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Real

Die Real GmbH ist eine Supermarktkette mit Sitz in Düsseldorf.

Real picture alliance / Agron Beqiri

Der Lebensmittelhändler gehört seit 2020 zur SCP Group, davor war real Tochter der Metro AG. Real erzielt den Großteil seines Umsatzes mit Lebensmitteln, darunter eine Mischung aus Markenartikeln und Eigenmarken. Das Sortiment wird vervollständigt durch zahlreiche Elektroartikel, Haushaltswaren und Textilien. ​

Entstehungsgeschichte

Die Real-Supermärkte in ihrer heutigen Form entstanden ab 1992 durch die Zusammenführung von insgesamt 13 regional erfolgreicher Unternehmen, darunter real-kauf, divi, massa, Meister, esbella, Huma und Suma. In den späten 1990ern kamen rund 114 neue SB-Warenhäuser der Allkauf- und Kriegbaum-Gruppe hinzu. 1997 bewarb sich die Supermarkt-Kette erstmals mit dem Slogan „Riesig einkaufen bei Real.“ ​

Restrukturierung und Hackfleischskandal

2006 versuchte die Metro AG mit der „Strategie 2006“ die Kosten zu senken, um die Supermarkt-Kette wieder profitabler zu machen.; vor allem Personalkosten sollten reduziert werden. Des Weiteren übernahm der Konzern die deutschen SB-Warenhäuser von Wal-Mart und integrierte die US-Handelskette in das eigene Konzept. Kurze Zeit später folgte ein neuer Slogan: „Einmal hin. Alles drin.“

real geriet 2005 in die Schlagzeilen, als Mitarbeiter versteckt dabei gefilmt wurden, wie sie abgelaufenes Hackfleisch neu verpackten und mit Etikett beklebten. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg nahm Ermittlungen in mehreren Filialen auf, um festzustellen, ob das Umetikettieren von abgelaufener Ware zur Unternehmenskultur gehörte. Ein Verdacht gegen die Führungsebene konnte nicht bestätigt werden und so wurde der „Hackfleisch-Skandal“ als Einzeltat von Angestellten eingestuft.

Schließung der real-Filialen und Verkauf an Kaufland und Edeka

Aufgrund der sinkenden Umsätze und der mangelhaften Geschäftsentwicklung löste sich die Metro AG von real und teilte 2020 den endgültigen Verkauf mit. Neuer Besitzer ist seitdem die Investmentgesellschaft SCP Group mit Sitz in Luxemburg, ihr Vorstandvorsitzender ist der russische Oligarch Felix Jewtuschenkow. Er ließ 30 von 276 Filialen direkt schließen, und verkaufte 200 weitere, die meisten davon an Kaufland und Edeka.