Taliban: "Erste Rache für Osamas Tod"
13.05.11
Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind mindestens 73 Menschen getötet worden.Foto: dpa bildfunk
Selbstmordanschläge in Pakistan
Bei einem doppelten Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 73 Menschen getötet worden, die meisten davon Rekruten. Nach Krankenhausangaben wurden zudem mindestens 115 Menschen verletzt. Die Taliban sprechen von einer "ersten Rache für Osamas Märtyrertod".
Zu dem Doppelanschlag kam es außerhalb eines Camps des paramilitärischen Frontier Corps (FC) im Distrikt Charsadda nahe der Provinzhauptstadt Peshawar. Das FC wird vor allem im Kampf gegen Aufständische an der afghanischen Grenze eingesetzt und ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Nach Polizeiangaben sind drei der Toten Zivilisten; bei den anderen Opfern handelte es sich um Rekruten.
Ein Sprecher der pakistanischen Taliban namens Ehsanullah Ehsan sagte: "Dieser Angriff wurde ausgeführt, um Rache für das Märtyrertum von Osama bin Laden und für die Grausamkeiten der pakistanischen Sicherheitskräfte in den Stammesgebieten zu üben."
Zu dem Doppelanschlag kam es außerhalb eines Camps des paramilitärischen Frontier Corps (FC) im Distrikt Charsadda nahe der Provinzhauptstadt Peshawar. Das FC wird vor allem im Kampf gegen Aufständische an der afghanischen Grenze eingesetzt und ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Nach Polizeiangaben sind drei der Toten Zivilisten; bei den anderen Opfern handelte es sich um Rekruten.
Ein Sprecher der pakistanischen Taliban namens Ehsanullah Ehsan sagte: "Dieser Angriff wurde ausgeführt, um Rache für das Märtyrertum von Osama bin Laden und für die Grausamkeiten der pakistanischen Sicherheitskräfte in den Stammesgebieten zu üben."
Rekruten waren auf dem Weg in den Urlaub
Es war der erste schwere Anschlag seit der Tötung Bin Ladens in Pakistan durch US-Spezialeinheiten vor elf Tagen. Al Kaida und die pakistanischen Taliban (TTP) hatten Rache geschworen. Ehsan kündigte weitere Anschläge auf die Sicherheitskräfte an. "Wir warnen die Menschen davor, ihren Kindern zu erlauben, zur pakistanischen Armee oder den paramilitärischen Truppen zu gehen." Die Taliban planten noch größere Anschläge gegen die Sicherheitskräfte in Kürze.Nach Angaben des Frontier Corps wollten sich mehr als 800 Rekruten nach Abschluss ihrer Ausbildung auf den Weg in den Urlaub machen. Polizeisprecher Jehanzeb Khan sagte, die Rekruten seien gerade dabei gewesen, ihr Gepäck in Busse außerhalb des Lagers zu verladen, als die Selbstmordattentäter auf einem Motorrad ankamen. Einer der Attentäter sei abgestiegen und habe sich versteckt, sagte Khan. Der andere habe sich an den Bussen in die Luft gesprengt. Als sich Menschen am Anschlagsort versammelten, um Hilfe zu leisten, habe der zweite Attentäter seinen Sprengstoff in der Menge gezündet.
















