Hornet verbindet Dating mit einem eigenen Nachrichten-Feed und Reise-Guides – ein Konzept, das sich deutlich von reinen Swipe-Apps unterscheidet. Wir zeigen, wie das in der Praxis funktioniert.
Hornet wurde 2011 von Christof Wittig und Sean Howell gegründet und positioniert sich als soziales Netzwerk für schwule, bisexuelle und queere Männer – nicht nur als Dating-App. 2016 übernahm Hornet die Reise-App Vespa (heute „Hornet Places“) sowie das LGBTQ+-Magazin Unicorn Booty, das seither die redaktionellen Inhalte der App liefert. Im Zuge dieser Übernahme kehrte Mitgründer Wittig als CEO zurück. Die App ist besonders stark in Frankreich, Russland, Brasilien, der Türkei und Taiwan vertreten.
Dieser Test zeigt, wie das standortbasierte Matching funktioniert, was die Premium-Mitgliedschaft kostet, was Hornet von Grindr unterscheidet – und für wen sich die Anmeldung lohnt.

Wie das Matching bei Hornet funktioniert
Hornet zeigt dir Männer sortiert nach Entfernung, ergänzt um Suchfilter nach Alter, Körpertyp und Beziehungswunsch. Aus Datenschutzgründen wird die angezeigte Entfernung durch ein Verschleierungsverfahren leicht ungenau dargestellt statt den exakten Standort preiszugeben; die Funktion lässt sich zusätzlich ganz deaktivieren. Profilfotos können als „privat“ markiert werden – andere Nutzer müssen erst Zugriff anfragen, bevor sie diese sehen können.
- Profil erstellen: Fotos, Bio, Beziehungswunsch
- Männer in der Nähe entdecken, Entfernung wird verschleiert angezeigt
- Private Fotos anfragen bei entsprechend markierten Profilen
- Feed und Hornet Places nutzen für Community-Inhalte und Reise-Guides
Die Erfolgschancen hängen stark vom Wohnort ab: In Großstädten wie Berlin, Köln oder Hamburg ist die Nutzerdichte deutlich höher als in ländlicheren Regionen.
Für wen ist Hornet geeignet?
Hornet richtet sich an schwule, bisexuelle und queere Männer, die Dating mit Community-Inhalten verbinden möchten – von Nachrichten über die LGBTQ+-Community bis zu Reise-Guides für andere Städte.
| ✅ Passend, wenn … | ❌ Eher nicht, wenn … |
|---|---|
| du als schwuler, bi oder queerer Mann Dating mit Community-Feed verbinden möchtest | du gezielt wissenschaftlich fundiertes Matching suchst |
| du gerne reist und in fremden Städten schnell Anschluss finden möchtest | du in einer ländlichen Region mit geringer Nutzerdichte lebst |
| dir Datenschutzfeatures wie verschleierte Standortangaben wichtig sind | du unbegrenzt Nachrichten ohne Premium-Mitgliedschaft schreiben möchtest |
Vorteile und Nachteile von Hornet
Vorteile
- ✔Community-Features (Feed, Hornet Places) gehen über reines Dating hinaus
- ✔Datenschutzbewusste Standortdarstellung mit Deaktivierungsoption
- ✔Starke internationale Reichweite, besonders praktisch auf Reisen
- ✔Kostenlose Grundnutzung möglich
Nachteile
- ✖Kein wissenschaftliches Matching-Verfahren
- ✖Nutzerberichte erwähnen wiederholt Fake-Profile und inaktive Accounts
- ✖Keine verpflichtende Identitätsprüfung aller Profile
- ✖Außerhalb der stärksten Märkte (Frankreich, Brasilien, Taiwan u. a.) dünnere Nutzerbasis
Die besten Alternativen zu Hornet
Wer eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Partnersuche unabhängig von der Community-Ausrichtung sucht, findet in den folgenden Anbietern eine passende Ergänzung:
Innerhalb der Gay-Dating-Szene selbst sind Grindr (größere Reichweite, weniger Community-Fokus) und Romeo (stärkerer Community-Charakter, Freundschafts-Modus) die bekanntesten direkten Alternativen zu Hornet.
Erfahrungen bei Hornet
Was Hornet gut macht
Die Kombination aus Dating und redaktionellem Feed (übernommen von Unicorn Booty) sowie Reise-Guides (Hornet Places, ehemals Vespa) hebt Hornet von reinen Hook-up-Apps ab. Die datenschutzbewusste Standortdarstellung mit Deaktivierungsoption ist ein durchdachtes, in der Branche nicht selbstverständliches Feature.
Wo Hornet an Grenzen stößt
Mehrere Nutzerberichte erwähnen wiederholt Fake-Profile und Accounts, die seit längerem inaktiv sind, ohne dass die App das klar kennzeichnet. Eine verpflichtende Identitätsprüfung aller Profile findet nicht statt. Außerhalb der stärksten internationalen Märkte kann die Nutzerdichte deutlich abnehmen.
