Seine Eltern haben ihre ganze Hoffnung auf Deutschland gesetzt. Ein Land, das ihrem Sohn eigentlich helfen sollte, sagt Bagrats Mutter Nani. Aber jetzt droht die Abschiebung - für ihren 13-jährigen Sohn sein Todesurteil, sagen seine Eltern. „Wenn er jetzt zurück muss, werden seine Nieren versagen. Wenn sie uns nach Georgien zurückschicken, dann schicken sie uns einfach in den Tod“, fürchtet seine Mutter.
Bagrat ist mehrfach körperlich eingeschränkt, fast blind. Er braucht spezielle Medikamente und eine Förderschule. Beides sei in Georgien nicht möglich, heißt es vom dortigen Gesundheitsministerium. Und: Bagrat macht sich in Deutschland gut und auch seine Familie ist mittlerweile integriert.
Trotzdem wurde der Asylantrag der Familie abgelehnt, denn Georgien gilt als sicheres Herkunftsland. Auch ein individuelles Recht auf Asyl oder eine Duldung wird ihnen verwehrt. Und das, obwohl Ärzte der Uniklinik Bonn Bagrats Leben in Gefahr sehen, wenn er abgeschoben wird. Auch eine Härtefallkommission des NRW-Landtags setzt sich dafür ein, dass er bleibt.
Trotzdem schreibt die Ausländerbehörde: „Die Erkrankung des Jungen ist im Heimatland behandelbar. Es sind sowohl staatliche als auch private medizinische Einrichtungen vorhanden, die die Weiterbehandlung des Jungen in Georgien zugesagt haben. Auch sind die notwendigen Medikamente bzw. Wirkstoffe verfügbar."