Zehn spannende Fakten rund um Schnee

Wie riecht Schnee? RTL macht den großen Mythen-Check

4 spannende Fakten über Schnee Die kennen Sie bestimmt noch nicht
01:21 min
Die kennen Sie bestimmt noch nicht
4 spannende Fakten über Schnee

5 weitere Videos

von Janique Johnson

Der Winter hat viele Duftnoten: Zimt, Orange, Lebkuchen und Co. Viele Menschen glauben sogar, dass sie den Duft von Schnee riechen können. Doch was ist dran – haben Schneeflocken wirklich einen Geruch? Wir gehen der Frage nach und haben mal ein paar Fakten zusammengefasst, die vielleicht nicht so bekannt sind über den Schnee.

Weit verbreiteter Glaube an riechenden Schnee

Ein sonniger Tag im verschneiten Rottenburg Ende 2022.
Hat Schnee wirklich einen Geruch?
www.imago-images.de, IMAGO/Eibner, IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

Eines sollten wir voranstellen: Da Schnee aus Wasser besteht und das keinen Geruch hat, kann Schnee eigentlich auch nicht riechen. Trotzdem ist der Glaube verbreitet, dass Schneeflocken eine eigene Duftnote haben. Allerdings gibt es für riechenden Schnee meist eine Erklärung.

Ein Geruch nach Tanne

20.11.2022, Thüringen, Sachsenbrunn: Ein Fichtenzweig ist mit Schnee bedeckt. Teile des Thüringer Walds sind mit Schnee und Frost bedeckt. Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schnee kann den Geruch von Nadelhölzern aufnehmen.
nic, dpa, Daniel Vogl
  • Der Geruchssinn des Menschen ist im Winter etwas reduziert. Da Schneeflocken Staubpartikel oder andere Düfte beim Fallen aufnehmen, ist die Luft recht rein und wir nehmen bestimmte Gerüche eher wahr.
  • Gerüche, die von Nadelbäumen beispielsweise abgesondert werden, nehmen wir trotzdem gut wahr. So kann es sein, dass es beim Schneefall nach Tannen riecht.
Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Schnee verhindert Gerüche

  • Wenn Schnee fällt, wird dadurch die Luft gereinigt, genau wie bei Regen. Bei Regen liegt oft ein typischer Geruch in der Luft, der durch die aufgewirbelte Luft am Boden entsteht. Im Gegensatz zu Regen fällt Schnee ruhiger und bleibt auch mal auf der Erde liegen. Dadurch wird sogar verhindert, dass Geruchspartikel aufsteigen können.

Wonach Schnee riecht

Ein Schneekristall, auch Schneeflocke genannt, liegt auf dem Boden im frisch gefallenen Schnee.
Ein Schneekristall, auch Schneeflocke genannt, liegt auf dem Boden im frisch gefallenen Schnee.
ppl nic vco, dpa, Patrick Pleul
  • Es kann gut sein, dass der Geruch, den wir wahrnehmen, nicht der Schnee selbst, sondern zum Beispiel die kalte, klare, reine Luft ist, die mit dem Schneefall einhergehen kann. Die reine Luft riecht nach Nichts, und da unsere Nase diesen frischen Duft von Nichts selten erlebt, wird er stärker empfunden.

Die Farbe von Schnee ist nicht zwangsläufig weiß

ATA, 2008: Durch Schneealgen rot und gruen gefaerbter Gletscher am Errera Kanal. [en] Snow algae coloring glacier at Errera Channel. | ATA, 2008: Snow algae coloring glacier at Errera Channel.
Blutschnee: Die Schneealge färbt den Schnee in grün oder rot.
  • Der Begriff Blutschnee ist weit verbreitet, aber anders als der Name vermittelt, hat er nichts mit der Flüssigkeit in unserem Körper zu tun. Vielmehr sind es die Schneealgen, die den Schnee in rot oder grün tünchen. Außerdem tragen Winde aus dem Süden gerne mal Saharastaub aus Afrika zu uns, der dann von den Schneeflocken aufgefangen und Richtung Boden gezogen werden. Selbes passiert auch mit Regen. Dabei sind Blutschnee oder Blutregen dann meiste eher gelb oder orange.

