16 Jahre lang ist er GDL-Chef und scheut dabei keinen Konflikt. So gar keinen. Oft findet Weselsky dabei deutliche Worte: Er spricht offen von "Nieten", "Dummschwätzern" und "Vollpfosten" im Bahnvorstand. Unzählige Male legt er mit teils tagelangen Streiks ganz Deutschland lahm. Ganz zum Ärger der Reisenden.
Von den Streiks haben andere Unternehmen profitiert – wie diese Autovermietung, die Weselsky nicht nur scherzhaft zum Mitarbeiter des Monats kürt, sondern ihm jetzt so zum Ruhestand gratuliert.
Und auch wenn er den ein oder anderen oft genervt hat: Der GDL-Chef hat einiges erreicht, verzeichnet zuletzt im März Erfolge im Dauerstreit mit der Bahn. Mehr Lohn, weniger Wochenarbeitszeit und mehr Flexibilität für Lokführer.
"Ich habe viele Jahre versucht, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, was ja alles schief läuft. Es ist uns weitestgehend gelungen. Kein Mensch in diesem Land glaubt, dass die Verspätungen Schuld der GDL, Schuld der Lokführer, der Zugbegleiter oder gar der Fahrdienstleiter sind", sagt er.
Seinen Posten übernimmt jetzt sein Stellvertreter Mario Rieß. Also: Bye Bye Weselsky!