Ein Cent im ersten Jahr klingt nach einem guten Geschäft. Bis die zweite Rechnung kommt – und die liegt bei manchen Endungen fast zwanzigmal höher.
Eine Domain zu kaufen dauert drei Minuten und ist danach fünf, zehn oder zwanzig Jahre lang eine wiederkehrende Rechnung. Genau deshalb ist der beworbene Einstiegspreis die uninteressanteste Zahl im Angebot. Wir haben sechs Anbieter danach verglichen, was die Domain im zweiten Jahr kostet, welche Gebühren zusätzlich anfallen und wie transparent die Preisliste ist. Und wir erklären, was passiert, wenn du eine Domain versehentlich verlierst – dafür gibt es bei .de-Adressen ein Verfahren, das kaum jemand kennt und das dir 30 Tage Zeit verschafft.
Was eine Domain wirklich kostet
Fast jeder Anbieter arbeitet mit einem stark vergünstigten ersten Jahr. Die Zahl, mit der du kalkulieren solltest, ist die zweite – hier stehen beide nebeneinander, soweit die Anbieter sie öffentlich ausweisen.
| Anbieter | Einstiegspreis | Bedingung | Danach | Preisangabe | Ohne Hosting buchbar |
|---|---|---|---|---|---|
| IONOS | Je Endung vergünstigt | Erstes Jahr | Regulärer Jahrespreis | Netto und brutto | Ja |
| United Domains | .de 5 €, .com 12 € | Erstes Jahr | .de 19 €, .com 27 € pro Jahr | Inklusive MwSt. | Ja |
| STRATO | Vergünstigt im Aktionszeitraum | Monatliche Abrechnung | Danach ab 1,50 €/Monat | Inklusive MwSt. | Ja |
| Hostinger | 0,01 € im 1. Jahr | Nur bei 3 Jahren Laufzeit | Standard-Verlängerungspreis | Vor dem Kauf angezeigt | Ja |
| Cloud86 | Je Endung | — | Regulärer Jahrespreis | Netto | Ja |
| World4You | Im 1. Jahr gratis | Mit Hosting-Tarif | Regulärer Jahrespreis | Inkl. 20 % USt. | Ja |
Das Extrembeispiel liefert Hostinger: ein Cent für das erste Jahr – allerdings nur, wenn du eine Laufzeit von drei Jahren wählst, danach greifen die Standard-Verlängerungspreise. Immerhin zeigt der Anbieter diese Preise nach eigenen Angaben schon vor dem Kauf an, was längst nicht überall so ist. Am transparentesten rechnet United Domains, weil dort beide Zahlen nebeneinander in der Preisliste stehen: eine .de-Domain kostet 5 Euro im ersten Jahr und danach 19 Euro jährlich, eine .com 12 und dann 27 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.
Eine Besonderheit bei STRATO: Domains werden monatlich abgerechnet, und der Anbieter weist die Folgepreise offen aus – nach dem vergünstigten Zeitraum ab 1,50 Euro pro Monat, je nach Endung auch 1,90, 2,80 oder 4,50 Euro. Rechne diese Zahlen für den Vergleich aufs Jahr hoch: 1,50 Euro monatlich sind 18 Euro jährlich, 4,50 Euro sind 54 Euro. Achte beim Vergleich immer darauf, ob ein Anbieter pro Monat oder pro Jahr auszeichnet – sonst vergleichst du Zahlen, die nicht zusammenpassen.
Die Gebühren, an die niemand denkt
Neben dem Jahrespreis gibt es vier Posten, die bei einem Domainkauf auftauchen können. Nicht bei jedem Anbieter und nicht in jedem Fall – aber wenn, dann meist überraschend.
- Wiederherstellung nach Ablauf. Wer eine Domain versehentlich auslaufen lässt, kann sie in einer Karenzzeit zurückholen – kostenlos ist das in der Regel nicht. Wie hoch die Gebühr ausfällt, unterscheidet sich stark je nach Anbieter und Endung. Frag im Ernstfall zuerst beim Anbieter nach, bevor du die Adresse abschreibst.
- Datenschutz für die Inhaberdaten. Bei internationalen Endungen wie .com verkaufen viele Anbieter einen Schutzdienst für die Inhaberdaten als kostenpflichtigen Zusatz. Hostinger gibt an, den WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis beizulegen. Prüfe vor dem Kauf, ob dieser Posten im Preis steckt oder separat berechnet wird.
- Umzug zu einem anderen Anbieter. Manche Anbieter berechnen für den Transfer eine Bearbeitungsgebühr, andere rechnen ein angefangenes Jahr voll ab. Das steht im Kleingedruckten, nicht auf der Produktseite – prüfe es, bevor du dich für mehrere Jahre bindest.
