Bloggen im DetailBei Themen wie Reise, Essen, Fotografie oder Einrichtung trägt das Bild den Beitrag. Squarespace stellt großformatige Aufnahmen besser dar als jeder andere Anbieter hier, und die Vorlagen sorgen dafür, dass alle Beiträge dieselbe ruhige Handschrift behalten – auch der fünfzigste.
Der abschnittsbasierte Editor verhindert, dass ein Beitrag beim Bearbeiten auseinanderfällt. Testen kannst du 14 Tage ohne Kreditkarte. Zwei Nachteile bleiben: Die Server stehen nicht in der EU, und die Preise sind netto angegeben. Für einen textlastigen Blog mit vielen Beiträgen im Jahr ist WordPress der zügigere Weg.
- Beste Darstellung großer Bilder
- Vorlagen auf Agenturniveau
- Einheitliche Handschrift über alle Beiträge
- 14 Tage testen ohne Zahlungsdaten
- Server außerhalb der EU
- Preise netto ausgewiesen
- Für textlastige Blogs weniger zügig
- Kein dauerhaft kostenloser Tarif
4. Hostinger – Eigenes WordPress zum kleinsten Preis

⭐ 4,2/5
Hostinger: Fürs Bloggen im DetailWenn du WordPress willst, aber nicht den Aufpreis für ein betreutes Paket, ist Hostinger der günstigste Weg dorthin. WordPress lässt sich vorinstalliert buchen, den Serverstandort wählst du innerhalb der EU, und die Domain ist im ersten Jahr enthalten.
Die 2,99 Euro netto setzen einen Vertrag über 48 Monate voraus; ohne diese Bindung zahlst du 11,99 Euro. Für ein Vorhaben, von dem du noch nicht weißt, ob du es durchhältst, sind vier Jahre eine lange Zeit – rechne dann mit dem Regulärpreis. Telefon-Support gibt es nicht, was bei einem Blog allerdings selten stört.
- Günstigster Weg zu eigenem WordPress
- Serverstandort innerhalb der EU wählbar
- Domain im ersten Jahr enthalten
- WordPress vorinstallierbar
- Aktionspreis nur bei 48 Monaten Vorauszahlung
- Regulärpreis viermal so hoch wie beworben
- Kein Telefon-Support
- Wartung liegt bei dir
5. IONOS – Leserdaten in Deutschland, Hilfe am Telefon

⭐ 4,5/5
IONOS: Fürs Bloggen im DetailSobald du einen Newsletter anbietest oder Kommentare zulässt, verarbeitest du personenbezogene Daten. Bei IONOS liegen sie in Rechenzentren in Deutschland, was deine Datenschutzerklärung kürzer macht und die Auskunft erleichtert, falls jemand nachfragt.
Dazu die Hotline, die jederzeit auf Deutsch besetzt ist. Im ersten Jahr gilt ein vergünstigter Preis, danach der reguläre Tarif – sieh dir beide Beträge im Bestellvorgang an. Für die reine Beitragsverwaltung ist WordPress das direktere Werkzeug, für Gestaltungsfreiheit sind Wix und Squarespace die stärkeren.
- Rechenzentren in Deutschland
- Telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr auf Deutsch
- Domain im ersten Jahr enthalten
- Günstiger Aktionspreis im ersten Jahr
- Beitragsverwaltung weniger komfortabel als bei WordPress
- Preissprung nach dem ersten Jahr
- Weniger Gestaltungsfreiheit als bei Wix
6. Jimdo – Wenn du heute anfangen willst

⭐ 4,3/5
Jimdo: Fürs Bloggen im DetailDer häufigste Grund, warum ein Blog nie startet, ist die Vorbereitung: Vorlage aussuchen, Farben festlegen, Struktur planen – und dann kommt etwas dazwischen. Jimdo nimmt dir diese Entscheidungen ab. Du beantwortest ein paar Fragen und schreibst danach den ersten Beitrag.
Jimdo kommt aus Hamburg, der Support antwortet auf Deutsch. Der Play-Tarif bleibt dauerhaft gratis, läuft aber unter einer Jimdo-Subdomain – zum Ausprobieren geeignet, für einen Blog mit Anspruch nicht. Wenn dein Blog wächst, stößt du bei Kategorien und Archivfunktionen schneller an Grenzen als bei WordPress.
