Wahltrend: CDU stürzt ab, aber Merkel nicht
23.05.12
Kanzlerin Merkel: Überwiegt die Freude über den eigenen Zuspruch oder der Ärger über die Verluste der CDU?Foto: dpa bildfunk
Forsa-Umfrage: Kanzlerin stabil
Nach dem Wahldebakel in NRW sieht es für die CDU auch auf Bundesebene düster aus: Im aktuellen Wahltrend von RTL und 'stern' rutscht die Union auf 31 Prozent ab – ein Minus von vier Prozentpunkten. Erstaunlich: Die CDU-Chefin belastet das nicht, die Werte von Kanzlerin Angela Merkel bleiben gut.
Für die CDU ist es der schlechteste Wert in der Forsa-Umfrage seit Oktober 2011. Im Februar hatte sie sogar bei 38 Prozent gelegen. Forsa-Chef Manfred Güllner führt die Einbußen der Union direkt auf das schlechte Abschneiden der CDU in Nordrhein-Westfalen zurück. "Das Wahldesaster hat viele Unions-Anhänger irritiert. Niederlagen bei Landtagswahlen führen oft zu solchen Sympathiedellen", sagte er im 'stern'.
Im Gegensatz zum Ansehen der Union seien die Werte für Kanzlerin Angela Merkel jedoch stabil geblieben. Güllner: "Die Bürger sind nach wie vor zufrieden mit ihr und sehnen sich nicht nach einer Alternative." Auch in einem denkbaren Duell mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hätte Merkel die größeren Chancen. Aktuell würden 48 Prozent der Bürger für Merkel und 29 Prozent für Kraft stimmen. Nach Ansicht des Forsa-Chefs würde die SPD daher mit ihr kaum besser fahren als mit den potenziellen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oder Frank-Walter Steinmeier.
Dass die Kanzlerin Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) entlassen hat, hält die Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) für richtig. Bei den Unions-Wählern stützen sogar 72 Prozent die Entscheidung von Merkel. 43 Prozent - vor allen viele Wähler von SPD und Linkspartei - halten den Rauswurf von Röttgen für falsch.
Für die CDU ist es der schlechteste Wert in der Forsa-Umfrage seit Oktober 2011. Im Februar hatte sie sogar bei 38 Prozent gelegen. Forsa-Chef Manfred Güllner führt die Einbußen der Union direkt auf das schlechte Abschneiden der CDU in Nordrhein-Westfalen zurück. "Das Wahldesaster hat viele Unions-Anhänger irritiert. Niederlagen bei Landtagswahlen führen oft zu solchen Sympathiedellen", sagte er im 'stern'.
Im Gegensatz zum Ansehen der Union seien die Werte für Kanzlerin Angela Merkel jedoch stabil geblieben. Güllner: "Die Bürger sind nach wie vor zufrieden mit ihr und sehnen sich nicht nach einer Alternative." Auch in einem denkbaren Duell mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hätte Merkel die größeren Chancen. Aktuell würden 48 Prozent der Bürger für Merkel und 29 Prozent für Kraft stimmen. Nach Ansicht des Forsa-Chefs würde die SPD daher mit ihr kaum besser fahren als mit den potenziellen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oder Frank-Walter Steinmeier.
Dass die Kanzlerin Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) entlassen hat, hält die Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) für richtig. Bei den Unions-Wählern stützen sogar 72 Prozent die Entscheidung von Merkel. 43 Prozent - vor allen viele Wähler von SPD und Linkspartei - halten den Rauswurf von Röttgen für falsch.
SPD, FDP und Piraten gewinnen
Die FDP erholt sich weiter: Sie klettert um einen Punkt auf 6 Prozent, ihren besten Wert seit Mitte März 2011. Das schwarz-gelbe Lager liegt mit zusammen 37 Prozent wieder drei Punkte hinter Rot-Grün (gemeinsam 40 Prozent). Denn Rückenwind haben auch die Sozialdemokraten, die um einen Punkt auf 27 Prozent steigen.Die Piratenpartei gewinnt ebenfalls einen Punkt und erreicht zum vierten Mal ihren bisherigen Bestwert von 13 Prozent. Die Piraten sind damit ebenso stark wie die Grünen, für die unverändert 13 Prozent der Wähler stimmen wollen.
Die vom Führungsstreit gelähmte Linke kommt zum zweiten Mal in Folge nur auf 6 Prozent. Es ist der schlechteste Wert seit Gründung der Partei im Juni 2007. Selbst das im Sommer 2005 geschlossene Bündnis von ostdeutscher PDS und die westdeutscher WASG hatte in der Wählerstimmung nie so tief gelegen.
















