Einfach online das Abo abschließen, Karte vorzeigen und Zack, ab in den Saal. Ins Kino gehen könnte ja so einfach und verhältnismäßig günstig sein. „Cineville“ heißt die Kino-Flatrate. In den Niederlanden kommt die schon gut an. Bei der Berlinale im letzten Jahr haben sich dann mehrere Kinobetreiber zusammengeschlossen und das Modell jetzt nach Deutschland geholt.
„Es ist ein neues innovatives Modell - aus unserer Sicht - das praktisch auf Augenhöhe organisiert wurde. Das ist ja ein Zusammenschluss von unabhängigen Kinos“, sagt Jörg Fügmann, Besitzer des Kinos „Brotfabrik“ in Berlin.
Aktuell nehmen 26 Kinos in Berlin, Freiburg, Köln und Nürnberg teil. Abonnenten bekommen eine „Cineville“-Karte, die als Jahresabo 20 Euro im Monat kostet. Für kürzere Laufzeiten müssen Kinobesucher je nach Alter 22 Euro oder 24 Euro pro Monat bezahlen.
So erklärt Fügmann das neue Abo-Modell: „Du kannst in jeden Film gehen und du kannst auch zu Premieren gehen du kannst zu Retros gehen, du kannst alles besuchen. Also im Grunde ist das tatsächlich der freie Eintritt in allen teilnehmenden Kinos.“
Die Hoffnung der Betreiber: Wieder mehr Besucher vor die Leinwand locken. „Denn wir haben wie alle anderen Arthauskinos, Programmkinos schon Schwierigkeiten heutzutage unser Publikum noch zu erreichen“, sagt Fügmann, „wir sind keine Blockbuster für die irgendwie massiv geworden wird.“
Wer die sehen will, ist bei diesem Abo-Modell also falsch. Die großen Kinos haben oft ihre eigenen Abo-Modelle. Bei UCI kostet das zum Beispiel 23,40 Euro im Monat, bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr. Ab Oktober soll dann auch ein weiteres Abo-Modell folgen: „Cinfinity“ bietet das für nur 12,50 Euro im Monat an. Welche Kinos teilnehmen ist jedoch noch nicht bekannt.