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Coronavirus in Heinsberg

Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen war der erste schwer von der Coronavirus Pandemie 2019/20 betroffene deutsche Ort.

Coronavirus in Heinsberg dpa bildfunk

​Der Kreis Heinsberg war die erste Region in Nordrhein-Westfalen, in der im Zuge der durch das Coronavirus ausgelösten Infektionswelle viele Fälle des neuartigen Virus bestätigt wurden. Nach der Ausbreitung des Virus über eine Karnevalssitzung im Februar 2020 galt der Landkreis zudem als eine der am schwersten von der Lungenkrankheit betroffenen Regionen in der Bundesrepublik.

Die Coronavirus-Pandemie 2019/20

Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) begann im Dezember 2019 vermutlich mit der Übertragung von Tieren auf den Menschen. Als Ursprungsort gilt der Markt der chinesischen 11-Millionen-Metropole Wuhan, wo unter anderem Fische, Schlangen und andere Wildtiere verkauft werden.
Das Coronavirus breitete sich weltweit so flächendeckend aus, dass es am 11. März 2020 schließlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweite Pandemie eingestuft wurde. Zu den besonders betroffenen Ländern zählten neben China unter anderem Italien, Frankreich und die USA.

Coronavirus in Heinsberg: Erste Fälle und Ausbreitung

Das Coronavirus wurde in Nordrhein-Westfalen zum ersten Mal bei einem Ehepaar festgestellt, das am 15. Februar 2020, an einer Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg teilgenommen hatte. Daraufhin wurden bei allen Teilnehmern der Karnevalssitzung diverse Quarantänemaßnahmen ergriffen. Die Ausbreitung des Virus konnte allerdings nicht verhindert werden. Innerhalb der ersten vier Wochen wurden hier rund 750 Infizierte gemeldet, womit der Kreis Heinsberg in dieser Zeit die am schwersten betroffene Region Deutschlands war. Der Großteil der Infektionen in NRW in diesem Zeitraum trat zudem bei Personen auf, denen Kontakt zu Menschen aus Heinsberg nachgewiesen werden konnte.

Heinsberg leitet Quarantänemaßnahmen gegen Covid-19 ein

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzudämmen wurden im Kreis Heinsberg bereits nach den ersten bestätigten Fällen verschiedene Quarantänemaßnahmen eingeleitet. So wurden zunächst alle Teilnehmer der Karnevalssitzung in Gangelt und ihre Familien, insgesamt rund 600-700 Menschen, unter häusliche Quarantäne gestellt.
Ab dem 26. Februar 2020 blieben zudem Schulen und Kitas geschlossen. Nach und nach wurden Gerichte, Schwimmbäder und Bibliotheken geschlossen sowie Sportveranstaltungen wie Fußballspiele abgesagt. Wie in ganz Deutschland wurden auch in Heinsberg im März 2020 alle Bürger angehalten, ihre Wohnungen nur für notwendige Erledigungen zu verlassen.

Coronavirus in Heinsberg: Auswirkungen auf das Gesundheitssystem

Die schwere Betroffenheit durch das Coronavirus wirkte sich im Kreis Heinsberg besonders auf das Gesundheitssystem aus. Aufgrund einer drohenden Überlastung wendeten sich Ärzte in der Region am 3. März 2020 mit einem „Hilferuf“ an die Regierung und forderten medizinische Verstärkung an. Am 14. März 2020 bat der westlichste Kreis Deutschlands zudem bei der Bundeswehr um Nothilfe, da Kapazitäten fehlten, um die Menschen möglichst schnell auf das neuartige Virus testen zu können.

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