- Änderung der Inhaberdaten. Wenn sich Firma, Rechtsform oder Anschrift ändern, ist eine Aktualisierung nötig. Bei manchen Anbietern ist das ein kostenpflichtiger Vorgang, bei anderen im Kundenkonto in zwei Minuten erledigt.
Die besten Domain-Anbieter im Überblick
Sortiert nach Eignung für den reinen Domainkauf – Preistransparenz, Auswahl an Endungen, Verwaltung und Support. Die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität des Anbieters und ist über unsere Artikel hinweg einheitlich; sie läuft deshalb nicht parallel zur Reihenfolge.
Die Anbieter im Detail
1. IONOS – Größte Auswahl mit Ansprechpartner am Telefon

⭐ 4,5/5 – Der Standardweg für deutsche Projekte
IONOS: Die Domain im DetailIONOS ist für deutsche Projekte der naheliegende Weg: sehr große Auswahl an Endungen, Domains lassen sich mit oder ohne Hosting buchen, und die Verwaltung im Kundenkonto ist übersichtlich (Domains bei IONOS). Das eigentliche Argument ist aber der Support: telefonisch rund um die Uhr, auf Deutsch, mit persönlichem Ansprechpartner. Bei einer Domain, an der eine Firmen-E-Mail-Adresse hängt, ist das mehr wert als ein paar Euro Preisunterschied im Jahr.
Was du beachten solltest: Die Preise unterscheiden sich stark je nach Endung, und der Einstiegspreis gilt in der Regel für das erste Jahr. Klick dich vor dem Kauf bis zur Preisübersicht der konkreten Endung durch, statt dich auf den Werbepreis auf der Startseite zu verlassen. Wer die Domain zusammen mit Hosting bucht, sollte zusätzlich prüfen, ob die Adresse an den Hosting-Vertrag gekoppelt ist.
- Telefon-Support rund um die Uhr auf Deutsch
- Sehr große Auswahl an Endungen
- Domain mit oder ohne Hosting buchbar
- Rechenzentren in Deutschland
- Preisstaffeln je Endung unübersichtlich
- Einstiegspreis gilt meist nur im ersten Jahr
- Domain im Bundle an den Vertrag gekoppelt
2. United Domains – Der Spezialist mit der ehrlichsten Preisliste

⭐ 3,8/5 als Gesamtanbieter – aber die beste Wahl für den reinen Domainkauf
United Domains: Die Domain im DetailUnited Domains baut keine Websites, sondern verwaltet nur Adressen – und macht genau das gründlich. In der Preisliste stehen Erstjahrespreis und Verlängerungspreis nebeneinander, inklusive Mehrwertsteuer: .de für 5 Euro im ersten Jahr und danach 19 Euro jährlich, .com für 12 und dann 27 Euro (Preisliste bei United Domains). Diese Offenheit ist im Markt die Ausnahme.
Der zweite Grund für diesen Anbieter ist die Unabhängigkeit. Wer die Domain hier registriert und per DNS mit einer Website bei einem beliebigen Baukasten verbindet, kann den Website-Anbieter später wechseln, ohne die Adresse anzufassen. Das kostet gegenüber einer im Hosting enthaltenen Domain rund 19 Euro im Jahr extra – für einen Betrieb, der seine Adresse in zehn Jahren noch braucht, ist das gut angelegt. Für ein Projekt mit einem Jahr Laufzeit dagegen überflüssig.
- Erst- und Verlängerungspreis offen ausgewiesen
- Preise inklusive Mehrwertsteuer
- Sehr große Auswahl an Endungen
- Domain unabhängig von jedem Website-Vertrag
- Kein Baukasten, Website muss separat entstehen
- Deutlicher Preissprung nach dem ersten Jahr
- DNS-Verknüpfung ist ein zusätzlicher Schritt
3. STRATO – Monatlich abgerechnet, Preise inklusive Steuer

⭐ 4,1/5 – Verlässlich und steuerlich ehrlich ausgezeichnet
STRATO: Die Domain im DetailSTRATO rechnet Domains monatlich ab und weist die Preise inklusive Mehrwertsteuer aus (Domains bei STRATO). Beides ist ungewöhnlich: Die meisten Registrare arbeiten mit Jahrespreisen, und viele zeichnen netto aus. Angenehm ist außerdem, dass der Folgepreis direkt neben dem Aktionspreis steht – je nach Endung ab 1,50 Euro pro Monat. Für Privatpersonen und Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist die Bruttoangabe die ehrlichere Zahl.
