Wenn die Stimmung in der Halle kocht, muss Gerd Richter einen kühlen Kopf bewahren, sich mutig dazwischenwerfen, wenn es sein muss.
Und stets klare Ansagen machen: „Gentleman, ihr kennt die Regeln, hört auf meine Kommandos. Wenn ich Stopp sage, stoppt ihr. Kämpft hart und fair.“
So fängt jeder Kampf an. Wann er zu Ende ist, bestimmt Richter. Und das ist das Schwierigste an diesem Job: Den Kampf im richtigen Moment abzubrechen. Denn das gefällt nicht immer jedem.
„Der Referee hat immer eine Zielscheibe auf der Brust. Ich bin mit mir im Reinen. Muss auf die Gesundheit des Kämpfers achten.“
Ansonsten müssen eigentlich Ringrichter ständig kontrollieren: Den Käfig, die Kleidung, sind die Fingernägel ordentlich geschnitten und so weiter – außerdem bekommt jeder Athlet vor dem Kampf nochmal die Regeln erklärt.
Auch dieses Wochenende wird Richter beim Event in Ostrava wieder alle Hände voll zu tun haben. Ein Highlight aus deutscher Sicht wird der Kampf von Fedor Duric sein, der auf Lokalmatador Tomasch Mudruch trifft.