Wurde Nico (2) vom Stiefvater getötet?
26.01.12
Der Großvater erhebt nach dem Tod des kleinen Nico aus Hummendorf schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt.Staatsanwalt ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolge
Schrecklicher Verdacht gegen den Stiefvater des zweijährigen Nico: Hat er den Jungen so brutal misshandelt, dass er starb? Andreas S. ist mit dem Kind im fränkischen Hummendorf allein zu Hause, als es zu den tödlichen Verletzungen kommt. Er ruft den Notarzt, behauptet, das Kind sei "aus Versehen die Treppe heruntergefallen". Der Arzt kann nur noch den Tod feststellen.
Die Obduktion ergibt: Der Kleine starb an einem Hirntrauma mit Hirnblutung. An der Darstellung des Stiefvaters gibt es große Zweifel, denn der 25-Jährige verwickelt sich bei der Vernehmung in Widersprüche. Der Mann sitzt seit Anfang der Woche in Untersuchungshaft. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen wir davon aus, dass der Lebensgefährte der Kindsmutter für den Tod verantwortlich ist", so der Coburger Oberstaatsanwalt Anton Lohneis.
Die Obduktion ergibt: Der Kleine starb an einem Hirntrauma mit Hirnblutung. An der Darstellung des Stiefvaters gibt es große Zweifel, denn der 25-Jährige verwickelt sich bei der Vernehmung in Widersprüche. Der Mann sitzt seit Anfang der Woche in Untersuchungshaft. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen wir davon aus, dass der Lebensgefährte der Kindsmutter für den Tod verantwortlich ist", so der Coburger Oberstaatsanwalt Anton Lohneis.
"Die Ärzte haben gesagt: Das ist kein Unfall"
Offenbar war bekannt, dass S. den kleinen Nico quälte. Rainer Bettermann, der Großvater des Jungen sagt: "Ich habe immer Angst um ihn gehabt, immer." Er macht seiner Tochter Jasmin, die zum Zeitpunkt des schrecklichen Geschehens bei einer Freundin zu Besuch war, große Vorwürfe. Sie sei überfordert gewesen, der Stiefvater soll oft betrunken und dann aggressiv gewesen sein. Immer wieder habe der Opa bei Nico Verletzungen entdeckt und diese einem Arzt gezeigt. "Die linke Handfläche war verbrannt und da haben die Ärzte sofort gesagt, das ist kein Unfall, das ist herbeigeführt. Die Ärzte sind sofort darauf angesprungen und haben gleich das Jugendamt verständigt", schildert Bettermann.Das Jugendamt unternahm – nichts! "Es gab aufgrund eines Hinweises Hausbesuche, Überprüfungen und Hilfsangebote seitens des Jugendamtes. Weitergehende Maßnahmen waren nicht veranlasst", heißt es in einer lapidaren Stellungnahme.
Die Behörden hätten entschiedener einschreiten müssen, meint der Opa. Jetzt ist es zu spät. Das Kind ist tot, die Mutter in einer psychiatrischen Klinik und Andreas S. in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.
















