Die meisten Hoster binden Sie zwölf oder vierundzwanzig Monate. Bei manitu läuft der Vertrag einen Monat, gekündigt wird per E-Mail.
Das ist ungewöhnlich in einer Branche, die vom Vergessen lebt – und es passt zum Rest: kein Aufpreis für die Einrichtung, unbegrenzt viele E-Mail-Adressen schon im kleinsten Paket, eine Domain inklusive. Der Anbieter sitzt in Homburg im Saarland und betreibt sein Rechenzentrum selbst.
Einen Haken gibt es dennoch, und der betrifft ausgerechnet langjährige Kunden. Wir haben Leistungen, Preise und rund tausend Bewertungen ausgewertet.
Was ist manitu und für wen ist es geeignet?
manitu ist ein inhabergeführter deutscher Hoster mit eigenem Rechenzentrum im Saarland, seit über zwanzig Jahren am Markt. Das Angebot umfasst vier Webhosting-Pakete, Domains, Postfächer und Server für Fortgeschrittene. Kein Konzern im Hintergrund, keine Beteiligungsgesellschaft – ein Unterschied, den man bei anderen Anbietern im Umgang mit Kunden durchaus merkt.
Die Zielgruppe sind Privatleute mit erster Website, kleine Unternehmen und alle, die Wert auf Datenschutz und deutschsprachige Hilfe legen. Der Betrieb läuft klimaneutral, die Server stehen ausschließlich in Deutschland. Wer Systemzugriff, Testumgebungen oder ein Verteilnetz braucht, sucht besser weiter.
4,1/5★★★★☆Ehrlich kalkuliert, technisch solide und hervorragend bewertet – mit einem Vorbehalt, der Bestandskunden betrifft.- Die erste eigene Website oder einen kleinen Unternehmensauftritt
- Alle, die viele E-Mail-Adressen brauchen – sie sind nicht gedeckelt
- Datenschutzbewusste Nutzer: deutsches Rechenzentrum, deutsches Recht
- Wer sich nicht langfristig binden will
- Projekte, die auf jede Zehntelsekunde Ladezeit achten
- Wer abends oder am Wochenende Hilfe braucht
- Entwickler mit Bedarf an Systemzugriff oder Testumgebungen
- Wer mehrere externe Domains aufschalten will – das kostet extra
Was im Paket steckt
Das kleinste Paket ist für den Preis erstaunlich gut bestückt: 100 GB Speicher, eine Domain kostenlos, unbegrenzt viele E-Mail-Adressen mit Spam- und Virenfilter, fünf Datenbanken und Verschlüsselung ohne Aufpreis. Dass die Zahl der Adressen nicht gedeckelt ist, findet man bei Wettbewerbern in dieser Preisklasse selten – dort sind fünf oder zehn üblich.
Technisch ist die Ausstattung aktuell: PHP in den Versionen 8.1 bis 8.4, wählbar je Domain. WordPress und die private Cloud-Software Nextcloud lassen sich mit einem Klick einrichten, und seit Kurzem gehört ein Web-Baukasten dazu. Die Bedienoberfläche ist eine Eigenentwicklung – in Fachtests wird ihre Bedienbarkeit ausdrücklich gelobt, auch für Einsteiger.
Auch bei den Sicherungen liefert der Anbieter mehr als üblich: täglich, 14 Tage lang aufbewahrt – und Sie stellen sie selbst wieder her, wahlweise die ganze Website, einzelne Verzeichnisse oder ein einzelnes Postfach. Viele Wettbewerber verlangen dafür einen Anruf beim Support.
Zwei weitere Einschränkungen nennen Fachtests: Der Support ist nur werktags zu Geschäftszeiten erreichbar, und das Aufschalten externer Domains kostet extra. Einen kostenlosen Umzugsservice gibt es nach vorliegenden Angaben nicht.
manitu im Test: Vor- und Nachteile
- Ein Monat Laufzeit: Kündigung per E-Mail, ohne Frist über Monate hinweg.
- Unbegrenzt E-Mail-Adressen: Schon im kleinsten Paket, mit Spam- und Virenfilter.
- Sicherung in Eigenregie: Täglich, 14 Tage lang, selbst wiederherstellbar.
- Hervorragend bewertet: 4,62 von 5 aus rund 1.080 Stimmen, 98 % davon fünf Sterne.
- Deutsches Rechenzentrum: Eigener Betrieb im Saarland, klimaneutral.
- Keine Einrichtungsgebühr: Und eine Domain ist im Preis enthalten.
- Plattformwechsel mit Preissprung: Bestandskunden berichten von mehr als verdoppelten Beträgen.
- Support nur werktags: Abends und am Wochenende bleibt die Leitung still.
- Externe Domains kosten extra: Das Aufschalten ist nicht im Paket enthalten.
