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Tag 3: Vettel der Beste unter den Weltmeistern

09.02.12
Sebastian Vettel, Red Bull, Formel 1, JerezSebastian im neuen Red Bull RB8
Foto: dpa bildfunk

Der 3. Testtag ist zu Ende - und zu guter Letzt hat auch noch das Wetter mitgespielt. Das Thermometer spuckte konstant 14 Grad aus, der Wind des Vortages war nicht mehr da, so dass es noch ein angenehmer Tag wurde.

Angenehm, wenn man die nackten Zahlen ansieht, war der Tag auch für Nico Rosberg von Mercedes AMG. Er hat als Einziger die 1:18er Marke unterboten (1:17,613 Minuten), allerdings im letztjährigen Wagen. Michael Schumacher hatte im selben Auto am Vortag auch die Bestzeit hingelegt, war allerdings acht Zehntelsekunden langsamer als sein jüngerer Teamkollege. Die Silberpfeile setzten dabei einen F-Schacht ein, der dem FW02 einen aerodynamischen Schub gibt.

Weltmeister Sebastian Vettel hat vor den Augen von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz und dem ehemaligen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz von den Topteams als Tagesdritter die beste Zeit gefahren (1:19,297). "Das erste Gefühl passt", sagte der Doppel-Weltmeister zufrieden. Zwischen Rosberg und Vettel schob sich Romain Grosjean im Lotus (1:18,419), der damit schnellster Pilot in einem 'Neuwagen' war. Mateschitz sagte, er sei gespannt, wie schnell die Bullen sein werden. Er wäre aber überrascht, wenn sie nicht schnell wären. Die Erwartungen sind also groß im Hause des österreichischen Getränkeherstellers. Auch Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko war zufrieden, sieht aber McLaren "auf Augenhöhe".

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Sorgenfalten bei Ferrari

Tatsächlich ist das Team aus Woking nah dran an den Weltmeistern. Lewis Hamilton rangiert knapp zwei Zehntel hinter Sebastian Vettel auf Rang 4 (1:19,464). Sorgen muss man sich eher bei Ferrari machen. Felipe Massa kämpfte die ersten beiden Tage, um seinen roten Boliden zu bändigen und auf der Idealspur zu halten. Bei Fernando Alonso wirkt das Gefährt schon stabiler, aber erst musste am Vormittag ein Hydraulikproblem behoben werden, dann blieb die ständige Suche nach der Zeit!

Ein dritter Deutscher konnte sich am dritten Tag von Jerez nicht in Szene setzen. Testfahrer Jules Bianchi hatte nach nur 2 Runden den Force India in den Kies gesetzt und damit für das Testteam weitere Runden unmöglich gemacht. So konnte Neuzugang Nico Hülkenberg noch nicht sein Können zeigen. Ein Chassis-Teil war zu Bruch gegangen und das Ersatzteil traf zu spät ein. Hülkenberg blieb nichts anderes übrig, als die Konkurrenz in der Garage vorm Monitor oder an der Strecke (wie auch Zuschauer Felipe Massa) zu beobachten. Morgen muss er den letzten Tag dann besonders konzentriert nutzen.

(Jan Krebs)

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