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Tierische Heldin: Hündin rettet Mädchen das Leben und verliert Schnauze

18.10.12
Kabang, Hund, SchnauzeKabang rettete zwei Mädchen das Leben und verlor dabei ihre Schnauze.
Foto: ddp images

Behandlung in den USA

Hilfe für eine schwer verletze großartige Retterin: Mischlingshündin Kabang von den Philippinen wurde zu einer Heldin, als sie das Leben zweier Mädchen unter Einsatz ihres eigenen rettete. Sie warf sich in Zamboanga City vor ein heranrasendes Motorrad, als die Tochter (11) und die Nichte (3) ihres Besitzers gerade über eine Straße gingen. Der wagemutige Sprung, der die Mädchen vor dem Tod bewahrte, kostete dem Hund allerdings Schnauze und Oberkiefer. Die Hündin geriet bei der Rettungsaktion in die Speichen des Motorrads.

Die riesige Wunde drohte sich zu entzünden, da sie nicht verheilte. Die Tierärzte waren mit der ungewöhnlichen, schweren Verletzung überfordert. Sie konnten die Wunde nicht schließen.

Eine Krankenschwester aus New York hörte von dem Vorfall und rief eine Spendenkampagne ins Leben. Schließlich kam genug Geld zusammen, um den Hund in der Veterinärklinik der University of California in Davis zu behandeln. Das Tierchirurgenteam der Universität untersuchte den Hund eindringlich und war zunächst sehr zuversichtlich, dem Hund helfen zu können. Zwei Operationen sollten es sein, eine um die Zähne des Unterkiefers zu behandeln, eine, um die Wunde zu schließen. Gerüchten um eine neue künstliche Schnauze und einen künstlichen Oberkiefer widersprachen die Ärzte jedoch.

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Kabang hat auch noch einen bösen Tumor

Doch dann kam die Hiobsbotschaft. Bei einer weiteren Untersuchung wurde festgestellt, dass Kabang unter einer Wurminfektion im Herzen und einem aggressiven Tumor leidet. Beides wurde jedoch früh genug entdeckt, um die Hündin noch retten zu können. Kabang braucht eine Chemotherapie, die sich über drei bis sechs Monate hinziehen könnte. In dieser Zeit ist an eine Operation der Wunde nicht zu denken. Jane Sykes, Ärztin für Infektionen an der Universität, ist zuversichtlich: "Kabang hat eine gute Prognose."

Die neu entdeckten Krankheiten werden die Behandlungskosten um einiges in die Höhe treiben. 10.000 Dollar waren eigentlich veranschlagt. Aber nach Informationen des 'San Francisco Chronicle' hat die Spendenaktion genug eingebracht, um die Mehrkosten zu bewältigen. Es besteht also Grund zur Hoffnung, dass Kabang wieder gesund wird. Und dann kann ihre Verletzung endlich behandelt werden.

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