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Trauriger Rekord: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet

30.12.12 08:45
Reporter ohne Grenzen Bilanz Journalisten getötetAuch RTL-Auslandsreporterin Antonia Rados berichtet regelmäßig aus den Kriegsgebieten dieser Welt.

Viele Opfer durch Syrien-Krieg

Sie berichten aus Kriegsgebieten und halten ihre Kamera drauf, wenn andere sich längst in Sicherheit bringen. Nicht immer bleiben Reporter verschont. In diesem Jahr erreichte die Zahl der getöteten Journalisten sogar einen Rekord. Mehr als 130 Berichterstatter starben der Organisation 'Reporter ohne Grenzen' (ROG) zufolge in 2012. Auch die Zahl der getöteten Blogger stieg rapide auf mindestens 47 - davon 44 allein in Syrien.

Die Zahl der hauptberuflichen Journalisten, die bei der Arbeit umkamen, wuchs dieses Jahr dramatisch von 66 auf 88. Nie war die Statistik so blutig, seit ROG 1995 seine erste Bilanz veröffentlichte. "Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.

Die Bürgerkriegsländer Syrien und Somalia sowie das von den Taliban und Stammesrivalitäten destabilisierte Pakistan gehörten 2012 zu den gefährlichsten Orten für Journalisten, heißt es in der Jahresbilanz. Auf gleicher Stufe stünden Mexiko und Brasilien, wo Drogenkartelle und Banden die Staatsmacht herausforderten.

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Meiste Festnahmen in der Türkei

Allein in Syrien wurden den Zahlen zufolge mindestens 17 Journalisten, 44 Blogger und Bürgerjournalisten und vier Medienmitarbeiter getötet. "Die Gewalt, mit der das Regime von Baschar al-Assad gegen Aufständische vorgeht, traf Journalisten und Blogger als Zeugen der Bluttaten schwer", teilte ROG mit. "Doch auch bewaffnete Oppositionelle, die ebenfalls kaum Kritik dulden, griffen Journalisten an und diffamierten sie als Spione. Die Polarisierung der Medien, Propaganda und Manipulation, die extreme Gewalt und technische Hürden machen unabhängigen Journalismus in Syrien fast unmöglich."

Die meisten inhaftierten Journalisten und Blogger zählte Reporter ohne Grenzen 2012 in der Türkei, wo sich die Zahl der Festnahmen seit der Verschärfung des Kurdenkonflikts verdoppelt habe - sowie in China, wo die Regierung die Zensur vor dem Parteitag enorm verschärft habe. Zahlreiche Journalisten säßen zudem in Syrien und im Iran im Gefängnis sowie in Eritrea, das seit Jahren den letzten Platz auf der ROG-Rangliste einnehme.

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