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Rosenheim

Rosenheim ist eine kreisfreie Stadt, die 1234 als Ansiedlung von Schiffsleuten gegründet wurde und mittlerweile die drittgrößte Stadt in Oberbayern ist.

Rosenheim picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Porträt der Stadt Rosenheim in Oberbayern

Rosenheim ist eine kreisfreie Stadt in Bayern. Sie befindet sich im Regierungsbezirk Oberbayern unweit von der österreichischen Grenze. Mit rund 63.400 Einwohnern ist sie nach München und Ingolstadt die drittgrößte Ortschaft in diesem Bezirk. Rosenheim wird vom gleichnamigen Landkreis umschlossen. Die Stadt liegt am Inn, einem Nebenfluss der Donau.

Rosenheim von der Gründung bis zum Stadtrecht

Rosenheim wurde im Jahr 1234 gegründet, als sich eine Reihe an Schiffsleuten am westlichen Ufer zu einer Siedlung zusammenschloss. 1328 wurde dem Ort das Marktrecht verliehen. Die Rosenheimer Schiffsmeister wurden in dieser Periode sehr reich. Diese positive Entwicklung resultierte aus der Tatsache, dass der Warentransport zwischen Hall in Tirol und Wien oder Budapest positive Auswirkungen auf den Handel mit sich brachte. Bis zum 15. Jahrhundert entwickelte sich Rosenheim zu einem der wichtigsten Märkte in Bayern und bekam schließlich 1864 von Ludwig II. das Stadtrecht verliehen.

Rosenheim in der Krise

Im 17. Jahrhundert veränderte sich die Situation in Rosenheim. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es einige Rückschläge in der Wirtschaft. Es wurden unter anderem deutlich weniger Innschifffahrten angeboten als in den Jahren zuvor. Im Jahr 1634 breitete sich eine Pestepidemie in der Stadt aus und forderte zahlreiche Opfer. Sieben Jahre später folgte ein Marktbrand.

Rosenheims Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit

Im 19. Jahrhundert ging es mit der Wirtschaft in Rosenheim wieder aufwärts. Die dritte Saline im Bundesland wurde erbaut und bescherte einer Vielzahl an Menschen einen Arbeitsplatz in der Salzproduktion. Ein weiterer bedeutender Punkt war der frühe Anschluss der Stadt an die Eisenbahn. Bereits im Jahr 1858 wurde der erste Bahnhof eingeweiht, der jedoch nicht gerade groß war und 1876 an seinen jetzigen Standort verlegt wurde. Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert konnte sich der Jugendstil als dominierender Baustil in Rosenheim durchsetzen. Außerdem entstanden im früheren 20. Jahrhundert mehrere Brauereien und Heilbäder. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Volkshochschule gegründet. Etwa 20 bis 25 Jahre später folgten das Kultur- und Kongresszentrum und das Hans-Klepper-Hallenbad. 2010 fand in Rosenheim eine Landesgartenschau statt.