- In unter einer Stunde beim ersten Beitrag
- Deutschsprachiger Support, Anbieter aus Hamburg
- Keine Gestaltungsentscheidungen nötig
- Kostenloser Tarif zum Ausprobieren
- Begrenzte Beitragsverwaltung
- Wenig Gestaltungsspielraum
- Gratis-Tarif nur mit Subdomain
7. Webador – Für gelegentliche Beiträge

⭐ 3,7/5
Webador: Fürs Bloggen im DetailNicht jeder Blog braucht eine ausgebaute Beitragsverwaltung. Wenn du alle paar Wochen etwas veröffentlichst – ein Vereinsbericht, eine Projektnotiz, ein Reisetagebuch –, reicht Webador vollkommen. Der Editor funktioniert ohne Einarbeitung, und ein Beitrag ist in wenigen Minuten online.
Anfangs zahlst du weniger; anschließend bewegen sich die Beträge zwischen 5,50 und 24 Euro im Monat, abhängig von Stufe und Zahlweise. Für einen Blog mit wöchentlichen Beiträgen, Kategorien und wachsendem Archiv fehlen die Möglichkeiten – dann führt der Weg zu WordPress.
- Bedienung ohne Einarbeitung
- Deutschsprachige Oberfläche
- Beitrag in wenigen Minuten online
- Kostenloser Tarif zum Testen
- Kaum Kategorien und Archivfunktionen
- Für regelmäßige Beiträge zu schlicht
- Wenig Gestaltungsspielraum
Weitere Anbieter für Blogs
Neben den sieben Anbietern oben gibt es drei, die im Blog-Umfeld verbreitet sind. Wir nennen sie zur Orientierung.
| Anbieter | Modell | Passt zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| WordPress.com | Gehostetes WordPress, Gratis-Tarif vorhanden | Einstieg ins Bloggen ohne Kosten | Werbung im Gratis-Tarif, Erweiterungen erst in Bezahlstufen |
| Webflow | Gestaltungsfreiheit auf Designer-Niveau | Visuellen Formaten mit eigenem Anspruch | Steile Lernkurve, hoher Zeitaufwand |
| Tilda | Starke Vorlagen für Langformbeiträge | Erzählerischen Formaten mit Bildstrecken | Weniger verbreitet, Support auf Englisch |
WordPress.com verdient den genaueren Blick, weil es der bekannteste kostenlose Einstieg ist. Du bekommst echtes WordPress, ohne etwas installieren zu müssen – der Anbieter weist auf seiner Preisübersicht allerdings selbst darauf hin, dass Besucher kostenloser Websites Werbung sehen, und Erweiterungen gibt es erst in den Bezahltarifen. Wenn du WordPress mit eigenen Erweiterungen nutzen willst, bist du bei einem Hoster besser aufgehoben.
Welcher Anbieter passt zu deinem Blog?
- Du willst vor allem schreiben, regelmäßig und über Jahre: WordPress by IONOS. Beitragsverwaltung, Archiv und vollständiger Export sprechen für sich.
- Der Blog ist Teil eines größeren Auftritts: Wix. Blogbereich, Portfolio und Shop laufen über dasselbe System.
- Deine Beiträge leben von Bildern: Squarespace. Kein anderer Anbieter stellt große Aufnahmen so gut dar.
- Du willst WordPress, aber günstig: Hostinger. Vorinstallierbar, Domain im ersten Jahr dabei – rechne aber mit dem Regulärpreis.
- Du sammelst Newsletter-Adressen oder lässt Kommentare zu: IONOS. Rechenzentren in Deutschland verkürzen die Datenschutzangaben.
- Du willst heute anfangen, nicht nächste Woche: Jimdo. Keine Gestaltungsentscheidungen, erster Beitrag in unter einer Stunde.
Affiliate-Links und bezahlte Beiträge richtig kennzeichnen
Sobald mit deinem Blog Geld verdient wird, gelten Kennzeichnungspflichten. Affiliate-Links – also Verweise, für die du eine Provision bekommst – sind kommerzielle Kommunikation und fallen unter § 6 Abs. 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes sowie § 5a Abs. 4 UWG. Die Wettbewerbszentrale hat dazu einen ausführlichen Leitfaden zur Werbekennzeichnung veröffentlicht. Dasselbe gilt für bezahlte Beiträge und für Texte, die durch eine Gegenleistung veranlasst wurden.
