Sie behalten Ihre .com-Adresse fünf Jahre lang und zahlen bei Spaceship rund 44 Dollar dafür. Bei GoDaddy wären es fast 97 – derselbe Name, dieselbe Laufzeit, mehr als der doppelte Preis.
Der Unterschied entsteht nicht im ersten Jahr, in dem alle mit Aktionspreisen werben, sondern danach: Die Verlängerung kostet hier 10,18 Dollar, dort 22,99. Weil eine Domain Jahr für Jahr neu bezahlt wird, ist das der Betrag, auf den es ankommt – und genau den zeigt kaum ein Anbieter prominent an.
Wir haben Preise über die Laufzeit, Leistungsumfang, Verwaltung und Sicherheitsangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, wo sich der Anbieter wirklich lohnt, wo Vorsicht geboten ist und für wen er nichts taugt. Ein Hinweis vorab: Spaceship führt keine Europreise, sondern rechnet in US-Dollar ab.
Was ist Spaceship und für wen ist es geeignet?
Spaceship ist ein zugelassener Domain-Anbieter, der seit 2021 am Markt ist und aus dem Umfeld eines bekannten Wettbewerbers stammt. Das Versprechen: niedrige Preise ohne die üblichen Sprünge nach dem ersten Jahr. Angeboten werden Registrierung, Verwaltung der Namensauflösung, Datenschutz und einfache Zusatzdienste.
Ein Rundum-Paket ist das nicht. Wer Webspace, Postfächer und einen Baukasten aus einer Hand erwartet, wird enttäuscht. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Adresse selbst – das ist Stärke und Grenze zugleich.
4,1/5★★★★☆Über die Laufzeit gerechnet der günstigste Anbieter für .com, mit Datenschutz und Vergabegebühr im Preis – dafür ohne deutsche Oberfläche und ohne Webspace.- Wer eine .com-Adresse über Jahre halten will
- Technisch Versierte mit mehreren Adressen
- Wer Datenschutz nicht extra bezahlen möchte
- Alle, die mit englischer Bedienung zurechtkommen
- Wer Adresse und Webspace zusammen buchen will
- Einsteiger, die Hilfe auf Deutsch brauchen
- Wer Postfächer unter eigenem Namen benötigt
- Alle, die Bruttopreise in Euro erwarten
Verwaltung und Funktionen
Der Einstieg dauert Minuten: Konto anlegen, Adresse suchen, bezahlen. Die Oberfläche ist schlank und selbsterklärend, allerdings ausschließlich auf Englisch. Wer schon einmal eine Adresse registriert hat, kommt sofort zurecht; wer noch nie eines getan hat, muss sich durch englische Fachbegriffe arbeiten.
Die Verwaltung der Namensauflösung ist vollständig – alle gängigen Eintragstypen direkt bearbeitbar, Änderungen greifen zügig, ein Wechsel zu externen Servern funktioniert reibungslos. Die zusätzliche Absicherung gegen gefälschte Antworten wird unterstützt.
Für größere Bestände gibt es eine Sammelverwaltung: mehrere Adressen gleichzeitig verlängern, Server in einem Schritt umstellen, Kontaktangaben gruppenweise ändern. Bei zwanzig oder mehr Adressen spart das spürbar Zeit.
Schwächer sieht es bei allem aus, was über die Adresse hinausgeht. Weiterleitungen für E-Mails sind möglich, vollwertige Postfächer nicht. Einen Baukasten gibt es nicht. Wer eine Website betreiben will, braucht zusätzlich einen Hoster – etwa IONOS oder Hostinger.
Vorsicht bei ungewöhnlichen Endungen
Die moderate Spreizung zwischen Registrierung und Verlängerung gilt für .com – nicht überall. Bei manchen neueren Endungen fällt der Unterschied drastisch aus: Preisvergleiche weisen etwa für .today eine Registrierung von 1,94 Dollar und eine Verlängerung von 22,97 aus, für .partners 7,98 gegenüber 57,13. Das ist kein Sonderfall dieses Anbieters, sondern folgt den Gebühren der jeweiligen Vergabestelle. Der Rat bleibt derselbe: Schauen Sie vor dem Kauf auf beide Beträge, nicht nur auf den ersten.
Spaceship im Test: Vor- und Nachteile
- Günstigste .com über fünf Jahre: 43,62 Dollar – weniger als die Hälfte mancher Wettbewerber.
- Verlängerung weit unter dem Schnitt: 10,18 statt rund 18 Dollar.
