'Smartphone Pinky': Finger-Verformung durch starke Handy-Nutzung

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22. August 2016 - 13:56 Uhr

Smartphone-Nutzung: Dauernde Belastung kann zu Finger-Verformung führen

Dass zu häufige Handynutzung schlecht für die Gesundheit ist, wissen wir ja bereits. Aber DAS? Unter dem Hashtag 'Smartphone Pinky' teilen gerade tausende Twitter-User Fotos von Verformungen ihres kleinen Fingers – angeblich verursacht durch eine zu exzessive Smartphone-Nutzung. Kann das wirklich sein?

Fest steht: Ein Leben ohne Handy ist heute kaum noch vorstellbar! Ob das Checken der Bahnverbindung am Morgen, die Essens-Bestellung am Mittag oder die Abendplanung über Whatsapp – ohne das Smartphone geht nichts. Und an einem Tag kommt so einiges zusammen: Wie eine Studie der Universität Bonn ergab, unterbrechen wir rund alle 18 Minuten unsere Tätigkeit, um zum Smartphone zu greifen. Das summiert sich schnell auf 53 Handy-Zugriffe am Tag – und damit 53 Belastungen unseres kleinen Finger, der in den USA übrigens umgangssprachlich 'Pinky' genannt wird.

Japanischer Mobilfunkbetreiber warnt vor Smartphone-Finger

Während es nach wie vor unklar ist, ob die elektromagnetische Strahlung eines Handys einen negativen Effekt auf unsere Gesundheit hat, wollen die Twitter-User zumindest eine Auswirkung von Mobilfunkgeräten auf unseren Körper entdeckt haben: den Smartphone-Finger. Erkennbar an einer sichtbaren Delle am kleinen Finger. Ein Japanischer Mobilfunkbetreiber warnt jetzt in sozialen Medien davor, das Smartphone unten mit dem kleinen Finger zu stützen. Denn genau das soll die Ursache für den 'Smartphone Pinky' sein.

Auch Martin Langer, Leiter der Handchirurgie an der Uniklinik Münster, bestätigt gegenüber der 'Huffington Post', dass eine dauernde Belastung des Fingers zu einer Verformung führen kann. Allerdings sei dafür eine stundenlange Fehlhaltung nötig. Der Experte führt die zahlreichen 'Smartphone Pinky'-Fotos daher größtenteils auf natürlichen Fehlbildung zurück, die durchaus häufig vorkommt.