1999: Riesiger Ansturm zum verkaufsoffenen Sonntag bei Galeria Kaufhof in Berlin. Wenig später beginnen Kaufhof und auch Karstadt zu kriseln.
Im November 2018 fusionieren die angeschlagenen Warenhausketten, seit 2019 tragen sie den gemeinsamen Namen Galeria Karstadt Kaufhof.
Die Corona-Krise trifft Galeria 2020 hart. Das Unternehmen beantragt Staatshilfen, im April dann ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren und will sich sanieren. Zahlreiche Filialen sollen schließen, dafür Schulden verfallen.
Frank Kebekus, Insolvenzanwalt im Schutzschirmverfahren (am 02.09.2020):
"Das Unternehmen kann glaube ich da in eine gute Zukunft blicken. Und ich glaube, dass ist für die Gläubiger und für einen Großteil der Arbeitnehmer heute ein sehr guter Tag. "
Im Januar 2021 und 2022 erhält Galeria weitere Staatskredite. Macht insgesamt 680 Millionen vom Bund. Doch auch das reicht nicht. Im Oktober 2022 folgt die zweite Insolvenz im Schutzschirmverfahren.
Im März 2023 dann stimmen die Gläubiger dem nächsten Sanierungsplan zu. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz verkündet, dass weitere Filialen schließen.
Anrdt Geiwitz, Insolvenzverwalter (27.03.2023):
"Und damit jetzt die Galeria eine neue Zukunft hat und ich frohen Mutes bin und die Hoffnung habe, dass das Management den erfolgreichen Weg jetzt weitergeht und Galeria dauerhaft Bestand hat."
Nun aber strauchelt auch Galerias Mutterkonzern: Die Signa Holding vom österreichischen Investor Rene Benko. Der Konzern meldet im Januar dieses Jahres Insolvenz an. Für eine Sanierung von Galeria Kaufhof Karstadt fehlt nun wieder das Geld.