Rechne die Monatspreise für den Vergleich trotzdem aufs Jahr hoch: 1,50 Euro monatlich sind 18 Euro jährlich, bei teureren Endungen werden aus 4,50 Euro schnell 54 Euro. Wer STRATO ohnehin fürs Hosting nutzt, hat die Domain meist im Paket und braucht keinen separaten Vertrag. Die Rechenzentren stehen in Deutschland, was die Datenschutzargumentation vereinfacht.
- Preise inklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen
- Folgepreis steht direkt neben dem Aktionspreis
- Rechenzentren und Support in Deutschland
- Monatspreise erschweren den direkten Vergleich
- Kleinere Auswahl an Endungen als bei Spezialisten
- Verwaltungsoberfläche wirkt altmodisch
4. Hostinger – Ein Cent im ersten Jahr, mit Bedingung

⭐ 4,2/5 – Günstigster Einstieg, WHOIS-Schutz ohne Aufpreis
Hostinger: Die Domain im DetailHostinger hat den aggressivsten Einstiegspreis im Vergleich: einen Cent für das erste Jahr. Die Bedingung steht direkt daneben und ist fair kommuniziert – das Angebot gilt bei einer Laufzeit von drei Jahren, danach greifen die Standard-Verlängerungspreise (Domains bei Hostinger). Positiv fällt auf, dass der Anbieter die Verlängerungspreise nach eigenen Angaben schon vor dem Kauf anzeigt, statt sie erst auf der ersten Folgerechnung sichtbar zu machen.
Der zweite Pluspunkt ist der WHOIS-Datenschutz, den Hostinger ohne Aufpreis beilegt. Bei internationalen Endungen wie .com verlangen andere Anbieter dafür einen Jahresbetrag. Rechne trotzdem nach: Über fünf Jahre entscheidet der Verlängerungspreis, nicht der Cent im ersten Jahr. Und die Dreijahresbindung bedeutet, dass du in dieser Zeit nicht ohne Weiteres wechseln kannst.
- Niedrigster Einstiegspreis im Vergleich
- WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis
- Verlängerungspreise vor dem Kauf sichtbar
- Aktionspreis nur bei drei Jahren Laufzeit
- Bindung erschwert den Wechsel
- Kein deutschsprachiger Telefon-Support
5. Cloud86 – Domain ohne Hosting-Zwang

⭐ 4,0/5 – Kleiner Anbieter mit fairen Folgepreisen
Cloud86: Die Domain im DetailCloud86 führt Domains als eigenständiges Produkt inklusive Transfer-Service (Domains bei Cloud86). Interessant ist der Anbieter für alle, die auf die Folgekosten achten: Beim Hosting steigt der Preis nach der Erstlaufzeit von 1,95 auf 3,75 Euro netto – also um weniger als das Doppelte, während andere Anbieter ihre Preise verdreifachen. Diese Zurückhaltung zieht sich durch das Angebot.
Zwei Einschränkungen: Die Preise sind netto ausgewiesen, für Privatpersonen kommen also 19 % dazu. Und die Server stehen in den Niederlanden – innerhalb der EU unkritisch, für Kunden mit strikter Deutschland-Vorgabe aber ein Ausschlusskriterium. Die Auswahl an Endungen ist kleiner als bei den Spezialisten.
- Domain als eigenständiges Produkt buchbar
- Moderate Preissteigerung nach der Erstlaufzeit
- Transfer-Service für bestehende Domains
- Preise netto ausgewiesen
- Server in den Niederlanden, nicht in Deutschland
- Kleinere Auswahl an Endungen
6. World4You – Für Projekte mit Österreich-Bezug

⭐ 3,7/5 – Sinnvoll nur mit österreichischem Bezug
World4You: Die Domain im DetailWorld4You richtet sich klar an den österreichischen Markt: Rechenzentrum im Land, deutschsprachiger Support, Preise inklusive der österreichischen Umsatzsteuer von 20 % (World4You). Für einen Betrieb in Wien, Graz oder Linz, der seine Daten im Land halten will, ist das ein Argument, das kein deutscher Anbieter bietet – zumal eine .at-Domain hier zum Kerngeschäft gehört.
Sitzt dein Projekt in Deutschland, spricht dagegen wenig für diesen Weg. Die ausgewiesenen Preise enthalten die österreichische Steuer, was den Vergleich mit deutschen Anbietern verzerrt, und beim Serverstandort ist Deutschland näher. Die Gratis-Domain im ersten Jahr ist außerdem an einen Hosting-Tarif gebunden, nicht separat erhältlich.
