Die einen schaffen sich ein Haustier an, wenn sie sich einsam fühlen - die anderen sammeln Puppen:
,,Hi, Ich bin Jess und sammle lebensechte Puppen, und im Moment habe ich etwa 13 in meiner Sammlung.''
Während der Pandemie ist Jess bis zu 10 Stunden am Tag allein – das ist zu viel für sie und sie schafft sich die erste lebensechte Puppe an. Und aus einer wurden plötzlich sehr viele mehr:
,,Ich dachte, mein Limit wären fünf und dann zehn, und jetzt habe ich im Moment offensichtlich mehr als das. Da ich aber nicht viel Platz habe, versuche ich, wenn ich eine kaufe, eine andere zu verkaufen, damit ich immer ungefähr das gleiche Level habe. Aber manchmal stößt man einfach auf eine Puppe und verliebt sich in sie.''
In der Pandemie helfen ihr die Puppen vor die Tür zu kommen. Ihr Verlobter schafft ihr dafür sogar einen Kinderwagen an.
Insgesamt 7.000 Euro hat sie jetzt schon für ihr Hobby ausgeben. Doch die Puppen haben ihr nicht nur einen großen Social-Media Auftritt mit Hundertausenden Followern beschert, sondern auch eine neue Einnahmequelle: Sie stellt die Puppen mittlerweile selbst her!
,,Ich habe nicht vor, viel Geld damit zu verdienen. Ich mache nur ein paar davon pro Monat, vielleicht eine oder zwei. Und das liegt nur daran, dass ich einen Vollzeitjob habe, also kann ich sie nicht in Vollzeit herstellen. Aber es macht wirklich, wirklich Spaß und ich genieße es, kreativ zu sein. Es ist einfach eine Möglichkeit, sich kreativ auszudrücken, wirklich.''
Einen weiteren Vorteil hat ihr Hobby außerdem: Die perfekte Vorbereitung auf eine zukünftige Elternschaft:
„Mein Verlobter hatte noch nie eine Windel gewechselt oder ein Baby gehalten, bis ich ihm die Puppen zeigte. So ließ ich ihn eine davon wickeln, was sein Selbstvertrauen beim Wickeln und Halten eines echten Babys definitiv stärkte.“
Vielleicht sammelt sie dann bald Babys statt Puppen.