- Kein Umzugsservice: Den Wechsel erledigen Sie selbst.
- Keine Testumgebung: Änderungen gehen direkt auf die Website.
- Technische Lücken: Nutzer bemängeln fehlende moderne Übertragungsprotokolle.
Was kostet manitu?
Vier Pakete, alle ohne Einrichtungsgebühr und mit einem Monat Laufzeit. Das Einstiegspaket gibt es derzeit für ein halbes Jahr zum Aktionspreis.
Für eine einzelne Website reicht das Einstiegspaket vollkommen – 100 GB sind mehr, als die meisten je füllen. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Webauftritt mit einigen hundert Bildern kommt selten über fünf Gigabyte hinaus. Der Sprung zum nächsten Paket verdoppelt den Preis und den Speicher; er lohnt sich erst, wenn Sie mehrere Projekte betreiben oder einen Shop planen. Die Aktion senkt den Einstieg auf 1 Euro für sechs Monate, danach greift der reguläre Betrag.
| Paket | Im Monat | Speicher | Im ersten Jahr |
|---|---|---|---|
| M (Aktion) | 1 €, dann 5,03 € | 100 GB | 36,18 € |
| L | 10,08 € | 200 GB | 120,96 € |
| XL | 13,44 € | 300 GB | 161,28 € |
| XXL | 16,80 € | 500 GB | 201,60 € |
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Verschlüsselung inklusive: Zertifikate gehören zu jedem Paket und erneuern sich automatisch – kein Aufpreis, keine manuelle Verlängerung.
- Sicherungen in Eigenregie: Täglich angelegt, 14 Tage aufbewahrt, und Sie stellen sie selbst wieder her – ganze Website, einzelne Verzeichnisse oder ein einzelnes Postfach.
- Alles in Deutschland: Eigenes Rechenzentrum im Saarland, deutsches Datenschutzrecht, kein Datentransfer in Drittstaaten. Für viele der ausschlaggebende Punkt.
- Support nur werktags: Die schwächste Stellen Sie. Fachtests bescheinigen kompetente und schnelle Hilfe, aber ausschließlich zu Geschäftszeiten. Wer sonntags ein Problem hat, wartet bis Montag.
- Spamfilter mit Lücken: Nutzer berichten, dass trotz eingesetzter Filtersoftware zu viel durchkommt. Bei unbegrenzten Adressen ein Punkt, den man kennen sollte.
manitu Erfahrungen und Bewertungen
Die Kundenurteile gehören zu den besten, die uns in diesem Vergleich begegnet sind: 4,62 von 5 aus rund 1.080 Bewertungen, davon 98 % mit voller Punktzahl. Auf einem Hosting-Fachportal steht der Anbieter sogar bei 4,9. Ein redaktioneller Test vergibt die Note 2,0.
Bemerkenswert ist die Geschlossenheit: Bei rund 1.080 Stimmen liegt der Anteil der schlechtesten Bewertung bei einem Prozent. Vier Muster wiederholen sich.
- Der persönliche Ton wird gelobt. Kunden heben hervor, dass sie keine Standardschreiben bekommen, sondern persönliche Antworten – und dass es einen festen Ansprechpartner gibt. Das ist der meistgenannte Vorzug.
- Die Preise gelten als fair. Das Verhältnis von Leistung und Preis wird durchgängig positiv bewertet, ebenso die klaren Angaben zu Grenzen und Bedingungen.
- Der Plattformwechsel hat Vertrauen gekostet. Die negativen Stimmen aus dem Winter 2025/26 drehen sich fast alle um denselben Vorgang: veraltete Pakete, enge Fristen, deutlich höhere Preise. Die heutigen Pakete sind das Ergebnis dieser Umstellung.
- Technisch gibt es Nachholbedarf. Einzelne Nutzer nennen fehlende moderne Übertragungsprotokolle und einen durchlässigen Spamfilter – Punkte, die für Standardseiten kaum ins Gewicht fallen.
Alternativen zu manitu
- IONOS: Deutlich größer, mit Telefonhilfe auch am Wochenende und mehr Tarifstufen – dafür weniger persönlich und mit längeren Laufzeiten.
- Cloud86: Günstiger im Einstieg und mit Testumgebung im Paket – dafür Server in den Niederlanden statt in Deutschland.
- Hostinger: Der Preisbrecher mit sehr langen Bindungsfristen – schneller, aber ohne deutschen Serverstandort und ohne die Vertragsfreiheit.
Fazit: Lohnt sich manitu?
Für die erste eigene Website ist manitu eine der vernünftigsten Entscheidungen am Markt. Ein Monat Laufzeit, Kündigung per E-Mail, keine Einrichtungsgebühr, Domain und unbegrenzte Postfächer inklusive – und dazu Kundenurteile, die in diesem Vergleich ihresgleichen suchen. Dass die Sicherungen selbst wiederherstellbar sind und der Betrieb klimaneutral läuft, kommt oben drauf.
