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Aktienkurse

Als Aktienkurse finden die Preisniveaus, zu denen Aktien gehandelt werden, Bezeichnung. Sie unterliegen einer Dynamik, die verschiedene Ursachen haben kann.

Aktienkurse picture alliance / dpa-tmn | Zacharie Scheurer

Der Handel mit Aktien ist für viele Menschen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was verbirgt sich zum Beispiel hinter dem in vielen Börsenmedien genannten Begriff Aktienkurs? Beim Aktienkurs handelt es sich um den Preis, zu dem eine bestimmte Aktie gehandelt wird. Nachfolgend wird kurz erläutert, wie Aktienkurse entstehen und was die Ursachen für das Auf beziehungsweise Ab der Märkte sind.

Wie entstehen Aktienkurse?

Aktien, das sind verbriefte Anteile, die einen Anteil eine Aktiengesellschaft darstellen, werden unter anderem an Börsen gehandelt. An diesen Börsen, die es auch in Deutschland gibt, gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage - die Preisbildung findet dort wie auf vielen anderen Märkten statt. Ist die Nachfrage nach einer bestimmten Aktie höher, dann steigt in aller Regel auch der Kurs. Fällt im Gegensatz dazu das Angebot weitaus größer aus als die Nachfrage, dann tendiert der Aktienkurs dazu, sich nach unten zu bewegen. Die Preisfindung einer Aktie geht heutzutage übrigens überwiegend über elektronische Handelsplattformen vonstatten.

Was sorgt für das Auf und Ab der Aktienkurse?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die Nachfrage oder das Angebot nach einer bestimmten Aktie fallen oder steigen kann. Um diesen Zusammenhang besser verstehen zu können, sollte erörtert werden, was die Motivationen sind, weshalb Anleger eine Aktie kaufen wollen oder weshalb sie sich von einem Wertpapier trennen möchten. Anleger erwerben zum Beispiel ein Papier, weil sie davon ausgehen, dass sich das zugrundeliegende Unternehmen im Hinblick auf die Gewinne gut entwickeln wird oder weil es eine attraktive Dividende ausschüttet. Verschlechtert sich die Situation des Unternehmens, tendieren Anleger in aller Regel dazu, die Aktie zu veräußern. Aber auch die Realisierung von Kursgewinnen ist eine Motivation, die zum Verkauf von Aktien veranlasst. Liquiditätsengpässe können natürlich ebenfalls dazu beitragen, dass Anleger ihre Aktienpositionen glattstellen, um kurzfristig an Geld zu kommen. Zu den wichtigen Ereignissen, die in der Vergangenheit zu fallenden Aktienkursen führten, gehören zum Beispiel der Schwarze Donnerstag im Jahr 1929, der Schwarze Montag 1987, das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, die Finanzkrise ab 2007 sowie die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020.