Schnee kann blind machen

dpatopbilder - 17.01.2023, Hessen, Schmitten: Vom strahlend blauen Himmel scheint die Sonne auf die kleinen Äste auf dem Großen Feldberg im Taunus, die durch Raureif und Schnee bedeckt sind. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schnee reflektiert Sonnenstrahlen. Diese können dann die Hornhaut der Augen schädigen.
fru alf, dpa, Frank Rumpenhorst
  • Durch die weiße Farbe von Schnee, wird viel Sonnenlicht reflektiert. Die Sonnenstrahlen werden vom Boden zusätzlich abgelenkt und treffen auf die Hornhaut. Ohne Schutz schädigen diese die Hornhaut, so dass eine Sehschädigung eintreten kann. Sollte die Hornhaut dadurch schwerer verletzt werden, kann dies zu einer dauerhaften Sehbehinderung führen.

Keine Schneeflocke wie jede andere?

  • Eine Schneeflocke sieht mit ihren sechs Strahlen im Grunde immer gleich aus. Doch wenn man genauer drauf schaut, können Unterschiede festgestellt werden. Das liegt daran, dass ein Eiskristall aus 100 Trillionen Wassermolekülen besteht, die sich auf unterschiedlichste Weise aneinander hängen. So ist es zwar sehr unwahrscheinlich, dass ein Eiskristall dieselbe Struktur hat, wie ein anderer, aber eben nicht ausgeschlossen. Mehrere Eiskristalle binden sich dann zusammen und bilden eine Schneeflocke. Das mindert natürlich zusätzlich die Chance, dass sich Schneeflocken ähneln.

Schlittschuh fahren wir auf Wasser und nicht auf dem Eis

 Gefrorene Krumme Lanke in Berlin 2002 Berlin, Deutschland - 18. Dezember 2022: Menschen fahren an einem Sonntag Schlittschuh, spielen Eishockey oder rutschen auf der seit gestern zugefrorenen Krummen Lanke See im Bezirk Zehlendorf bei Temperaturen v
Beim Schlittschuhfahren gleiten wir auf einer dünnen Wasserschicht auf dem Eis.
www.imago-images.de, IMAGO/Christian Ender
  • Wenn man es genau nimmt, fahren wir mit den Schlittschuhen auf dem Wasser. Keine Sorge, wir sprechen nicht von Jesus, der auf dem Wasser wandert, aber auf dem Eis liegt immer noch eine dünne Wasserschicht, auf der wir gleiten.

Dickste Schneeflocken

  • Schneeflocken setzen sich aus mehreren Eiskristallen zusammen und sind normalerweise rund 4 Millimeter groß. Es gibt aber Berichte, in denen die Rede von bis zu 20 Zentimeter großen Schneeflocken die Rede ist. Die größte Schneeflocke wird im Guinessbuch der Rekorde mit Sage und Schreibe 38 Zentimetern verzeichnet. Diese wurde im Jahr 1887 im amerikanischen Montana gefunden. Wie genau die Angaben seinerzeit waren, bleibt allerdings mal dahingestellt.

Leise rieselt der Schnee... wirklich?

Auch im Winter: Workouts im Freien "wirken Depressionen entgegen"
Schnee dämpft Geräusche.
Blazej Lyjak/Shutterstock.com, SpotOn
  • Zwar sind die Töne auf einer Frequenz, die wir Menschen kaum wahrnehmen, aber trotzdem geben Schneeflocken einen Ton ab, wenn sie auf Wasser fallen. Diese Geräusche liegen aber in einem Bereich von 50 bis 200 Kilohertz und sind damit für uns nicht zu hören.
  • Auf der anderen Seite schluckt Schnee aber auch Geräusche. Die Luft zwischen Eiskristallen fängt den Schall auf, so dass Geräusche gedämpft werden. Keine gute Sache bei Hilferufen.

Schneefall dank Verschmutzung

  • Staubteilchen in der Atmosphäre sorgen eigentlich erst dafür, dass sich Schneeflocken bilden können. Feine Wassertropfen setzen sich bei einer bestimmten Gradzahl (-12 Grad) in den Wolken an Staubpartikel oder auch Bakterien und gefrieren an ihnen. Sobald sie schwer genug sind, fallen sie dann zur Erde.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(jjo)