Der Landkreis Pfaffenhofen ist fast vollständig überflutet. Der Dauerregen - zu viel für die Ilm. Bei starken Strömungen geraten Einsatzkräfte bei den Evakuierungen selbst in Gefahr - in der Nacht kentert ein Schlauchboot mit vier ehrenamtlichen Feuerwehrmännern, einer überlebt den Einsatz nicht.
Landrat Pfaffenhofen Albert Gürtner: „Es war also jemand der seine Freizeit für die anderen für die Rettung von Menschen und Hab und Gut eingesetzt hat, und da tragischerweise sein Leben verloren hat.“
Auch im gut 20 Kilometer entfernten Schrobenhausen spitzt sich die Lage zu. Eine Anwohnerin und ein junger Feuerwehrmann werden derzeit vermisst. Mit diesen Wassermengen hat niemand gerechnet.
„Das Wasser kam in einem Schwall, da war man einfach machtlos.“
In Babenhausen sind am Nachmittag in dieser Eisdiele erste Folgen des Hochwassers sichtbar. Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck treffen bei ihrem Ortsbesuch auf den aufgelösten Besitzer.
„Wir denken positiv, dass wir bald Hilfe bekommen, es wär für uns eine gute Sache... Tschuldigung, stehen lassen, wir sind versichert, bis es ist so schlimm. „
„Sie werden das schaffen. Sie bekommen Hilfe. Wir lassen hier keinen alleine.“
Auch in Thüringen und Baden Württemberg hat der Dauerregen Flüsse übertreten lassen. In Zillbach zum Beispiel bahnt sich jetzt ein schlammiger Strom seinen Weg durch den Ort und verwüstet die Häuser der Anwohner.
Material Podelwitz:
„Ein bisschen was können wir retten, aber das meiste ist durch“
In Schwäbisch Gmünd spült in der Nacht eine Schlammlawine Bäume auf eine ICE-Strecke - ein Zug entgleist. 185 Fahrgäste müssen evakuiert werden. Verletzt wird niemand. Im 30 Kilometer entfernte Geislingen an der Steige steht das Wasser so hoch, wie noch nie. Die Folgen davon werden wie in den anderen Teilen Deutschlands erst sichtbar, wenn sich das Wasser zurückgezogen hat.