Egal ob Linsen-Spätzle oder Gulasch: Dieser Roboter hat so einige Gerichte zur Auswahl. Was auf den ersten Blick so aussieht wie bei einem Fast-Food-Restaurant, ist tatsächlich die Cafeteria der Universitätsklinik in Tübingen.
"Durch den Fachkräftemangel wird es ja immer schwieriger auch Menschen zu finden, die in schwierigen Arbeitszeiten dann auch zur Verfügung stehen. Und deshalb haben wir hier eine tolle Ergäzung", sagt Renato Salvatore, CEO von Sodexo Deutschland, das sechs Cafeterien auf dem Uniklinik-Gelände betreibt.
Funktioniert ganz einfach: Der Gast wählt auf einem Display sein Gericht, dann machen sich die Roboterarme an die Arbeit: kochen, anrichten, verfeinern mit Toppings. Fertig in drei bis fünf Minuten. Die Gerichte sind hauptsächlich pflanzenbasiert. Pasta und Späzle gibt's für 6 Euro. Das teuerste Gericht Tandoori liegt bei 8,70 Euro.
Ganz ohne Personal geht es dann aber doch nicht: Morgens befüllen die Mitarbeiter das Gerät mit den rohen Zutaten.
"Wir haben selber momentan um die 100 verschiedene Rezepte, die auf unserem System drauf sind. Die werden auch sehr viel genutzt. Aber es kommen täglich neue dazu", Hendrik Susemihl, Gründer und CEO GoodBytz, dem Unternehmen, das den Roboter herstellt.
Und wie kommt es geschmacklich an?
"Eigentlich sehr gut", sagt eine Kundin. "Mir schmeckts richtig gut, richtig frisch. Das Gemüse ist knackig, aber es fehlen bisschen die Röstaromen", sagt ihr Begleiter. Eine andere Kundin freut sich für das Klinikpersonal: "Eine Mitarbeiterin hier hat mir erzählt, wenn sie Nachtdienst haben, können sie nachts um 4 Uhr runter. Der kocht, der meckert nicht, ich will einen Nachtzuschlag, der kocht einfach. Das finde ich super." Finden auch die Mitarbeiter, die spät Abends noch ganz einfach ein warmes Essen bekommen.