| Situation | Kennzeichnung nötig? |
|---|---|
| Affiliate-Link mit Provision | Ja, direkt am Link |
| Bezahlter Beitrag oder Gastbeitrag gegen Honorar | Ja, am Beitragsanfang |
| Kostenlos erhaltenes Produkt, über das du schreibst | Ja – ein geldwerter Vorteil genügt |
| Empfehlung für etwas selbst Gekauftes, ohne Gegenleistung | In der Regel nein |
| Hinweis auf eigene Produkte | Ja, sofern der kommerzielle Zweck nicht erkennbar ist |
Die dritte Zeile überrascht viele. Das Oberlandesgericht Karlsruhe entschied am 3. März 2026 (Az. 14 UKl 2/24, noch nicht rechtskräftig), dass bereits kostenlos überlassene Produkte und erstattete Reisekosten eine Gegenleistung darstellen – und zwar auch dann, wenn keine Verpflichtung bestand, darüber zu schreiben (Wettbewerbszentrale zum Verfahren). Ausschlaggebend ist, dass das Unternehmen mit einem Bericht rechnet. Eine Bagatellgrenze gibt es nicht. Wer also ein Rezensionsexemplar bekommt und darüber bloggt, sollte kennzeichnen.
Eine Ausnahme gibt es: Die Kennzeichnungspflicht entfällt, wenn der kommerzielle Charakter für den Nutzer ohnehin eindeutig erkennbar ist – etwa auf reinen Preisvergleichsseiten. Bei Produktlinks in überwiegend redaktionellen Beiträgen gilt das gerade nicht, weil die Verlinkung dort als Teil des redaktionellen Inhalts missverstanden werden kann; das hat das Landgericht München I 2019 so entschieden (Übersicht zur Kennzeichnung von Affiliate-Links).
Neben der Kennzeichnung gehört zu einem Blog, mit dem Geld verdient wird, ein vollständiges Impressum. Das ist der häufigste und zugleich am leichtesten vermeidbare Abmahngrund – die Angaben gehören auf eine eigene, von jeder Seite erreichbare Unterseite.
So haben wir bewertet
Ausgewertet haben wir die Tarifseiten der Anbieter im September 2026, mit Blick auf Beitragsverwaltung, Kategorien und Archiv, Exportmöglichkeiten, Bilddarstellung, Serverstandort, Support-Sprache sowie Preise mit Laufzeit und Folgepreis. Die Reihenfolge richtet sich nach der Eignung fürs Bloggen und nicht nach der Gesamtbewertung – deshalb steht WordPress by IONOS vor Wix, obwohl Wix insgesamt besser abschneidet. Die rechtlichen Angaben stützen sich auf § 6 Abs. 1 des Digitale-Dienste-Gesetzes, § 5a Abs. 4 UWG, das Urteil des OLG Karlsruhe vom 3. März 2026 sowie den Leitfaden der Wettbewerbszentrale zur Werbekennzeichnung. Sie ersetzen keine Rechtsberatung; die Bewertung hängt vom Einzelfall ab. Drei weitere Anbieter nennen wir mit ihrem Modell, ohne Preise. Die Sterne stehen für die Gesamtqualität des Anbieters und sind in allen unseren Artikeln gleich vergeben.
Fazit
Wenn du regelmäßig schreiben willst, ist WordPress by IONOS die vernünftigste Wahl – Kategorien, Archiv und ein vollständiger Export sind genau das, was ein wachsender Blog nach zwei Jahren braucht. Steht der Blog neben einem Portfolio oder Shop, nimm Wix. Leben deine Beiträge von Bildern, ist Squarespace stärker. Und wenn du heute anfangen willst statt nächste Woche, bringt dich Jimdo in unter einer Stunde zum ersten Beitrag.
Die Entscheidung, die mehr zählt als der Anbieter: Fang früh mit dem Newsletter an. Suchmaschinen ändern ihre Regeln, soziale Netzwerke drehen an der Reichweite – deine E-Mail-Liste bleibt. Und wenn du mit Affiliate-Links arbeitest, setze die Kennzeichnung direkt an den Link, nicht in den Fußbereich. Beides kostet wenig Aufwand und entscheidet darüber, ob aus dem Blog etwas Dauerhaftes wird.
Häufig gestellte Fragen
WordPress, weil es ursprünglich als Blogsystem entstanden ist: Entwürfe, geplante Veröffentlichung, Kategorien, Schlagworte und ein Archiv, das sich von selbst aufbaut. WordPress by IONOS liefert das mit deutschen Servern und übernommener Wartung. Wenn der Blog Teil eines größeren Auftritts ist, kommt Wix infrage.
