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Schiiten

Die Schiiten bilden die zweitgrößte Glaubensrichtung des Islam und sind Anhänger der Schia. Rund 15% der Muslime sind Schiiten.

Schiiten picture alliance / Photoshot

Schiiten sind Muslime und Anhänger der Schia. Schia bedeutet verkürzt Partei Alis. Die Schiiten bilden – nach den Sunniten – die zweitgrößte Glaubensrichtung im Islam. Innerhalb der Schia gibt es viele Gruppierungen, die zahlenmäßig größte davon ist die Zwölfer-Schia.

Der Koran, die Sunna des Propheten Mohammed und die Sunna der zwölf Imame bilden die Quellen des schiitischen Glaubens, wobei Sunna mit Handlungsweise übersetzt werden kann. Für die Schiiten war Mohammeds Vetter, der Imam Ali, nach Mohammed der religiöse Leiter der Muslime. Die Nachfolger von Ali bilden elf Imame. Der zwölfte Imam wird – nach schiitischem Glauben – wiederkommen und auf der Erde für Frieden und Gerechtigkeit sorgen.

Die Schiiten beten dreimal am Tag: morgens vor Sonnenaufgang, mittags und abends. Ihnen ist es im Gegensatz zu den Sunniten erlaubt, das Mittags- und das Nachmittagsgebet zusammenzulegen – genau wie auch das Abendgebet und das Nachtgebet.

Eine wichtige Pflicht des Islams und der Schiiten ist das Fasten im Fastenmonat Ramadan. Die Gläubigen essen und trinken, solange es dunkel ist, und beginnen bei Morgendämmerung mit dem Fasten.

Ein bedeutender Tag für alle gläubigen Muslime ist Aschura. Die Schiiten gedenken an diesem Tag dem Märtyrer Hussain – dem dritten Imam – mit verschiedenen Trauerfeiern. Seine Grabstatt in Kerbela gehört zu den bedeutendsten Heiligtümer der Schiiten.

Die meisten Schiiten leben im Irak, Iran, Libanon und Aserbaidschan. Diese Länder, in denen die Schiiten einen hohen Anteil der Einwohner bilden, werden unter dem Begriff 'Schiitischer Halbmond‘ zusammengefasst.

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