- Rechenzentrum und Support in Österreich
- Preise inklusive Umsatzsteuer
- Naheliegend für .at-Domains
- Für deutsche Projekte kein Vorteil
- Preisvergleich durch 20 % USt. verzerrt
- Gratis-Domain nur im Hosting-Paket
Was passiert, wenn du eine Domain verlierst
Das ist der Teil, den man erst braucht, wenn es zu spät scheint – und die gute Nachricht ist: Bei .de-Domains ist es das meistens nicht. DENIC als Registrierungsstelle hat für die häufigsten Fälle ein festes Verfahren.
- 30 Tage Karenzzeit nach der Löschung. Ein Löschungsauftrag führt nicht sofort zum endgültigen Verlust. Es schließt sich zunächst ein Karenzzeitraum von 30 Tagen an, die sogenannte Redemption Grace Period. In dieser Zeit kann der bisherige Inhaber die Löschung rückgängig machen, indem er die Domain über einen Provider erneut registrieren lässt (DENIC, FAQs für Domaininhaber).
- DISPUTE-Antrag bei Streitigkeiten. Wenn du Ansprüche auf eine Domain geltend machst, die jemand anderes hält, kannst du einen DISPUTE-Antrag stellen. Die Domain kann dann zunächst nicht weiterübertragen werden – das verhindert, dass sie während einer Auseinandersetzung weitergereicht wird.
- Der falsche Weg zum Anbieterwechsel. DENIC beschreibt ausdrücklich Fälle, in denen Inhaber ihren Vertrag kündigten, die Domain zur Löschung freigaben und sie über den neuen Anbieter erneut registrieren wollten. Das ist riskant, weil die Adresse in der Zwischenzeit an jemand anderen gehen kann. Der richtige Weg läuft über den AuthInfo-Code, ohne Löschung.
- Korrekte Inhaberdaten sind Pflicht. DENIC verifiziert die Angaben der Domaininhaber. Fantasienamen oder unvollständige Anschriften sind also keine Option – trage die Daten so ein, wie sie auch im Impressum stehen.
Welche Endung passt zu deinem Vorhaben?
- .de für alles mit deutscher Kundschaft. Die Endung signalisiert Standort und Zuständigkeit, ist bei den meisten Anbietern günstiger als .com und bei Kunden die erwartete Adresse.
- .com nur, wenn du international arbeitest. Sie kostet mehr, ist bei kurzen Begriffen fast immer vergeben und bringt für einen lokalen Betrieb keinen Vorteil.
- Beide sichern, wenn der Name schützenswert ist. Eine der beiden leitest du auf die andere weiter. Das kostet den Jahrespreis der zweiten Endung zusätzlich und verhindert, dass jemand deinen Namen mit anderer Endung besetzt.
- Neue Endungen wie .shop oder .berlin mit Vorsicht. Sie sind oft verfügbar und im ersten Jahr billig, die Verlängerungspreise liegen aber teils deutlich über denen von .de. Prüfe die Folgekosten, bevor du dich an eine ungewöhnliche Endung bindest.
- Umlaute vermeiden. Adressen wie müller-baeckerei.de sind technisch möglich, machen aber Probleme bei E-Mail-Adressen und beim Diktieren am Telefon. Die ausgeschriebene Variante ist die praktischere Wahl.
So haben wir bewertet
Grundlage sind die offiziellen Preis- und Produktseiten der Anbieter, Stand September 2026. Ausgewertet haben wir Erstjahrespreis, Verlängerungspreis, Abrechnungsintervall, Mehrwertsteuerausweis und die Frage, ob die Domain ohne Hosting-Vertrag buchbar ist. Wo Anbieter ihre Verlängerungspreise nicht öffentlich ausweisen, nennen wir keine geschätzte Zahl, sondern kennzeichnen das entsprechend. Die Angaben zu Karenzzeit, DISPUTE-Verfahren und Inhaberdaten stammen von DENIC als Registrierungsstelle für .de-Domains. Die Sternbewertung bezieht sich auf die Gesamtqualität des Anbieters und ist über unsere Artikel hinweg einheitlich; die Reihenfolge in diesem Artikel richtet sich nach der Eignung für den reinen Domainkauf.
Fazit
Für die meisten deutschen Projekte ist IONOS der pragmatische Weg – große Auswahl, Domain auch ohne Hosting buchbar, und im Zweifel jemand am Telefon. Wer die Adresse bewusst unabhängig von jedem Website-Vertrag halten will, ist bei United Domains richtig, und zwar nicht nur wegen der Auswahl, sondern weil dort Erstjahres- und Verlängerungspreis offen nebeneinander stehen. STRATO überzeugt mit Bruttopreisen, Hostinger mit dem niedrigsten Einstieg und kostenlosem WHOIS-Schutz.