Wichtiger, als es am Anfang wirkt. Nach drei Jahren willst du vielleicht wechseln – dann entscheidet der Export darüber, ob das ein Umzug oder ein Neuanfang wird. Bei WordPress kannst du alle Beiträge vollständig herausziehen und woanders einspielen. Prüfe das bei jedem Anbieter, bevor du dich bindest.
Ab etwa dreißig Beiträgen ja, sonst finden Leser nichts mehr. Lege die Struktur früh an, auch wenn sie anfangs überdimensioniert wirkt – nachträglich hundert Beiträge einzusortieren ist deutlich mühsamer. Bei schlanken Baukästen sind diese Funktionen oft nur rudimentär vorhanden.
Weil er der einzige Kanal ist, der dir gehört. Suchmaschinen ändern ihre Bewertung, soziale Netzwerke drehen an der Reichweite – die E-Mail-Adressen deiner Leser bleiben. Fang damit an, sobald der Blog läuft, nicht erst wenn die Besucherzahlen einbrechen.
Ja. Affiliate-Links sind kommerzielle Kommunikation und fallen unter § 6 Abs. 1 DDG sowie § 5a Abs. 4 UWG. Entscheidend ist die Platzierung: Die Kennzeichnung gehört direkt an den Link, damit der Leser sie vor dem Klick wahrnimmt. Ein pauschaler Hinweis am Seitenende genügt nicht.
Am sichersten ist das Wort „Werbung“ oder „Anzeige“ unmittelbar vor oder hinter dem Link. Die verbreitete Sternchen-Lösung mit Erklärung am Beitragsanfang ist rechtlich nicht abschließend geklärt – sie kann genügen, wenn die Erklärung gut sichtbar und eindeutig zugeordnet ist, gilt aber nicht als die sichere Variante. Entscheidend ist, dass der Hinweis gelesen wird, bevor geklickt wird.
Ja. Das Oberlandesgericht Karlsruhe entschied am 3. März 2026 (Az. 14 UKl 2/24), dass bereits kostenlos überlassene Produkte und erstattete Kosten eine Gegenleistung darstellen – auch ohne Verpflichtung, darüber zu schreiben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ausschlaggebend ist, dass das Unternehmen mit einem Bericht rechnet. Eine Bagatellgrenze gibt es nicht. Wer ein Rezensionsexemplar bekommt, sollte kennzeichnen.
Dann ist eine Kennzeichnung in der Regel nicht nötig. § 5a Abs. 4 UWG stellt klar, dass kein kommerzieller Zweck vorliegt, wenn du für die Erwähnung eines fremden Unternehmens keine Gegenleistung erhältst. Anders sieht es aus, wenn du damit zugleich für dein eigenes Angebot wirbst.
Sobald der Blog nicht rein privat ist – und das ist er nicht mehr, wenn Werbung, Affiliate-Links oder eigene Angebote dazukommen. Ein fehlendes Impressum ist der häufigste und am leichtesten vermeidbare Abmahngrund. Leg dafür eine eigene Unterseite an, die von überall aus verlinkt ist.
Zum Ausprobieren ja, dauerhaft nicht. Bei WordPress.com sehen Besucher im Gratis-Tarif Werbung, und Erweiterungen gibt es erst in den Bezahlstufen. Dazu läuft der Blog meist unter einer Subdomain des Anbieters – wenn du später wechselst, nimmst du weder Adresse noch aufgebaute Sichtbarkeit mit.
Je nach Anbieter und Laufzeit rund 3 bis 17 Euro monatlich. Hostinger startet mit 2,99 Euro netto im Aktionszeitraum und 11,99 Euro danach, Wix bei 9 Euro, Webador mit Folgepreisen ab 5,50 Euro. Für den Newsletter kommt gegebenenfalls ein Versanddienst hinzu, der bei kleinen Listen oft kostenlos ist.
So schnell wie möglich, denn Beiträge werden überwiegend mobil gelesen. Der größte Hebel sind die Bilder: Ein Anbieter, der sie automatisch verkleinert und in modernen Formaten ausliefert, nimmt dir eine Daueraufgabe ab. Prüfe deine Seite gelegentlich auf dem Telefon im Mobilfunknetz, nicht nur im WLAN.