- Keine Vergabegebühr: Anders als bei vielen Anbietern im Preis enthalten.
- Datenschutz ohne Aufpreis: Bei allen Adressen dauerhaft.
- Günstiger Umzug: 8,17 Dollar für eine .com, ebenfalls unter dem Marktschnitt.
- Sammelverwaltung: Mehrere Adressen in einem Schritt bearbeiten.
- Aktionspreis nur einmal: Die 2,90 Dollar gelten für eine Adresse je Kunde.
- Keine deutsche Oberfläche: Alles auf Englisch.
- Kein Telefon: Nur Chat und Anfragen im System.
- Keine Postfächer: Nur Weiterleitungen, kein E-Mail-Dienst.
- Kein Webspace: Für eine Website brauchen Sie einen zweiten Anbieter.
- Starke Sprünge bei manchen Endungen: Bei .today oder .partners ein Vielfaches.
Was kostet Spaceship?
Abgerechnet wird je Adresse und Jahr. Alle Beträge in US-Dollar, Vergabegebühr bereits enthalten. Entscheidend ist die Spalte der Verlängerung, nicht die der Registrierung.
| Anbieter | Erstes Jahr | Verlängerung | Vergabegebühr | Fünf Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Spaceship | 2,90 $ | 10,18 $ | 0 $ | 43,62 $ |
| Namecheap | 6,79 $ | 14,78 $ | 0,20 $ | 80,71 $ |
| GoDaddy | 4,99 $ | 22,99 $ | 0,20 $ | 96,95 $ |
- Kreditkarte und PayPal: Beides wird akzeptiert.
- Bezahldienste vom Mobiltelefon: Die gängigen Anbieter werden unterstützt.
- Guthaben: Lässt sich aufladen und später verwenden.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Datenschutz ohne Aufpreis: Bei allen Adressen dauerhaft enthalten. Ihre Angaben werden im öffentlichen Verzeichnis durch neutrale ersetzt – ohne Zusatzhaken im Bestellvorgang.
- Absicherung der Namensauflösung: Wird unterstützt und schützt davor, dass Besucher auf eine untergeschobene Seite geleitet werden.
- Anmeldung mit zwei Faktoren: Über eine Anwendung einzurichten. Nutzen Sie das – wer Zugriff auf Ihr Konto bekommt, kann Ihre Adressen fortziehen.
- Freigabeschlüssel jederzeit abrufbar: Ein Umzug zu einem anderen Anbieter läuft nach dem üblichen Verfahren ohne Hürden.
- Betreuung nur auf Englisch: Über Chat und Anfragen im System, kein Telefon. Wer im Störungsfall jemanden sprechen möchte, ist bei einem deutschen Anbieter besser aufgehoben.
Spaceship Erfahrungen und Bewertungen
Der Anbieter ist noch jung, hat aber bereits eine große Nutzerschaft. Vier Punkte wiederholen sich in Rückmeldungen.
- Gelobt wird die Preisgestaltung über die Laufzeit. Nutzer beschreiben, dass der Betrag im zweiten Jahr nicht explodiert – anders als bei den großen Anbietern.
- Gelobt wird die Sammelverwaltung. Wer viele Adressen hält, spart damit erkennbar Zeit, auch wenn die Filtermöglichkeiten noch ausbaufähig sind.
- Kritisiert wird die Sprache. Für technisch Versierte kein Hindernis; wer Hilfe auf Deutsch braucht, stößt an eine Wand.
- Vermisst werden Postfächer. Weiterleitungen genügen vielen nicht – für eine berufliche Adresse unter eigenem Namen braucht es einen zweiten Anbieter.
Alternativen zu Spaceship
- Porkbun: Ähnlich transparent, mit Zertifikaten und Weiterleitungen im Preis – dafür bei .com etwas teurer über die Laufzeit.
- Namecheap: Größeres Angebot an Zusatzdiensten samt Webspace, dafür höhere Verlängerungspreise.
- United Domains: Deutschsprachig mit Hilfe in der eigenen Sprache und .de-Adressen – deutlich teurer, aber ohne Sprachbarriere.
Fazit: Lohnt sich Spaceship?
Wer eine .com-Adresse über Jahre halten will, fährt hier so günstig wie nirgends sonst: 43,62 Dollar über fünf Jahre, weniger als die Hälfte dessen, was der größte Anbieter der Branche verlangt. Der Unterschied entsteht bei der Verlängerung, nicht beim Einstieg – und genau darauf kommt es an. Datenschutz und Vergabegebühr sind enthalten, die Verwaltung ist sauber.
