Nach Kritik um seine IBES-Teilnahme: Das erwartet Gil Ofarim im Dschungel
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Er stellt sich den Kameras, er geht in den Dschungel. Es gehört schon Mut dazu, denn der Name Gil Ofarim sorgt bei vielen Menschen im besten Fall für Kopfschütteln. Wir haben den Sänger gestern vor seiner Abreise nach Australien getroffen, denn wir wollen wissen: Warum will er wieder präsent sein, was verspricht er sich davon und was sagt er zu der Kritik, die jetzt schon von seinen zukünftigen Dschungel-Genossen kommt?
Ob er uns dieses Interview geben soll, hat sich Gil Ofarim lange überlegt. So wie schon bei vielen Interviews zuvor. Vielleicht aus Angst vor kritischen Fragen.
Am Ende trifft er sich mit uns im Restaurant Malo in Stuttgart, knapp eine Woche, bevor es für ihn nach Australien geht:
"Ich hab’ keine Ahnung. Wir kommen an, ich weiß, dann geht es noch ein paar Tage. Ich glaube, Jetlag ist das erste, was man ein bisschen angreifen sollte, und dann lasse ich das auf mich zukommen."
Aber, es ist jetzt schon klar: Nicht der Jetlag wird sein größtes Problem dort werden. Sondern die Konfrontation mit seinem erfundenen Antisemitismus-Vorfall vor etwas mehr als vier Jahren. Es ist der Tiefpunkt einer Karriere, die jetzt, durch den Dschungel, wieder an Fahrt gewinnen soll.
Er hätte ein Bilderbuchleben führen können: Als Sohn von Musik-Legende Abi Ofarim wächst Gil im Rampenlicht auf. Er singt, schauspielert, geht sogar mit BonJovi auf Tour. Irgendwann wird es ruhiger um den heute 43-Jährigen. Er bekommt zwei Kinder. Sie spielen eine entscheidende Rolle an seiner Dschungel-Teilnahme. Dazu später mehr.
2017 ein kurzes Comeback: An der Seite von Ekaterina Leonova gewinnt er die zehnte Staffel "Let´s Dance". Jetzt - mit dem Einzug ins Dschungelcamp - der Einstieg ins Realitybusiness:
"Das habe ich mir lange überlegt, zumal ich mit Reality nie irgendwelche Überschneidungen hatte. Im Gegenteil. Ich bin Musiker und Schauspieler. Und über mein Privatleben rede ich sowieso nicht gerne. Aber nochmal: Ich bin dabei. Ich freue mich. Bin gespannt. Bin aufgeregt."
Aufgeregt ist er sicher auch wegen der Schlagzeilen, die es rund um seine Dschungelteilnahme gibt. Im Internet häufen sich negative Kommentare, sogar von Boykott ist die Rede. Der Grund: 2021 beschuldigt Ofarim einen Hotelmitarbeiter in Leipzig des Antisemitismus. Der Fall landet vor Gericht. Später gibt Gil Ofarim zu: Er hat gelogen und sich den Vorfall nur ausgedacht.
Fragen dazu sind in unserem Interview gestern seitens des Managements verboten. Trotzdem klingt immer wieder durch, dass er den Dschungel auch zum Reinwaschen nutzen will:
"Ich werde mich nicht großartig verstellen. Deswegen, ich gehe da rein und bin einfach ich selber. Der Typ, der ich jeden Tag bin. Und ich würde mir wünschen, dass man feststellt, dass irgendwas nicht so ganz so stimmt mit dem Typen, der da ist und das, was über den Typen geschrieben steht. Das sind zwei verschiedene Dinge."
Mitte der Woche äußert sich Mit-Camperin Nicole Belstler-Böttcher in der BILD-Zeitung über Gil Ofarim. Es fallen Begriffe wie "Lügen" und "No-Go".
Hardy Krüger jr. sagt uns am Freitag: "Dieses Thema wird unweigerlich natürlich auch im Dschungel sicherlich diskutiert werden. Und da werde ich ihm dann schon meine Fragen stellen und da will ich einfach auch eine ehrliche Antwort."
Dabei wünscht sich der gebürtige Müncher von den anderen Mit-Campern nur eins: "Offen sein, respektvoller Umgang miteinander und ja."
Gil Ofarim will authentisch sein, betont er immer wieder in unserem Interview. Und das aus einem bestimmten Grund:
"Aber ich habe ein Ziel und mein großes Ziel ist es, zwei mir sehr wichtigen jungen Menschen wieder näher sein zu können. Und das werde ich, wenn alles gut geht, nach der Show machen. Und das ist alles, was ich dazu sagen kann."
Abseits der Kamera verrät er uns: Diese zwei jungen Menschen sind seine Kinder. Gemeinsam mit Ex-Frau Verena Brock hat er einen Sohn, zehn, und eine Tochter. Sie wird, während ihr Papa im Dschungel sitzt, neun Jahre alt. Die Kinder leben mittlerweile bei ihrer Mutter in München. Überraschend, denn eigentlich durfte sie ihre Kinder nach der Trennung lange nur unter Aufsicht sehen. Monatelang streitet das Ex-Paar vor Gericht über das Sorgerecht.
Auch Fragen dazu beantwortet Ofarim im Interview nicht. Mit seiner neuen Frau lebt er inzwischen in Baden-Württemberg. Auch, weil er sich die hohen Mieten in München nicht mehr leisten will - oder kann?! Der Dschungel soll wieder Geld in die Kasse spülen:
"Ich möchte als Musiker wieder unterwegs sein können und wieder Konzerte spielen, eine neue Platte aufnehmen. Und daran arbeite ich. Und wenn ich zurückkomme, werde ich das wieder sehr, sehr vertiefen."
Heute in vier Wochen wissen wir, wer den Titel "Dschungelkönig 2026" mit nach Hause nimmt. Ob er das Zeug zum Dschungelkönig hat, darüber will und kann Gil Ofarim aktuell noch nicht urteilen. Aber er hat eine ganz spezielle Hoffnung:
"Ich will nicht sagen, was ich, was mir wichtig ist oder was ich mir rausnehme, sondern was ich mir wünschen würde, ist, dass die Zuschauer den Typ, über den so viel geschrieben wird, der selber gar nicht so viel gesagt hat, jetzt 24 Stunden über 17 Tage, wenn ich Glück habe, zu sehen ist. Und dass sie sich dann ein eigenes Bild daraus machen können und nicht über das, was irgendwelche Leute schreiben."
Ob Gil Ofarim es wirklich schafft, die Gunst der Zuschauer zurückzuerobern und endlich wieder an seine frühen Erfolge anzuknüpfen, das seht ihr ab dem 23. Jnauar um 20.15 Uhr nei RTL und auf RTL+.


