„Mr. Cash Money“ hat angeblich 24 Kinder: Reich durch Scheinvaterschaft – so dreist ist diese Masche!
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Er lebt in Nigeria, zeigt sich im Netz mit Luxuskarossen und Geldscheinen und soll durch ein unfassbares System reich geworden sein: Jonathan A., Spitzname „Mr. Cash Money“. Der Mann mit deutschem Pass soll über Scheinvaterschaften satte Sozialleistungen kassieren. Wie Behörden und Regierung jetzt dagegen vorgehen wollen, seht ihr im Video.
Jonathan A. lebt in Nigeria – augenscheinlich ein angenehmes Leben. Sein offenbar lukratives Geschäftsmodell: Vatersein von angeblich 24 Kindern in Deutschland. Und dafür heimst er ordentlich Sozialleistungen ein. Ungehemmt wirft er hier mit Geldscheinen um sich – ein Unding für viele, die sich ihr Einkommen erarbeiten.
Unfassbar, auf was die Leute alles kommen!
Da müssen natürlich die Behörden einfach nachhaltiger und viel, viel konsequenter handeln.
Es ist halt schon ein bisschen frech und auch anmaßend gegenüber dem deutschen Staat.
Im Netz präsentiert Jonathan A. nur allzu gerne seine Luxuskarossen. Offenbar sind sie die Leidenschaft von „Mr. Cash Money“, so sein Spitzname. Durch ihn soll dem deutschen Staat jährlich ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstehen. Wie diese Masche mit den Scheinvaterschaften abläuft und wie die Bundesregierung das jetzt stoppen will:
„Wir haben deswegen eine Entscheidung getroffen, die dazu führt, dass der Missbrauch nicht mehr so stattfinden kann.“
Die bisherigen Gesetzeslücken hierzulande nutzt „Mr. Cash Money“ offenbar geschickt. Jonathan A. lebt in Nigeria. Er hat einen deutschen Pass und ist in Dortmund gemeldet. 24 Kinder hat er in Deutschland als seine anerkannt. Die Mütter sollen aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern sein.
Wie mit Scheinvaterschaften betrogen wird, weiß die Expertin:
„Eine Mutter und ihr Kind, das geboren wird – die haben beispielsweise einfach kein Bleiberecht, weil zum Beispiel der Asylantrag abgelehnt worden ist. Und in dem Moment, wo eine Person mit einem Bleiberecht, also eben ein deutscher Mann, dieses Kind anerkennt, haben natürlich die Mutter und das Kind dann auch ein Bleiberecht.“
Die Mütter und enge Angehörige erhalten so ein Bleiberecht in Deutschland. Jonathan A. hat offenbar einfach behauptet, die 24 Kinder seien seine, ohne dass die Behörden das überprüft hätten. Dank ihm sollen 94 Personen nach Deutschland gekommen sein. Für jedes anerkannte Kind fließen Sozialleistungen auf Jonathans Konto – einmal sollen es mehr als 22.000 Euro im Monat gewesen sein.
Sein Vorgehen ist kein Einzelfall. 5.000 solcher Betrugsfälle soll es deutschlandweit geben.
„Wenn wir Verdachtsfälle haben, dann schicken wir die in unsere Sonderprüfgruppe. Die haben wir extra dafür eingerichtet, weil wir schon Indizien haben, dass es immer öfter der Fall ist.“
Die Bundesregierung will mit einer Gesetzesverschärfung jetzt gegen diese Form von Sozialbetrug vorgehen.
Immer wenn ein aufenthaltsrechtliches Gefälle bei den Personen da ist, wird zukünftig die Zustimmung der Ausländerbehörde notwendig sein, um die Vaterschaft anzuerkennen.
Künftig sollen Fälle geprüft werden, in denen ein Elternteil eine deutsche Staatsbürgerschaft oder einen sicheren Aufenthaltstitel besitzt und der andere nicht.
Der Gesetzesentwurf geht tatsächlich von 65.000 Prüffällen aus. Das heißt: Das sind nicht alles Scheinvaterschaften, sondern Prüffälle.
Für „Mr. Cash Money“ könnte es ungemütlich werden. Wenn Sozialbetrug nachgewiesen wird, soll eine Vaterschaft rückwirkend entzogen werden. Außerdem sind falsche Angaben künftig strafbar.

