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Wieviel Geld macht Menschen glücklich?

08.09.10
Macht Geld glücklich?
Foto: MEV

Forscher finden Grenzwert heraus

Immer wieder hört man den Satz: Geld macht glücklich. Doch stimmt das wirklich? Wissenschafter der Princeton Universität im US-Bundesstaat New Jersey haben die Verbindung zwischen dem Einkommen und dem Glücksempfinden untersucht. Ergebnis: Geld macht glücklich. Aber nur bis zu einem Einkommen von 75.000 Dollar, etwa 60.000 Euro sind das Optimum.

Über diesem Wert stellten der Psychologe und Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahnemann und der Ökonom Angus Deaton keine Steigerung des persönlichen emotionalen Glücksempfindens mehr fest. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und das emotionale Wohlbefinden steigen zunächst konstant an, sagen die Forscher. Wer mehr verdient, ist zwar auch noch zufriedener mit seinem Leben, empfindet aber weder mehr Glück noch weniger Stress.

Bei der Studie befragten die Forscher Menschen nach ihren alltäglichen Erfahrungen und Gefühlen. Mehr als 450.000 Fragebögen wurden ausgewertet, die US-Bürger in den Jahren 2008 und 2009 beantwortet hatten.

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Zu geringes Einkommen macht unglücklich

Neben der Erkenntnis, dass zu viel Geld auch nicht glücklicher macht, bestätigten die Wissenschaftler in ihrer Studie, dass zu wenig Geld unglücklich macht. "Ein geringes Einkommen verschärft den emotionalen Schmerz, der Unglücke wie Scheidung, Krankheit oder Einsamkeit begleitet", stellten die beiden Forscher fest.

Die Schlussfolgerung Kahnemanns und Deatons ist, "dass Geld Lebenszufriedenheit kauft, aber kein Glück". Die Studie zeige allerdings nicht, dass wohlhabende Menschen mit einer Steigerung ihres Einkommens nicht glücklich wären. Sie zeige nur, dass von dieser Einkommensgrenze an das emotionale Wohlbefinden durch andere Faktoren der Lebensumstände beeinflusst werde, sagten die Wissenschaftler.

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