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Tatjana Clasing aka "Simone Steinkamp" im Interview:

06.08.12
AWZ: Interview mit Tatjana ClasingTatjana Clasing im Gespräch mit Horst Stellmacher vom EXPRESS KÖLN
Foto: RTL / Jovan Evermann

"Soap-Biester haben meist eine sehr lange Lebenszeit"

Tatjana Clasing (48) ist aus dem allabendlichen TV-Programm bei RTL nicht mehr wegzudenken. Sie spielt in der Serie „Alles was zählt“ die Simone Steinkamp, die Tatjana selbst als das „Soap-Biest“ von AWZ bezeichnet. Warum sie der Meinung ist, dass „Soap-Biester“ eine längere Lebenszeit haben und wieso die Schauspielerin auch nach 25 jahren Beziehung nicht heiraten will, erzählt Tatjana im EXPRESS-Sonntag-Talk mit Horst Stellmacher.

Neben deiner Arbeit am Set von „Alles was zählt“, sieht man dich auch in der einen oder anderen Rolle. AWZ wird täglich produziert! Wie schaffst du es, auch noch andere Projekte wahr zu nehmen?
Tatjana:Ich habe da Glück. Wenn ich was anderes machen kann und das früh genug anmelde, wird mir die Zeit dafür freigeschaufelt. Wenn ich woanders arbeiten kann, werde ich in der Serie ins Gefängnis gesteckt und bin so frei für andere Dinge. Ich wurde daher schon verknackt, weil ich die Geliebte meines Mannes angefahren oder auch einen Arzt drogenabhängig gemacht habe.

Für Schauspieler sind Soaps eine sichere Existenz. Trotzdem kann es aus den verschiedensten Gründen passieren, dass man „rausgeschrieben“ wird. Wie gehst du damit um?
Das wurde mir bislang noch nicht signalisiert. Es wäre sicher ein komisches Gefühl, wenn jemand käme und sagte: ‚Pass mal auf Tatjana, wir haben uns vorgestellt, dass DU zur Abwechslung mal überfahren wirst. Und dass du das nicht überlebst.‘ Aber Soap-Biester haben meist eine sehr lange Lebenszeit, die verschwinden nicht so schnell …

Du warst von 2001 bis 2005 als Freundin von Kommissar Palu im Saarbrücker „Tatort“ zu sehen, musstest allerding mit ihm ausscheiden, als ein neues Team kam. Wie ist es, wenn man als Serienfigur vom Bildschirm verschwindet?
Ich habe mir früh abgewöhnt, über eine verschwundene Rolle zu trauern. Es gibt auch im Theater immer die letzte Vorstellung, das letzte Mal im Leben die Rolle, die ich über Jahre hinweg gespielt habe. Außerdem hatte ich beim „Tatort“ nie das Gefühl, ganz oben mitgespielt zu haben und dann zurück gefallen zu sein. Wenn man von dem Beruf, den man liebt, leben kann, und Sachen macht, die einem Spaß machen, ist das doch schön.

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"Ich wollte meinen Verlobungsring versetzen"

Dein Lebensgefährte arbeitet als Regisseur an mehreren Theatern in Deutschland. Hast du schon mal mit ihm zusammengearbeitet?
Ja, denn wir verstehen uns bei der Arbeit gut und schlagen uns nicht die Köpfe ein. Ich bin schon mal bei ihm eingesprungen, weil jemand ausgefallen war. Es ist aber ein schwieriger Vorgang. Wenn man als Regiegast in ein festes Ensemble kommt und die eigene Frau mitbringt, kann das doch ein Geschmäckle haben.

Du bist seit 25 Jahren "in festen Händen", aber nicht verheiratet. Noch nie darüber nachgedacht?
Es ist so lange ohne Trauschein gut gegangen, da habe ich Schiss, dass wir heiraten und ein halbes Jahr später alles vorbei ist. Das habe ich schon oft gehört und verstehe das als Warnung. Und außerdem: Wir standen wirklich schon mal ganz kurz davor, hatten sogar schon die Ringe. Und dann kam es zu einem Riesenkrach und beinahe zur Trennung.

Und was geschah mit den Ringen?
Ich wollte meinen versetzen, er hat seinen vorsichtshalber verloren. Erst jetzt, beim Umzug, haben wir einen wiedergefunden – er war in einem Nähkästchen unter den Sicherheitsnadeln verborgen, es war der meines Mannes. Mal sehen, wann wir meinen wiederfinden.

Quelle: EXPRESS KÖLN

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