Ersatzhaut, Unfall, Hautverbrennung: Eine künstliche Ersatzhaut beschleunigt die Heilung
Im Sommerurlaub 2019 verbrüht sich die 15 Monate alte Marlene auf einem Campingplatz in Spanien schwer mit heißem Tee; rund 30 Prozent ihrer Haut sind betroffen, eigentlich wäre eine Hauttransplantation nötig. Ihre Eltern lassen sie nach der Erstbehandlung nach München fliegen, wo Verbrennungsspezialisten statt Transplantation eine neu entwickelte künstliche Ersatzhaut aus Milchsäure einsetzen, die wie ein dünnes Blatt Papier auf die Wunden gelegt wird, Schmerzen verringert, Infektionen abwehrt und die Heilung beschleunigt. Die „zweite Haut“ stammt von einem schwäbischen Familienunternehmen, das seit Jahren Brandopfer weltweit damit versorgt. Dank dieser Methode braucht Marlene keine Transplantation, hat weiche, relativ unauffällige Narben und kann sich voraussichtlich normal entwickeln, während ihre Eltern mit Hilfe von Therapie lernen, die Schuldgefühle zu verarbeiten und ihre Geschichte heute erzählen, um anderen Familien Mut zu machen.















