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Der Miri-Clan

Der Miri-Clan ist in Bremen, Berlin und Essen ansässig. Der Clan weist mafiöse Strukturen auf und wird mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht.

Der Miri-Clan Ahmad Miri vor Gericht | RTL Interactive, privat

Der Miri-Clan, auch Miri-Familie genannt, ist eine aus dem Libanon stammende Großfamilie. Er zählt neben dem Abou-Chaker-, Al-Zein- und Remmo-Clan zu Deutschlands einflussreichsten Clans der organisierten Kriminalität. Die ersten Mitglieder des Miri-Clans kamen schätzungsweise in den 1980er infolge des Libanon-Kriegs nach Deutschland. Die Clan-Mitglieder sind nicht zwangsläufig miteinander verwandt. Vielmehr identifizieren sie sich über ihren gemeinsamen Nachnamen, der nach der Einreise in den Libanon frei gewählt und beibehalten wurde.

Der Miri-Clan: Mitglieder und organisierte Kriminalität

Der Miri-Clan steht mit organisierter Kriminalität in Verbindung. Darunter fallen Drogenhandel, Diebstahl und Hehlerei. Dem Miri-Clan werden geschätzt 30 Familien mit rund 3.000 Personen zugeordnet. Die Familienmitglieder leben vorwiegend in Bremen, im Ruhrgebiet und in Berlin. Ca. 1.800 Personen des Clans, aber knapp über die Hälfte, sollen bereits straffällig geworden sein. Zum Dorgenhandel, Körperverletzung und Betrug kommen Aktivitäten im Rotlichtmilieu und der Handel mit illegalen Medikamenten. Darüber hinaus werden dem Clan enge Kontakte zum verbotenen Bremer Motorradclub „Mongols MC“ unterstellt.

Clan-Chef Ibrahim Miri kam nach Abschiebung erneut illegal nach Deutschland

Ibrahim Miri, der Boss des Miri-Clans wurde Ende 2019 zum zweiten Mal in den Libanon abgeschoben. Ibrahim Miri ist für rund 150 Straftaten verantwortlich und wurde unter anderem wegen Raub, Diebstahl und Drogenhandel verurteilt. Ende Oktober 2019 tauchte er nach seiner Abschiebung wieder in Bremen auf, stellte einen Asylantrag und wurde festgenommen. Ibrahim Miris illegale Rückkehr sorgte bundesweit für Aufsehen. Der Asylantrag wurde abgelehnt, woraufhin Ibrahim Miri wochenlang in Abschiebehaft saß. Mit einer Klage wollte Ibrahim Miri die erneute Abschiebung verhindern, scheiterte jedoch und wurde erneut abgeschoben.

Der Fall löste deutschlandweite Diskussionen über die vorherrschenden Abschiebungsmaßnahmen aus.

Ahmad „Patron“ Miri wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetzt vor Gericht

Im September 2019 wurde Ahmad Miri, der sich selbst „Patron“ nennt, wegen einem Verstoß gegen Meldeauflage verhaftet, kam jedoch einen Tag später wieder frei. Nur kurze Zeit später, im Januar 2020 stand Ahmad Miri aufgrund eines erneuten Verstoßes, wegen zweifacher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vor Gericht. Angeblich soll er die Ex-Frau eines befreundeten Rappers mit dem Knüppel geschlagen haben. Außerdem soll Ahmad Miri an Silvester 2018 auf offener Straße mit einer Pistole geschossen und im Februar 2019 einen Shishabar-Gast beschimpft und geschlagen haben.

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