"Das ultimative Studenten-Nachtleben in Canterbury" so beschreibt sich der Nachtclub auf seiner Website, in dem sich die jungen Menschen, mit Meningokokken, dem Menigitis-Erreger, angesteckt haben. Passiert sein soll das Anfang März.
O-Ton
Christoph Specht
Arzt und Medizinjournalist
"13 sind erkrankt, elf davon schwer, zwei sind bereits gestorben und man muss leider befürchten, dass durch durchaus noch mehr erkranken. Wenn sie frühzeitig behandelt werden, dann ist das behandelbar und auch wieder heilbar."
Und deshalb verteilt die Gesundheitsbehörde nun Antibiotika an Clubgänger und ihre Kontaktpersonen. Insgesamt haben sie mehr als 16.000 Menschen angesprochen.
"Mein Freund war über Nacht im Krankenhaus und jetzt geht es ihm besser. Andere Leute sind schon seit einer Woche krank, und es ist einfach nicht schön."
"Ich finde es gut, dass sie etwas unternehmen, vor allem mit den Antibiotika, die ja allen angeboten werden und nicht nur einer ausgewählten Gruppe."
Dass gerade junge Menschen leicht an Meningitis erkranken ist bekannt, daher wird in Deutschland eine Impfung empfohlen, um genau solche Ausbrüche wie in England zu verhindern.
Christoph Specht
Arzt und Medizinjournalist
"Sie kommen immer wieder mal vor. Dass der jetzt so doch relativ massiv ist, ist selten. Aber wir hatten das auch in der Vergangenheit. Und genau darum geht es. Deswegen macht diese Impfung wirklich Sinn."
An der Universität Kent wurden jetzt alle Prüfungen abgesagt, bis die Behör-den den Meningitis-Ausbruch im Griff haben.