Drei Dinge fehlen. Es gibt keine deutsche Oberfläche und keine Telefonnummer. Postfächer unter eigenem Namen bietet der Anbieter nicht, nur Weiterleitungen. Und einen Webspace müssen Sie separat buchen.
Unser praktischer Rat: Nutzen Sie den Gutscheincode für Ihre wichtigste Adresse – er gilt nur einmal. Bei allen weiteren zahlen Sie den regulären Betrag, der immer noch günstig ist. Und prüfen Sie bei ungewöhnlichen Endungen immer die Verlängerungsspalte; dort kann aus zwei Dollar schnell ein Vielfaches werden.
Häufig gestellte Fragen zu Spaceship
Eine .com-Adresse kostet mit Gutscheincode 2,90 US-Dollar im ersten Jahr, ohne Code 9,08 Dollar. Die Verlängerung liegt bei 10,18 Dollar jährlich, ein Umzug bei 8,17 Dollar. Die Vergabegebühr ist im Preis enthalten – anders als bei vielen Wettbewerbern.
Rund 43,62 US-Dollar, wenn Sie den Gutscheincode nutzen und danach vier Mal verlängern. Zum Vergleich: Bei einem bekannten Wettbewerber sind es 80,71 Dollar, beim größten Anbieter der Branche 96,95. Der Unterschied entsteht nicht beim Einstieg, sondern bei der Verlängerung.
Nein, der Gutscheincode gilt für eine Adresse je Kunde. Wer mehrere registriert, zahlt ab der zweiten den regulären Preis von 9,08 Dollar – der immer noch unter dem Marktschnitt liegt. Setzen Sie den Code deshalb für Ihre wichtigste Adresse ein.
Nein, die Vergabegebühr ist im angezeigten Preis enthalten. Bei vielen Anbietern werden 0,20 Dollar je Adresse und Jahr gesondert berechnet. Was hier steht, ist also der Betrag – abgesehen vom Wechselkurs, denn abgerechnet wird in US-Dollar.
Nein, das ist der wichtigste Vorbehalt. Bei .com ist die Spreizung moderat, bei manchen neueren Endungen dagegen drastisch: Preisvergleiche weisen für .today eine Registrierung von 1,94 und eine Verlängerung von 22,97 Dollar aus. Prüfen Sie vor dem Kauf immer beide Spalten.
Ja, bei allen Adressen und dauerhaft, ohne Zusatzhaken im Bestellvorgang. Ihre persönlichen Angaben werden im öffentlichen Verzeichnis durch neutrale ersetzt. Das schützt vor Werbezusendungen und davor, dass Ihre Anschrift für jeden abrufbar ist.
Nein, nur Weiterleitungen an ein bestehendes Postfach. Wer eine berufliche Adresse unter eigenem Namen mit echtem Postfach braucht, muss einen separaten Anbieter hinzunehmen. Bei Gandi etwa gehören Postfächer zum Domainpreis dazu.
Ja. Spaceship registriert und verwaltet Adressen, betreibt aber keinen ausgebauten Webspace und bietet keinen Baukasten. Für eine Website brauchen Sie einen zweiten Anbieter – etwa IONOS, Hostinger oder einen Baukasten Ihrer Wahl.
Sie fordern den Freigabeschlüssel beim bisherigen Anbieter an, lösen dort die Umzugssperre und geben den Schlüssel hier ein. Der Vorgang dauert üblicherweise fünf bis sieben Tage. Der Umzug kostet 8,17 Dollar für eine .com und enthält üblicherweise ein Jahr Verlängerung.
Sie können eine Anmeldung mit zwei Faktoren einschalten und sollten das auch tun – wer Zugriff auf Ihr Konto erlangt, könnte Ihre Adressen zu einem anderen Anbieter übertragen. Die Absicherung der Namensauflösung gegen gefälschte Antworten wird ebenfalls unterstützt.
Nein. Oberfläche, Hilfeseiten und Betreuung sind ausschließlich englisch, angeboten werden Chat und Anfragen im System. Eine Telefonnummer gibt es nicht. Wer im Störungsfall jemanden sprechen möchte, ist bei United Domains oder IONOS besser aufgehoben.
Für alle, die eine .com-Adresse über Jahre halten wollen und mit englischer Bedienung zurechtkommen – über fünf Jahre ist kein Anbieter günstiger. Wer Webspace, Postfächer unter eigenem Namen oder Hilfe auf Deutsch braucht, sollte einen anderen Anbieter wählen.
