Unterschätzte Gefahr aus der Tiefe

Nach tödlichem Badeunfall: Wie gefährlich sind Schlingpflanzen in unseren Seen?

27. Juli 2020 - 17:00 Uhr

Unterwassergras "Tausendblatt" reißt Rettungsschwimmer in den Tod

Das Unterwassergras "Tausendblatt" hat vor kurzem im Silbersee Hannover einem 40-jährigen DLRG-Retter das Leben gekostet. Er wollte nur einen 26-jährigen Schwimmer, der sich darin verheddert hatte, retten. Wie gefährlich die Wasserpflanze beim Baden werden kann, testet unser Reporter im Video.

Grüner Teppich unter Wasser

Das Unterwassergras Tausendblatt wächst in vielen deutschen Gewässern. Vor allem das gute Wetter im Frühjahr hat laut DLRG-Sprecher das Wachstum noch befeuert. Eigentlich ist die Pflanze völlig ungefährlich für den Menschen. Verheddert man sich aber in ihr und gerät dabei in Panik, kann sie trotzdem zur Gefahr werden. Besonders für Kinder oder unerfahrene Schwimmer. Die DLRG rät deshalb: Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten. Am besten solle man sich auf den Rücken legen und durch Schwimmbewegungen das Gras von den Armen oder Beinen lösen.

Todesursache bei Badeunfall: gesundheitliche Probleme

Beim Unfall in Hannovers Silbersee geht die DLRG davon aus, dass sich der 40-jährige Rettungsschwimmer aufgrund eines Schwächeanfalls oder gesundheitlichen Problemen nicht mehr rechtzeitig alleine von der Pflanze befreien konnte. Der Mann verstarb noch vor der Bergung im Wasser.