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Mann tötet Ehefrau und springt mit Sohn (2) vor ICE

14.07.10
Nach dem Unfall ist der ICE auf freier Strecke in der Nähe von Bonn zum stehen gekommen.Nach dem Unfall ist der ICE auf freier Strecke in der Nähe von Bonn zum stehen gekommen.
Foto: AUTOIMPORT

Familiendrama in St. Augustin-Hangelar

In Königswinter hat sich ein 36-jähriger Mann mit seinem Sohn (2) vor den ICE 614 von Frankfurt nach Köln geworfen – beide waren sofort tot. Der Lokführer erlitt einen Schock. Die Polizei geht von einem erweiterten Selbstmord aus, einen Abschiedsbrief hat sie aber nicht gefunden. Stattdessen entdeckte sie das Auto des Toten, in dem die persönlichen Papiere lagen.

Beamte der Bonner Kriminalpolizei fuhren zum Wohnort in St. Augustin-Hangelar, um die Angehörigen zu informieren. Dabei machten sie eine weitere schreckliche Entdeckung: Die Ehefrau und Mutter lag tot in der gemeinsamen Wohnung. "Aufgrund der festgestellten Verletzungen im Oberkörperbereich der Verstorbenen und ersten Ermittlungen zum Tod des Kindes gehen Polizei und Staatsanwaltschaft in beiden Fällen von Tötungsdelikten aus, die dem 36-Jährigen zuzuordnen sind", sagte Polizeisprecher Harry Kolbe über das Familiendrama.

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Großaufgebot an Rettungskräften versorgt Insassen

Der vollbesetzte Zug, der Vater und Sohn erfasst hatte, kam erst 3 Kilometer nach dem Aufprall zum Stehen, obwohl der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte. Nach dem Unfall mussten die 600 Insassen des ICE zunächst an Ort und Stelle ausharren, ehe sie in Schrittgeschwindigkeit zum Bahnhof Siegburg transportiert wurden.

Dort wartete ein Großaufgebot an Rettungskräften, das die Fahrgäste mit Getränken versorgte und die seelsorgerische Betreuung übernahm. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt war zeitweise voll gesperrt.

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