Übergewicht durch Hormonstörung: Darum nehmen Sie nicht ab

12. März 2018 - 15:16 Uhr

Wenn die Hormone in unserem Körper aus dem Gleichgewicht geraten sind

Was mach ich nur falsch? Seit Wochen achten Sie auf eine gesunde, bewusste Ernährung und treiben regelmäßig Sport aber die Pfunde wollen einfach nicht purzeln? Schuld daran kann eine Hormonstörung sein. Ursachen dafür gibt es viele. Wir verraten, welche das sein können und wie sie effektiv behandelt oder sogar vermieden werden können.

Wie entsteht eigentlich eine Hormonstörung?

Für unsere Fettregulierung im Körper sind vor allem verschiedene Hormone, darunter Leptin und Progesteron, verantwortlich. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist deshalb maßgeblich für unsere Abnehmerfolge. Daher ist es wichtig, dass die betroffenen Hormone stets im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sind. Liegt ein Überschuss oder Mangel der einzelnen Hormone vor, kommt es zu einer Hormonstörung – und damit auch zu vermehrten Fetteinlagerungen.

Schilddrüsenunterfunktion oder Mangel an Geschlechtshormonen

Eine mögliche Ursache stellt ein Schilddrüsendefekt dar. In der Schilddrüse produziert der Körper mehrere Hormone: Trijodthyronin, Thyroxin und Calcitonin. Schon kleinste Verschiebungen im Mengenverhältnis dieser Hormone können sich nachteilig auf das Wohlbefinden und den Stoffwechsel auswirken. Kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion, fährt der Stoffwechsel in allen Bereichen des Körpers herunter und verbraucht folglich weniger Kalorien. Der Körper läuft auf Sparflamme und hat deshalb auch einen niedrigen Energiebedarf.  

Eine andere Ursache, die den Fettabbau deutlich reduziert, ist die ungleichmäßige Verteilung von Fett im Körper. Das bedeutet, dass sich ein Großteil unseres Körperfetts immer wieder an den gleichen Körperstellen ablagert, statt sich gleichmäßig auf den gesamten Körper zu verbreiten. Hervorgerufen wird diese Hormonstörung durch eine Über- oder Unterproduktion der Geschlechtshormone Östradiol, Testosteron (in geringeren Mengen auch im weiblichen Körper vorhanden) und Progesteron.

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So lassen sich die Hormonstörungen behandeln

Liegt eine Unterproduktion der oben genannten Hormone als Auslöser der Störung vor, wird entweder das fehlende Hormon selbst oder künstliche Hormone in Tablettenform dem Körper verabreicht, um den Mangel auszugleichen. Bei einer Überproduktion dieser Hormone müssen Ärzte die Produktion mit speziellen Medikamenten bremsen.

Allerdings lassen sich die Hormonschwankungen in einzelnen Fällen auch auf Tumore an inneren Organen zurückführen. Wenn Sie die Vermutung haben, dass ein gestörter Hormonhaushalt der Grund dafür ist, dass Sie nicht abnehmen, dann konsultieren Sie deshalb in jedem Fall Ihren Arzt, damit er die Ursachen abklären kann. 

3 Ernährungs-Tipps wie sich Hormonstörungen vermeiden lassen

Um eine Hormonstörung weitgehend ausschließen zu können, sollte Sie folgende Tipps beherzige und in Ihren täglichen Speiseplan integrieren.

  1. Gesunde Fette: Kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren sorgen nicht nur für die Produktion von Hormonen, sondern regen auch den Stoffwechsel an. Zu gesunden Fetten zählen Kokosöl, Oliven, Avocados und Lachs.
  2. Schlaffördernde Lebensmittel: Unsere Hormone nutzen die Zeit, in der wir schlafen, um sich zu regulieren. Schlafentzug senkt das appetitzügelnde Hormon Leptin und regt hingegen Ghrelin, das appetitmachende Hormon, an. Zu schlaffördernde Lebensmittel zählen Blattgemüse, Vollkorn und Mandeln.
  3. Komplexe Kohlenhydrate: Damit sind Lebensmittel gemeint, die dabei helfen, den Leptinlevel zu stabilisieren. Die Folge: Wir haben weniger Hunger und unsere Fettverbrennung steigt. Zu komplexen Kohlenhydraten zählen Vollkornprodukte, Gemüse und Quinoa.

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