US-Jahresbericht zum Menschenhandel: Weltweit bis zu 27 Millionen Sklaven
20.06.12
Millionen Menschen auf der Welt - wie dieser Junge in Burkina Faso - werden zu schwerer körperlicher Arbeit gezwungen. Diesen und andere Missstände prangert der US-Jahresbericht zum Menschenhandel an.Foto: dpa bildfunk
Nur 33 Länder erfüllen internationale Verpflichtungen
"Das Ende der Legalität der Sklaverei in den USA und anderen Staaten der Welt hat leider nicht das Ende der Sklaverei bedeutet." Mit diesen Worten hat US-Außenministerin Hillary Clinton den Jahresbericht der USA zum internationalen Menschenhandel vorgestellt. Das erschütternde Ergebnis: Bis zu 27 Millionen Menschen leben in sklavenartigen Verhältnissen.
Es gehe um "Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, deren Schicksal uns daran erinnert, zu welch inhumanen Handeln Menschen fähig sind", so Clinton. Insgesamt 185 Staaten wurden in dem Bericht untersucht. Nur 33 erfüllen demnach alle internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen den Menschenhandel – darunter auch Deutschland.
Die Opfer würden unter anderem zu schwerer körperlicher Arbeit, zum Betteln, zur Zwangsheirat oder zur Prostitution gezwungen, so Clinton. Luis CdeBaca, beim US-Außenministerium für Menschenhandel zuständig, teilte bei der Präsentation des Papiers mit, es gebe zwar kleine Anzeichen für Fortschritte auf der Welt, aber das Problem bleibe angesichts von 21 bis 27 Millionen Betroffenen groß. "Was diese Zahlen angeht, sehen wir aber einige wirklich gute Fortschritte", so CdeBaca.
Deutschland erfüllt dem Bericht zufolge die Minimalbedingungen des Gesetzes zum Schutz der Opfer von Menschenhandel. Allerdings sei die Bundesrepublik Transit- und Zielland für Menschen, die zur Arbeit oder in die Prostitution gezwungen würden. Die deutsche Regierung habe ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Menschenhandel verstärkt, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig wird darin empfohlen, Menschenhändler härter zu bestrafen.
Es gehe um "Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, deren Schicksal uns daran erinnert, zu welch inhumanen Handeln Menschen fähig sind", so Clinton. Insgesamt 185 Staaten wurden in dem Bericht untersucht. Nur 33 erfüllen demnach alle internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen den Menschenhandel – darunter auch Deutschland.
Die Opfer würden unter anderem zu schwerer körperlicher Arbeit, zum Betteln, zur Zwangsheirat oder zur Prostitution gezwungen, so Clinton. Luis CdeBaca, beim US-Außenministerium für Menschenhandel zuständig, teilte bei der Präsentation des Papiers mit, es gebe zwar kleine Anzeichen für Fortschritte auf der Welt, aber das Problem bleibe angesichts von 21 bis 27 Millionen Betroffenen groß. "Was diese Zahlen angeht, sehen wir aber einige wirklich gute Fortschritte", so CdeBaca.
Deutschland erfüllt dem Bericht zufolge die Minimalbedingungen des Gesetzes zum Schutz der Opfer von Menschenhandel. Allerdings sei die Bundesrepublik Transit- und Zielland für Menschen, die zur Arbeit oder in die Prostitution gezwungen würden. Die deutsche Regierung habe ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Menschenhandel verstärkt, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig wird darin empfohlen, Menschenhändler härter zu bestrafen.
Lob für Birma
Einen Sprung nach oben in dem jährlich erscheinenden Bericht machte Birma durch seine demokratischen Reformen. Es steht nicht mehr gemeinsam mit Staaten wie dem Jemen und Nordkorea auf der Liste der Länder, die internationale Verpflichtungen nicht einhalten und keine Schritte in diese Richtung unternehmen. Insgesamt wurden 29 Länder höher einstuft als vor einem Jahr, unter ihnen auch Venezuela und Nicaragua, die zuletzt hart von den USA kritisiert worden waren.Syrien hingegen wurde abgestuft und steht jetzt auf der 'Blacklist'. Der Bericht nennt das Land von Herrscher Baschar al-Assad einen der schlimmsten Übeltäter, weil es seine Energien für die gewalttätige Niederschlagung von Protesten nutze. Damit würde auch die Not von irakischen Flüchtlingen in Syrien verschärft.
Nordkorea wirft der US-Bericht vor, Zwangsarbeiter in den Nahen Osten und nach Russland zu schicken. "Nordkorea schickt Sicherheitsbeamte mit ihnen, um sie unter Beobachtung zu haben und Vergeltungsmaßnahmen einzuleiten, wenn sie für ihre Rechte kämpfen oder versuchen, zu fliehen", so CdeBaca. Die Situation sei "sehr ernst".
Die EU-Kommission hatte gestern angekündigt, den Menschenhändlern in Europa das Handwerk legen zu wollen. Schärfere Strafen, eine bessere Kooperation von Polizei und Justiz über Grenzen hinweg und speziell ausgebildete Expertenteams sollen dafür sorgen. Eine entsprechende Strategie stellte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström vor. Zudem sollen die Opfer besseren Schutz genießen.
Neben Syrien, Nordkorea und dem Jemen stehen diese Länder auf der 'Blacklist' des US-Jahresberichts: Algerien, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Äquatorial Guinea, Kuba, Kuwait, Eritrea, Iran, Libyen, Madagaskar, Papua-Neuguinea, Saudi-Arabien, Sudan und Simbabwe.
In der Spitzengruppe stehen neben Deutschland: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Georgien, Island, Irland, Israel, Italien, Südkorea, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Mauritius, Niederlande, Neuseeland, Nicaragua, Norwegen, Polen, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Taiwan, Großbritannien und die USA.
















