Enkelin von russischen Soldaten verschleppt Kiras Schicksal zeigt die gesamte Grausamkeit des Krieges


Die 12-jährige Kira hat ihren Vater bei einem russischen Bombenangriff auf Mariupol verloren. Doch damit nicht genug. Ihr Großvater hat Angst, dass sie in ein russisches Waisenhaus kommen wird und er sie nie wieder sieht.

Es ist schwer zu begreifen. Das war Mariupol. Es ist noch nicht lange her, da kannten die Menschen hier noch Sicherheit und Freude. Das Mädchen in Rosa ist Kira Obedinska – lebensfroh, geliebt, 12 Jahre alt.
Das ist Kira nach der russischen Invasion. Verwaist, verletzt und allein – in einem von Russen kontrollierten Krankenhaus.
Russische Medien veröffentlichen dieses Video, das Kira in Donezk zeigt. Kira erzählt einen Teil ihrer Geschichte – und warum sie aus Mariupol geflohen ist.
„Es wurde viel geschossen. Und es wurden verschiedene Häuser getroffen. Unser Haus wurde auch getroffen. Es hat stark gewackelt.“
Kiras Vater – ehemaliger Kapitän der ukrainischen Wasserball-Nationalmannschaft – wird getötet. Russische Truppen hatten ihn aus der Ferne unter Beschuss genommen.
Als die 12-Jährige, zusammen mit einigen Nachbarn und der Freundin ihres Vaters, versucht, zu Fuß aus der Stadt zu fliehen, tritt jemand auf eine Mine. Auch Kira wird durch die Explosion verletzt.
Russische Soldaten bringen das Mädchen daraufhin ins Krankenhaus nach Donezk.
Oleksander Obedinsky, Kiras Großvater
"Ihre Mutter starb, als sie ein Baby war, jetzt hat sie ihren Vater sterben sehen, sie vermisst ihre verbliebene Familie und möchte zu ihnen zurückkehren."
Oleksander hat Angst, dass er seine Enkelin nie wieder sehen wird. Er sagt, dass ein Beamter der Seperatistenregierung in Donezk ihn am Telefon eingeladen habe, seine Enkelin abzuholen. Dieses Vorhaben ist wegen des Krieges jedoch unmöglich.
Im Gespräch wurde ihm ebenfalls gesagt, dass Kira möglicherweise in ein Waisenhaus nach Russland geschickt werde.
Oleksander Obedinsky, Kiras Großvater:
"Sie haben ihre Dokumente mitgenommen" // "Und sagten, sie würden ihr neue ausstellen, wenn sie sie nach Russland schicken."
Die Ukraine wirft der russischen Regierung vor, dass kriegsbedingt etwa 40.000 Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt worden seien.
Das Video in den russischen Medien zeigt eine Kira, die sich darüber freut, dass sie manchmal ihren Großvater anrufen darf.
„Ich habe ihn heute angerufen“ // „Ich werde ihn auch am Abend anrufen“
Russische Medien sehen das als Beweis, dass Kira nicht entführt wurde und reden von einem weiteren „ukrainischen Fake“.
Kira schickt ihrem Großvater außerdem auch Audionachrichten – wie diese:
„Weint nur nicht und regt euch nicht auf, okay?“
Doch ihre eigenen Tränen kann sie nicht zurückhalten.
„Ich muss irgendwie weinen. Ich habe euch so lange nicht mehr gesehen, dass ich weinen möchte.“
Die Stimme eines jungen Mädchens, das ihre Familie, ihr Zuhause und ihre Freiheit vorerst verloren hat.
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