Der wichtigste Rat gilt unabhängig vom Anbieter: Vergleiche nicht den Preis im ersten Jahr, sondern die Summe über fünf Jahre. Und stelle die automatische Verlängerung an – die meisten Domains gehen nicht durch bewusste Kündigung verloren, sondern durch eine Abbuchung, die niemand bemerkt hat.
Häufig gestellte Fragen
Das hängt vom Anbieter und der Endung ab. Bei United Domains kostet eine .de nach dem ersten Jahr 19 Euro und eine .com 27 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer; bei STRATO liegen die Folgepreise je nach Endung zwischen 18 und 54 Euro im Jahr. Im ersten Jahr ist es fast überall deutlich weniger – bei United Domains 5 beziehungsweise 12 Euro, bei Hostinger sogar ein Cent, dort allerdings nur bei drei Jahren Laufzeit. Rechne deshalb immer mit dem Verlängerungspreis.
Ja, bei allen hier verglichenen Anbietern. Die Domain liegt dann als eigenständiger Vertrag bei dir und lässt sich per DNS mit einer Website bei einem beliebigen Anbieter verbinden. Das ist der sinnvolle Weg, wenn du dir einen Wechsel des Website-Anbieters offenhalten willst – die Adresse bleibt davon unberührt.
Bei .de-Domains schließt sich an eine Löschung zunächst ein Karenzzeitraum von 30 Tagen an, die Redemption Grace Period. In dieser Zeit kann der bisherige Inhaber die Löschung rückgängig machen, indem er die Domain über einen Provider erneut registrieren lässt. Kostenlos ist das meist nicht, aber die Adresse ist nicht verloren. Nach Ablauf der Frist wird sie frei.
Drei Wege. Erstens eine andere Schreibweise oder einen Zusatz wie den Ort probieren, etwa baeckerei-mueller-koeln.de. Zweitens eine andere Endung nehmen, wobei du dann die Folgekosten prüfen solltest. Drittens den aktuellen Inhaber ansprechen – bei .de-Domains ist der über die Website oder das Impressum oft erreichbar. Rechne dabei mit einem Kaufpreis, nicht mit einer Jahresgebühr.
Das hängt von der Endung und vom Anbieter ab. Bei internationalen Endungen wie .com verkaufen viele Registrare einen Schutzdienst für die Inhaberdaten als Zusatzleistung; Hostinger gibt an, den WHOIS-Datenschutz ohne Aufpreis beizulegen. Frag im Zweifel beim Anbieter nach, welche Angaben abrufbar sind. Korrekt eintragen musst du die Daten in jedem Fall – DENIC verifiziert sie.
Für einen Betrieb mit deutscher Kundschaft .de. Die Endung signalisiert Standort und Zuständigkeit und ist günstiger. Wer international arbeitet oder einen Namen schützen will, sichert beide und leitet eine auf die andere weiter. Für einen lokalen Handwerksbetrieb bringt eine .com dagegen keinen erkennbaren Vorteil.
Über den AuthInfo-Code: Du forderst ihn beim bisherigen Anbieter an und gibst ihn beim neuen ein. Wichtig ist, was du nicht tun solltest – die Domain kündigen und beim neuen Anbieter neu registrieren. DENIC beschreibt genau diesen Fehler, denn in der Zwischenzeit kann die Adresse an jemand anderen gehen. Der Transfer läuft ohne Löschung.
Manchmal. Sie sind häufiger verfügbar und im ersten Jahr oft sehr günstig. Die Verlängerungspreise liegen aber teils deutlich über denen einer .de-Domain, und bei deutschen Kunden ist .de die erwartete Adresse. Prüfe vor der Registrierung den Folgepreis und überlege, ob du die Adresse jemandem am Telefon erklären willst.
Eine frisch registrierte Domain ist meist nach wenigen Minuten erreichbar, spätestens nach einigen Stunden. Länger dauert der Transfer von einem anderen Anbieter, weil dort zwei Vorgänge zusammenfallen: die Freigabe per AuthInfo und die Umstellung der Namensserver. Setze dafür bis zu zwei Tage an und lass die bisherige Seite währenddessen online.
Nicht zwingend, aber es ist der halbe Grund für eine eigene Domain. Eine Adresse wie info@meinbetrieb.de wirkt anders als eine Freemail-Adresse und kostet bei den meisten Anbietern wenig oder nichts extra. Prüfe vor dem Kauf, ob Postfächer im Tarif enthalten sind – bei reinen Domain-Anbietern sind sie es oft nicht.
