Steckbrief: Harald V. von Norwegen

König Harald V. von Norwegen stand von 1991 bis 2026 an der Spitze des norwegischen Königshauses. Der Sohn von König Olav V. und Prinzessin Märtha prägte die Monarchie mehr als drei Jahrzehnte und nahm vor allem repräsentative und zeremonielle Aufgaben als Staatsoberhaupt wahr. Neben seiner Rolle als König war Harald ein begeisterter Segler und vertrat Norwegen mehrfach bei Olympischen Spielen.
König Harald V. verbrachte einen Teil seiner Kindheit im Exil
Nach der deutschen Invasion Norwegens im Jahr 1940 floh Harald mit seiner Mutter und seinen Schwestern zunächst nach Schweden und später in die USA. 1945 kehrte die Familie nach Norwegen zurück. Harald besuchte anschließend Schulen in Oslo, absolvierte eine militärische Ausbildung und studierte von 1960 bis 1962 Sozialwissenschaften, Geschichte und Wirtschaft am Balliol College in Oxford.
König Harald V. und Königin Sonja
Harald lernte Sonja Haraldsen 1959 kennen. Da sie nicht aus einem Adelshaus stammte, stieß die Beziehung zunächst auf Widerstand. Nach mehreren Jahren erhielt das Paar schließlich die Zustimmung zur Heirat und gab sich am 29. August 1968 das Jawort. Aus der Ehe gingen die Kinder Prinzessin Märtha Louise und Kronprinz Haakon hervor.
König Harald V. von Norwegen bestieg 1991 den Thron
Nach dem Tod seines Vaters Olav V. wurde Harald am 17. Januar 1991 König von Norwegen. Wenige Tage später legte er vor dem Parlament seinen Eid auf die Verfassung ab. Im Juni 1991 wurden Harald und seine Frau Sonja im Nidarosdom in Trondheim für ihre Aufgaben als König und Königin gesegnet. Sein Wahlspruch lautete „Alt for Norge“ („Alles für Norwegen“).
König Harald V. starb am 28. August 2026 im Alter von 89 Jahren um 6:35 Uhr im Rikshospitalet in Oslo. Nach seinem Tod folgte sein Sohn Haakon als König von Norwegen auf den Thron.
Harald von Norwegen war erfolgreicher Segler
Sport spielte in Haralds Leben eine wichtige Rolle. Er nahm als Segler an den Olympischen Spielen 1964, 1968 und 1972 teil und trug 1964 bei der Eröffnungsfeier in Tokio die norwegische Flagge. 1987 gewann er mit seiner Crew und der Yacht „Fram X“ die Weltmeisterschaft. Seine aktive Regatta-Karriere beendete er 2022.