Steuer-CD aus Luxemburg: Razzien geplant
14.10.11
Mit einer neuen Steuer-CD der HSBC Luxemburg wollen Ermittler bald zuschlagen.Foto: dpa bildfunk
Material sei "vielversprechend"
Steuersünder sind ein Dorn im Auge eines jeden Fiskus. Die deutschen Behörden freuen sich deshalb umso mehr, dass ihnen offenbar ein gutes Geschäft gelungen ist. Das Land Nordrhein-Westfalen habe in Abstimmung mit dem Bund "eine Steuer-CD mit Bezug zu Luxemburg erworben", erklärte das Finanzministerium in Düsseldorf. Es soll sich um rechtmäßige Daten von Anlegern handeln, die ihr Geld ins Ausland geschmuggelt haben.
Die Datensätze seien "vielversprechend", hieß es in Behördenkreisen. Sie enthielten Material zu rund 3.000 Bankkunden, die Gelder in Luxemburg geparkt haben sollen. Untersuchungen liefen bereits, hieß es. Betroffen seien Kunden der Großbank HSBC in Luxemburg, und das deutschlandweit. Dies berichtete auch die "Financial Times Deutschland". Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, die in der Vergangenheit bei den Ermittlungen die Federführung innehatte, wollte sich nicht äußern. Auch die deutsche HSBC- Tochter wollte keine Stellung beziehen.
Die Datensätze seien "vielversprechend", hieß es in Behördenkreisen. Sie enthielten Material zu rund 3.000 Bankkunden, die Gelder in Luxemburg geparkt haben sollen. Untersuchungen liefen bereits, hieß es. Betroffen seien Kunden der Großbank HSBC in Luxemburg, und das deutschlandweit. Dies berichtete auch die "Financial Times Deutschland". Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, die in der Vergangenheit bei den Ermittlungen die Federführung innehatte, wollte sich nicht äußern. Auch die deutsche HSBC- Tochter wollte keine Stellung beziehen.
Britische Behörden bitten HSBC-Kunden zur Kasse
Für alle Steuerhinterzieher, die ihr Geld in der Schweiz, Liechtenstein oder Luxemburg verstecken, sind die durch den Kauf von Daten-CDs ausgelösten Ermittlungen ebenso schmerzlich wie für die Banken. Erst im vergangenen September hatte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Weichen für die Einstellung von Ermittlungen unter dem Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen Mitarbeiter der Credit Suisse gestellt.Bußgelder von rund 150 Millionen Euro werden für die Bank fällig. Mit solchen Zahlungen hatte auch die Liechtensteiner Fürstenbank LGT ein Ende der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum erreicht.
Aber nicht nur in Deutschland machen die Steuerfahnder Druck. Die britischen Behörden hatten am Donnerstag bis zu 6.000 Inhabern von Schweizer Konten der HSBC aufgefordert, ihre Steuerschulden umgehend zu begleichen. Sollten sie dies nicht tun, würden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In britischen Behördenkreisen hatte es geheißen, die Kunden-Daten stammten von einem früheren Mitarbeiter der Datenverarbeitung bei HSBC, der diese dort gestohlen hatte.
















