Alles für einen flachen Bauch – Ist eine Bauchdeckenstraffung sinnvoll?

Das sollten Sie über den Eingriff wissen.
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24. Oktober 2016 - 10:06 Uhr

Nach einer großen Gewichtsabnahme kann eine Bauchdeckenstraffung überschüssiges Fett entfernen.

Für schlaffe und hängende Haut am Bauch gibt es eine Lösung: die Bauchdeckenstraffung! Was genau dabei passiert und welche Kosten auf Sie zukommen würden, erklären wir hier.

Wie kommt es zu schlaffem Bindegewebe am Bauch?

Vor allem nach einem größeren Gewichtsverlust, starken Gewichtsschwankungen oder einer Schwangerschaft ist die Haut am Bauch stark geschädigt. Normalerweise kann sich die Haut durch ihre natürliche Elastizität an ein größeres Volumen des Bauchs anpassen. Da sie aber über viele Monate so stark ausgedehnt wurde, können die Bindegewebsfasern auch reißen. Dadurch entstehen bei einer Gewichtsabnahme die sogenannten "Schwangerschaftsstreifen". 

Was bei der Bauchdeckenstraffung passiert

Belastet einen die beschädigte Haut stark, kann man über eine Bauchdeckenstraffung nachdenken. Es gibt unterschiedliche Operationsmöglichkeiten, die davon abhängen, wie viel Fett und Hautüberschuss entfernt werden müssen.

Straffung des unteren Bauchs:

Wenn nur eine geringe Menge Fett entfernt werden muss, reicht ein Eingriff unterhalb des Bauchnabels aus. Hierbei wird der Nabel auch nicht versetzt.

Abdominoplastik (Bauchdeckenstraffung):

Wenn es sich um eine größere Menge Fett handelt, wird eine Abdominoplastik Operation durchgeführt. Diese besteht aus einer Kombination von Bauchdecken- und Bauchhautstraffung. In diesem Fall wird auch der Nabel versetzt. Nachdem die komplette Bauchdecke gestrafft wurde, wird der Nabel an der richtigen Stelle neu eingenäht.

Bei dieser Art der Operation kann auch eine sogenannte Rektusdiastasenraffung durchgeführt werden. Die Rektusdiastase bezeichnet das Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln, was durch eine Schwangerschaft oder starkes Übergewicht entstehen kann. Durch die Raffung wird die Stellung und Spannung der Bauchmuskeln und der Bauchwand korrigiert.

Generell dürfen Sie nach einem Eingriff bis zu sechs Wochen keinen Sport machen und nichts Schweres heben. Außerdem wird dazu geraten, etwa sechs Wochen ein Kompressionsmieder zur besseren Durchblutung zu tragen.

Was kostet eine Bauchdeckenstraffung?

Eine kleine chirurgische Bauchdeckenstraffung kostet etwa 3.000€. Handelt es sich um eine große chirurgische Bauchdeckenstraffung, kann Sie das bis zu 5.000€ kosten. Sie müssen außerdem jeweils noch die Krankenhauskosten miteinberechnen. Diese betragen bis zu 2.500€. Natürlich sind die Kosten immer individuell, abhängig davon, wie kompliziert ein Eingriff bei Ihnen sein wird.

Zahlt die Krankenkasse?

Eine Bauchstraffung gilt, genauso wie eine Brust-OP, als Schönheitsoperation. Diese bezahlen die Kassen in der Regel nicht.

Die Krankenkassen zahlen nur dann, wenn Sie vorweisen können, dass eine Operation unumgänglich ist. Das bedeutet: Eine Besserung durch Sport oder Ernährung ist nicht möglich. Oder es handelt sich um eine Krankheit.

Doch diese Wege sind sehr kompliziert und dauern Monate, manchmal sogar Jahre bis sie eventuell genehmigt werden. Denn selbst wenn Sie zu Depressionen aufgrund Ihrer Körperbeschaffenheit leiden, springt die Kasse als Zahlender nicht ein.

Sollten Sie sich für eine Operation entscheiden, ist es also wichtig, dass Sie das nötige Geld dazu haben!

Video: Yoga-Übungen für den Bauch

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