Test: Wie sicher sind Schwimmhilfen für Kinder?
10.08.11
Beim Schwimmen im Schwimmbad, im See oder im Meer sollten kleine Kinder Schwimmhilfen tragen. Die Auswahl an Modellen ist groß. 20 der beliebtesten Schwimmhilfen wurden getestet. Welche sind am besten? Und welche sind im Praxis-Test gnadenlos abgesoffen?
Wenn Kinder noch nicht schwimmen können oder es gerade erst gelernt haben und noch unsicher sind, verlassen sich viele Eltern auf Schwimmhilfen. Dazu zählen Schwimmflügel, Schwimmreifen oder -sitze. Die meisten Eltern wähnen ihre Kleinen mit Schwimmflügelchen oder -reifen gut gerüstet und in Sicherheit. Doch weit gefehlt, wie der Test von Stiftung Warentest beweist.
Wenn Kinder noch nicht schwimmen können oder es gerade erst gelernt haben und noch unsicher sind, verlassen sich viele Eltern auf Schwimmhilfen. Dazu zählen Schwimmflügel, Schwimmreifen oder -sitze. Die meisten Eltern wähnen ihre Kleinen mit Schwimmflügelchen oder -reifen gut gerüstet und in Sicherheit. Doch weit gefehlt, wie der Test von Stiftung Warentest beweist.
Test-Kriterien der Schwimmhilfen: Sicherheit, Schadstoffe und Warnhinweise
Stiftung Warentest hat 20 verschiedene Schwimmhilfen getestet. Darunter waren zehn Oberarmschwimmhilfen, sechs Brust- und Rückenschwimmhilfen der Klasse B und vier Schwimmsitze der Klasse A.Bewertet wurden die Schwimmhilfen anhand der folgenden Kriterien:
Sicherheit, Gehalt an Schadstoffen wie Phthalaten, Blei und Kadmium, Warnhinweisen und Kennzeichnung. Die Sicherheit wurde beispielsweise am Auftrieb, Sitz am Körper oder Haltbarkeit des Materials festgemacht und danach benotet. Bei der Kennzeichnung achteten die Prüfer vor allem auf eine ausreichende, leichtverständliche und gut lesbare Gebrauchsanleitung.
Das erschreckende Ergebnis: Vier der getesteten Schwimmhilfen bekamen die Note "mangelhaft" hinsichtlich der Sicherheit. Die Oberarmschwimmhilfen "Cherek's Kraulquappen für Anfänger" sowie die Schwimmsitze "Beco Schwimmsitz", "Bestway Swim Safe" und Seruna Fairyland on the Water Auto-Baby-Badeboot B32" bringen kleine Kinder eher in Gefahr, als dass sie diese vor dem Ertrinken bewahren und beim Schwimmen unterstützen.
Außerdem fanden die Tester in jedem vierten Produkt Schadstoffe. Nur eine einzige Schwimmhilfe - die Schwimmflügel von Bema - wurde in allen drei wichtigen Punkten, also der Sicherheit, dem Schadstoffgehalt und der Kennzeichnung mit "gut" bewertet. Obwohl auch viele andere Schwimmhilfen als durchaus sicher eingestuft wurden, weisen die meisten von ihnen dafür aber eine hohe Schadstoffbelastung auf oder sind schlecht oder unzureichend gekennzeichnet.
Die Experten von Stiftung Warentest empfehlen, nur Schwimmhilften zu kaufen, die den Anforderungen der europäischen Norm EN13138 entsprechen. Diese Produkte sind an dem entsprechenden Aufdruck auf der Schwimmhilfe selbst oder der dazugehörigen Verpackung zu erkennen.
Außerdem hilft die Angabe der Klasse A, B und C bei der Beurteilung, welche Schwimmhilfe für welche Kinder geeignet sind: Zur Klasse A zählen Schwimmsitze, die für passive Nutzer geeignet sind. In die Klasse B fallen Produkte wie Schwimmflügel, die sich für aktive Nutzer eignen und direkt am Körper getragen werden. Und zur Klasse C zählen beispielsweise Schwimmbretter, die vom Nutzer aktiv gehalten werden müssen.
Stiftung Warentest-Experte Thomas Müller rät außerdem dazu, einfach auf seine Nase zu hören, wenn es um die Beurteilung des Schadstoffgehalts gehe. Wenn das Produkt nämlich sehr künstlich rieche, sei es meist auch entsprechend belastet.
















