Jessica Riemenschneider und ihr Mann wollen eigentlich nur Holz umschichten. Doch zwischen den Scheiten liegt plötzlich etwas, das sie sofort erstarren lässt: zwei große, durchsichtige Hautstücke.
„Es war schon ein bisschen erschreckend und gruselig, weil man weiß ja in dem Moment gar nicht. Was ist das? Wo kommt das her? Wir sind noch mal zurückgegangen. Und tatsächlich hat unser großer Sohn gesagt: Das ist ein Königspython."
Ihr Sohn behält recht: Die Haut stammt tatsächlich von einem Königspython. Und der könnte direkt aus der Nachbarschaft stammen.
„Da hatte nämlich ein Mann seine Schlange seit gut vier Wochen vermisst und die ist ihm offensichtlich aus dem Terrarium ausgebüxt und über ein Fenster ins Freie gelangt."
Die Polizei warnt jetzt: Vorsicht – vor allem bei Kindern. Denn der Königspython ist eine Würgeschlange, bis zu eineinhalb Meter lang. Er ist nicht giftig, aber nichts, dem man zu nahe kommen sollte.
„Wenn man in ihre Komfortzone eintritt, das ist so nah, wie 1,50 Meter kommt, dann werden die Tiere wahrscheinlich versuchen zu flüchten. Und wenn sie nicht flüchten können, dann ist das normal, dass man sich wehrt. Von dem her sollte man natürlich ein bisschen mit Vorsicht genießen. Die Tiere können dennoch beißen."
Grundsätzlich darf man solche Tiere in Deutschland zwar als Privatperson halten – vorausgesetzt, sie sind sicher untergebracht und die Halter wissen, was sie tun.
„Normalerweise hält man Reptilien am besten in einem separaten Raum oder zumindest mal im separaten Terrarium natürlich. Und dementsprechend sollten die abgeschlossen sein mit Haken oder mit einem Schloss vorne dran, damit die Tiere auch definitiv nicht nach draußen komme"
Wir versuchen, mit dem Besitzer des Pythons zu sprechen. Aber uns öffnet niemand. Für Jessica bleibt vor allem eins: ein mulmiges Gefühl.
„Auch jetzt hier zu stehen ist sehr beklemmend, weil sie kann ja auch jederzeit wieder unter die Palette geklettert sein."
Wer den Python entdeckt, sollte Abstand halten und die Polizei rufen. Denn auch wenn die Tiere Menschen meist meiden, einfangen sollte ihn nur ein Profi. Und für Jessica gilt seitdem: Im Garten schaut sie lieber zweimal hin.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche