In der Nacht zu Sonntag konnte sich der 12 bis 15 Meter lange Wal bei steigendem Wasserstand zunächst selbst von einer Sandbank vor der kleinen Insel Walfisch in der Wismarbucht freischwimmen. Doch wenig später lag er erneut fest - ganz in der Nähe, an einer etwa zwei Meter tiefen Stelle. Scheinbar regungslos lag er am Sonntag dort, nur ab und zu stieß er eine Wasserfontäne in die Luft. Auch am Abend war die Lage unverändert. Die Experten hoffen, dass er sich vielleicht in der Dunkelheit in Bewegung setzt.
Ruhe soll helfen
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte, man wolle den Wal jetzt in Ruhe lassen - in der Hoffnung, dass er Kraft tankt, sich selbst befreit und den Weg aus der Ostsee heraus findet. Seine Rufe seien seit Samstag weniger geworden. «Es geht ihm schlecht», sagte der Minister. Die Behörden haben nach seinen Worten ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern rund um den Wal gezogen, in das kein Schiff oder Boot hineinfahren darf. «Die Polizei hat die Überwachung übernommen», sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich auf der Seebrücke.