RTL-Reporter berichten aus dem Schneechaos

"Am besten bleibt man zu Hause - oder macht maximal einen Winterspaziergang"

08. Februar 2021 - 9:13 Uhr

Im Video: RTL-Reporter vor Ort im Schneechaos

Das Schneechaos hat Deutschland im Griff – verschneite Straßen und Glatteis sorgten für Hunderte Unfälle, die Rettungskräfte sind ununterbrochen im Einsatz. Geräumte Straßen werden durch den starken Wind direkt wieder zugeweht, die Deutsche Bahn hat in Teilen Deutschlands ihren Fernverkehr eingestellt. Im Verlauf des Sonntags und Montags soll es sogar noch weitergehen. Unsere Reporter berichten aus den Schnee- und Eis-Hotspots in drei Bundesländern – im Video.

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Münster/Warendorf (Nordrhein-Westfalen)

30 Zentimeter hoher Schnee mitten in Warendorf – was morgens um sechs geräumt wurde, ist mittlerweile wieder zugeschneit. Im nahegelegenen Münster fahren keine Busse mehr, auch für Privatfahrzeuge gibt es fast kein Durchkommen. Auf den Autobahnen im Münsterland kam es nach Angaben der Verkehrszentrale NRW zu Staus und Verzögerungen - Autos konnten vielerorts nur sehr langsam fahren. Die Polizei in NRW zählte seit Samstagnachmittag 222 Unfälle aufgrund des Wetters, wie ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen sagte. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro.

Im Verlauf des Sonntags soll es so weitergehen – und der starke Wind sorgt zusätzlich für hohe Schneeverwehungen. "Da ist einiges runtergekommen und da kommt noch einiges runter", berichtet RTL-Reporter Carsten Lueb aus Warendorf. "Am besten bleibt man zu Hause - oder macht maximal einen Winterspaziergang", Doch Achtung – auch zu Fuß kann es schnell ungemütlich werden. Menschen in Münster sollten sich wegen des heftigen Wintereinbruchs vor Dachlawinen in Acht nehmen, hieß es von der Polizei.

Hameln (Niedersachsen)

In Hameln macht vor allem der Wind den Bürgern zu schaffen. Auch hier gilt die höchste Unwetter-Warnstufe, die Räumungs- und Rettungsdienste sind permanent im Einsatz. Doch durch den Wind werden die Straßen immer wieder mit Schnee zugeweht, und an einigen Stellen ist mit dem Auto gar kein Durchkommen mehr. "Die Polizei registriert zunehmend festgefahrene Autos", so RTL-Reporter Bastian Vollmer. Deshalb die eindringliche Warnung von Wetterdienst und Behörden: Lassen Sie wenn möglich das Auto stehen – und gehen Sie vielleicht zu Fuß zum Bäcker für die Sonntagsbrötchen. Wenn überhaupt nötig, sollten Autofahrer nur mit vollem Tank, Winterreifen und Decken zum Wärmen losfahren, hieß es von der Polizei.

Wernigerode (Sachsen-Anhalt)

Weiße Pracht auch in Wernigerode im Harz – doch als Ausflugsgelegenheit ins Winterwunderland sollte man dieses Wochenende nicht nutzen. Allein die Anfahrt ist schwierig, aber auch vor Ort im Harz sind die Wetterbedingungen alles andere als einladend. Vor allem die Größe der Schneeflocken mache Wernigerode zu schaffen, berichtet RTL-Reporter Thomas Präkelt vor Ort:"Die Schneeschaufel gibt den Ton an." Und auch hier soll es bis zum Sonntagabend noch munter weitergehen. Auf zahlreichen Straßen kam es zu Sperrungen, meist weil sich Autos oder Lastwagen wegen der Straßenverhältnisse quer stellten. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Lage sei angespannt, aber noch nicht prekär, sagte ein Sprecher im Lagezentrum des Innenministeriums.

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