Zwei Punkte sollten Sie mitnehmen. Der Support ist nur werktags erreichbar – für einen Geschäftsauftritt, der abends ausfallen kann, ist das ein Risiko. Und die Berichte über den Plattformwechsel zeigen, dass „dauerhafte Preise“ hier schon einmal anders ausgelegt wurden. Das relativiert das Versprechen, entwertet es aber nicht: Für Neukunden gelten die aktuellen Bedingungen, und die sind gut.
Mein Rat: Wegen der kurzen Laufzeit können Sie den Anbieter praktisch risikofrei ausprobieren. Sechs Monate kosten in der Aktion sechs Euro. Gefällt es Ihnen nicht, schreiben Sie eine E-Mail – mehr Bindung gehen Sie nicht ein. Wer allerdings abends erreichbare Hilfe braucht, vergleicht besser die größeren Anbieter.
Häufig gestellte Fragen zu manitu
Vier Pakete: M für 5,03 Euro im Monat, L für 10,08, XL für 13,44 und XXL für 16,80. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an, eine Domain ist enthalten. Derzeit gibt es das Einstiegspaket sechs Monate lang für je einen Euro – das erste Jahr kostet damit 36,18 Euro.
Einen Monat. Gekündigt wird formlos per E-Mail. Das ist in dieser Branche ungewöhnlich – viele Wettbewerber binden für zwölf oder vierundzwanzig Monate und verlängern automatisch. Praktisch können Sie den Anbieter dadurch risikofrei ausprobieren.
Unbegrenzt viele, schon im kleinsten Paket, mit Spam- und Virenfilter. Bei Wettbewerbern in dieser Preisklasse sind fünf oder zehn üblich. Einschränkend berichten einzelne Nutzer, dass der Spamfilter trotz eingesetzter Software zu viel durchlässt.
Ja, täglich angelegt und 14 Tage aufbewahrt. Wichtig: Sie stellen sie selbst wieder her – wahlweise die ganze Website, einzelne Verzeichnisse oder ein einzelnes Postfach. Viele Wettbewerber verlangen dafür einen Anruf beim Support, was im Ernstfall Zeit kostet.
Nur werktags zu Geschäftszeiten – das ist die deutlichste Schwäche. Die Qualität wird in Fachtests und Kundenurteilen gelobt: kompetent, schnell, persönlich. Wer aber abends oder am Wochenende ein Problem hat, wartet bis zum nächsten Werktag.
Rund um den Jahreswechsel 2025/26 berichteten langjährige Kunden, ihr Paket sei als veraltet eingestuft und ein Wechsel auf die heutige Struktur nahegelegt worden – zu mehr als dem doppelten Preis. Genannt werden enge Fristen und fehlende Hinweise auf das Sonderkündigungsrecht. Für Neukunden gelten die aktuellen Konditionen.
Ja, eine Domain gehört zum Paket, und sie ist nicht auf die Endung .de beschränkt. Achtung bei bereits vorhandenen Adressen: Das Aufschalten externer Domains kostet nach Fachtests zusätzlich. Wer mehrere mitbringt, sollte das vorher durchrechnen.
Ja. WordPress lässt sich mit einem Klick einrichten, PHP steht in den Versionen 8.1 bis 8.4 zur Wahl und ist je Domain umschaltbar. Was fehlt: automatische Aktualisierungen und eine Testumgebung. Änderungen gehen also direkt auf die laufende Website.
Ausschließlich in Deutschland, im eigenen Rechenzentrum im Saarland. Der Anbieter unterliegt damit deutschem Datenschutzrecht, ein Datentransfer in Drittstaaten findet nicht statt. Der Betrieb läuft nach Anbieterangaben klimaneutral.
Ungewöhnlich gut: 4,62 von 5 aus rund 1.080 Stimmen, davon 98 Prozent mit voller Punktzahl. Auf einem Hosting-Fachportal steht der Anbieter bei 4,9 von 5. Gelobt werden vor allem der persönliche Umgang und die schnellen Antworten des Supports.
Nach vorliegenden Angaben gibt es keinen kostenlosen Umzugsservice – den Wechsel erledigen Sie selbst. Für WordPress erleichtern kostenlose Zusatzmodule den Transfer erheblich; Dateien und Datenbanken lassen sich alternativ manuell übertragen. Planen Sie dafür einen ruhigen Nachmittag ein.
Für eine einzelne Website reicht das Einstiegspaket – 100 GB füllen die wenigsten je. Der Sprung zum nächsten verdoppelt Preis und Speicher und lohnt erst bei mehreren Projekten oder einem Shop. Dank der kurzen Laufzeit können Sie jederzeit wechseln.
