Der US-Präsident ist wieder abgereist, aber er hat Spuren hinterlassen in Davos. Zwar ist die Grönlandkrise vorerst beigelegt, die von Trump angedrohten Zölle sind vom Tisch.
Aber dennoch hat dieses Weltwirtschaftsforum gezeigt, die Weltordnung wie wir sie kennen steht auf dem Spiel. Auch die großen Institutionen NATO und UN.
Beim Rückflug in die USA feiert sich Trump für die Entschärfung der Grönlandkrise, obwohl er sie selbst verursacht hat. „Dieser Deal bringt viele Vorteile. Und vergessen Sie nicht: Er ist auch gut für Europa, denn wenn es uns gut geht, geht es auch ihnen gut."
Dass die amerikanische Flagge weiterhin nur am US-Konsulat in der Hauptstadt Nuuk und nicht über ganz Grönland weht, ist wohl auch ein Zeichen der Stärke Europas. "Es hat sich gezeigt, dass Geschlossenheit und Entschlossenheit auf der europäischen Seite durchaus etwas bewirken können", findet Bundeskanzler Friedrich Merz.
Aber auch wenn NATO-Generalsekretär Rutte maßgeblich an dem Grönlanddeal mit Trump beteiligt war, bestehen große Zweifel daran, dass die USA noch zu dem Nordatlantikbündnis stehen.