Unter Begleitung der Wasserschutzpolizei kommt das Transportschiff Fortuna B am späten Abend zurück nach Cuxhaven. Es ist eines der beiden Schiffe, das an der Freilassung des Buckelwals beteiligt war. Doch genau zu dieser gibt es jetzt scharfe Kritik.
„An diesem ersten Tag. Ist mir geschildert worden, dass über Mithilfe von Seilen die Fluke rückwärts herausgezogen werden sollte – wiederholt. Ich habe Verletzungen am Maul gesehen, die waren nicht schön, aber überlebbar. Und ich bin sehr, sehr kritisch mit diesem rückwärts Rausziehen, vorne finde ich okay. Rückwärts ist gegen die Natur dieser Tiere, bin ich eigentlich nicht mit einverstanden."
Am Samstagmorgen, rund 70 Kilometer von der nördlichsten Stadt Dänemarks, schwimmt der Buckelwal wieder ins offene Meer. Zu früh, finden manche Beteiligte.
„Und ich mach mal ein Zitat jetzt für alle hier: ,Endlich. Das Mistvieh ist jetzt weg, Das ist die Hauptsache. Nächstes Projekt.' Und deshalb glaube ich, dass im Hintergrund Sachen gelaufen sind, die ich überhaupt nicht verstanden habe. Es gab keinen Grund aus tiermedizinischer Sicht, ihn nicht noch mal vorsichtig, stufenweise mit Blockierung vorne zu versuchen zu entladen."
Jetzt fehlt jede Spur des Buckelwals. Der angebrachte GPS-Tracker übermittelt zwar die Auftauchzeiten des Tieres, doch wo es sich befindet, ist unklar. Auch unklar ist, ob der Tracker bei der Freilassung möglicherweise beschädigt wurde. Die Beteiligten sind jetzt in Aufklärung.