Inspiration aus Finnland und Estland: Mit diesen Ideen fliegt Daniel Günther zurück nach SH
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Seit Montag (24. November) besucht er in Estland und Finnland Politiker und besondere Orte. Aber was nimmt Daniel Günther (CDU) von seiner Delegationsreise mit? Mit RTL spricht er unter anderem über neue Erkenntnisse zu Zivilschutz und Cyberattacken.
Kirsten von Keitz
„Und bevor es hier gleich losgeht von Helsinki aus Richtung Hamburg, wollen wir doch noch mal gemeinsam auf die Reise zurückschauen. Sie haben am Montag große Erwartungen gehabt. Sind die denn erfüllt worden?“
Daniel Günther
„Doch die Erwartungen sind sogar übertroffen, übertroffen worden. Das waren ganz wichtige Gespräche, die wir geführt haben, sowohl in Finnland, auf hochrangiger politischer Ebene, genauso in Estland auch. Und wir konnten wirklich alle Themen miteinander besprechen, die uns auch vorher wichtig waren Fragen der Digitalisierung, der Verteidigungsbereitschaft, auch der Zivilverteidigung, auch Resilienz all das stand ja für uns auch im Mittelpunkt. Und da haben wir viele Anknüpfungspunkte gefunden und auch weitere Termine verabredet.“
Kirsten von Keitz
„Resilienz ist ja auch so ein Thema, diese Bedrohungslage durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Die ist ja in den zwei Ländern ganz anders spürbar. Ich glaube, das haben wir alle so wahrgenommen. Politik, Bevölkerung, die gehen auch alle anders damit um. Müssen wir in Schleswig-Holstein, müssen wir in Deutschland unsere Sicht darauf verändern?“
Daniel Günther
„Also wir müssen auf jeden Fall unsere Sicht verändern. Natürlich ist das eine größere Herausforderung in einem Land wie Deutschland mit einem größeren Abstand auch zu manchen Konflikten. Aber wenn man das hier spürt, wie unmittelbar die russische Bedrohung ist, wie hier auch beim Thema Cyberattacken, bei denen bei der Frage Wie stellt, man sich in Sachen Drohnenabwehr auf, wie viel weiter man ist und wie viel mehr auch die Bevölkerung dabei mitwirkt, wie viel mehr auch die Bevölkerung bereit ist, sich dagegen zu verteidigen? Da haben wir, glaube ich, noch eine ganze Menge Arbeit in Deutschland zu tun. Auch bei uns in Schleswig-Holstein. Und deswegen hat sich der Besuch auch gelohnt, weil man vieles von dem natürlich jetzt auch in unser Land wieder zurückbringen kann.“
Kirsten von Keitz
„Gelassene Alarmbereitschaft hat es jemand in Finnland genannt.Das waren ja fünf sehr volle, sehr intensive Tage. Welche konkreten konkreten politischen Ziele oder gar Projekte nehmen Sie mit?“
Daniel Günther
„Wir haben in den unterschiedlichen Themen ja eine ganze Menge auch mitnehmen können. Das heißt, wir haben geschaut, wo können wir auch im Rüstungsbereich zusammenarbeiten? Wo haben wir in Schleswig-Holstein Unternehmen, die mit Unternehmen aus Estland und auch aus Finnland zusammenarbeiten können? Wir haben beim Thema Energieversorgung, das hat ja auch was mit Resilienz zu tun, eine Menge Anknüpfungspunkte gefunden. Da sind die Länder unterschiedlich weit. Da haben wir einen Vorsprung in Schleswig-Holstein. Deswegen auch ein gutes Gefühl, dass wir uns da nicht verstecken mussten. Undja, haben beim Thema Digitalisierung gerade in Estland gesehen , dass wir in Deutschland auch Vorreiter sind.“
Kirsten von Keitz
„Wenn Sie jetzt zurückschauen auf diese fünf Tage , was hat Sie am meisten beeindruckt politisch , aber auch menschlich?“
Daniel Günther
„Naja, die Wertschätzung, die uns entgegengebracht worden ist, schon, dass darauf geguckt wird , dass Deutschland wahrgenommen wird als ein Land , dass Finnland und Estland auch unterstützt , aber eben auch gerade die Punkte Bevölkerungsschutz in Finnland . Das zu erleben, wie viel Bunker es dort gibt, mit welcher Selbstverständlichkeit auch die Menschen auf so etwas eingestellt vorbereitet sind und mit wie viel Selbstverantwortung hier auch gearbeitet wird, all das sind schon Dinge, die nimmt man jetzt mit nach Schleswig-Holstein und hofft auch. Zumindest tue ich das, dass manches von dem vielleicht auch bei uns zu einer Veränderung im Land führen kann.“
Kirsten von Keitz
„Vielen Dank für das Gespräch und dann wünsche ich Ihnen, wünsche ich uns einen guten Flug.“
Daniel Günther
„Danke, das wünsche ich auch.“