Hornet Bewertungen und Tests
Ein Testurteil von Stiftung Warentest oder DISQ liegt für Hornet nicht vor. Belastbare, unabhängig verifizierte App-Store-Durchschnittswerte für den deutschen Markt ließen sich ebenfalls nicht einheitlich bestätigen.
Preise und Gebühren bei Hornet
Hornet funktioniert nach dem Freemium-Prinzip: Profil erstellen, den Feed durchsehen und Profile in der Nähe ansehen sind kostenlos. Eine Premium-Mitgliedschaft schaltet unter anderem unbegrenztes Nachrichtenschreiben und erweiterte Filter frei.
⚠️ Hinweis zu den Preisen: Konkrete, einheitliche Eurobeträge ließen sich unabhängig nicht zuverlässig bestätigen, da sie sich nach Region und Laufzeit unterscheiden. Prüfe die aktuell gültigen Preise direkt im Bestellprozess in der App.
Anmeldung bei Hornet
- App herunterladen für iOS oder Android, Mindestalter 18 Jahre
- Registrieren per E-Mail oder Social-Login
- Profil ausfüllen: Fotos, Bio, Beziehungswunsch
- Standortzugriff einstellen (inklusive Verschleierungsoption)
Die Anmeldung dauert wenige Minuten.
Gibt es eine Hornet App?

Ja, Hornet ist als App für iOS und Android verfügbar, jeweils kostenlos zum Download, sowie zusätzlich über die Website nutzbar.
Hornet kündigen
Eine Premium-Mitgliedschaft verlängert sich automatisch, wenn du nicht rechtzeitig kündigst. Kündige über denselben Kanal, über den du bezahlt hast.
Kündigung über iOS
- Einstellungen → dein Name (Apple-ID) → „Abonnements“
- Hornet auswählen und auf „Abonnement kündigen“ tippen
Kündigung über Google Play
- Google Play Store → Profilbild → „Zahlungen & Abos“ → „Abos“
- Hornet auswählen und auf „Kündigen“ tippen
⚠️ Wichtig: Eine Kündigung nur in der Hornet-App selbst reicht nicht aus, wenn du über einen App-Store bezahlt hast – das Abo läuft sonst weiter.
Unser Fazit zu Hornet
Hornet verbindet Dating mit echten Community-Inhalten – ein Konzept, das seit 2011 kontinuierlich ausgebaut wurde, unter anderem durch die Übernahme von Vespa und Unicorn Booty. Wer Dating mit Feed, Reise-Guides und LGBTQ+-Nachrichten verbinden möchte, findet hier eine solide Plattform. Wer strukturiertes, wissenschaftliches Matching sucht, wird enttäuscht.
- Gegründet 2011 von Christof Wittig und Sean Howell.
- 2016 Übernahme von Vespa (jetzt „Hornet Places“) und Unicorn Booty (Redaktion).
- 25–30 Millionen Nutzer weltweit, stark in Frankreich, Brasilien, Russland, Türkei und Taiwan.
- Standortbasiertes Matching mit Datenschutzfeature zur Standortverschleierung.
- Kostenlose Grundnutzung, Premium für unbegrenzte Nachrichten und erweiterte Filter.
Empfehlenswert für: schwule, bisexuelle und queere Männer, die Dating mit Community-Inhalten und Reise-Guides verbinden möchten.
Besser eine Alternative, wenn: du eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Partnersuche suchst – dann lohnt sich Parship. Für eine breitere sexpositive Community ist JoyClub eine Alternative.
Häufige Fragen zu Hornet
Hornet wurde 2011 von Christof Wittig und Sean Howell gegründet. 2016 übernahm das Unternehmen die Reise-App Vespa (heute Hornet Places) sowie das LGBTQ+-Magazin Unicorn Booty, im Zuge dessen Wittig als CEO zurückkehrte.
Hornet Places ist der Nachfolger der 2016 übernommenen Reise-App Vespa und bietet von und für die LGBTQ+-Community kuratierte Guides zu Orten und Veranstaltungen in verschiedenen Städten weltweit.
Hornet zeigt die Entfernung zu anderen Nutzern durch ein Verschleierungsverfahren leicht ungenau an, statt den exakten Standort preiszugeben. Nutzer können diese Anzeige zusätzlich vollständig deaktivieren.
Die Grundnutzung – Profil erstellen, Feed durchsehen und Profile in der Nähe ansehen – ist kostenlos. Eine Premium-Mitgliedschaft schaltet unter anderem unbegrenztes Nachrichtenschreiben frei.
Ja, Hornet ist als App für iOS und Android verfügbar, jeweils kostenlos zum Download, sowie zusätzlich über die Website nutzbar.
