SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück verdiente 1,25 Millionen Euro mit Vorträgen
29.10.12
Steinbrück erhielt für seine zwischen 2009 und 2012 gehaltenen Vorträge ein Gesamthonorar von 1,25 Millionen Euro.Foto: dpa bildfunk
Im Schnitt erhielt Steinbrück 14.065 Euro je Vortrag
Wie viel Geld ergattern ohnehin schon gut verdienende Politiker nebenbei und sind sie dazu verpflichtet, diese Summen zu veröffentlichen? In den vergangenen Wochen wurde diese Streitfrage ausgiebig diskutiert. Nun hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seine Nebeneinkünfte offen gelegt. Laut einem Pressebericht erhielt er für seine zwischen 2009 und 2012 gehaltenen Vorträge ein Gesamthonorar von 1,25 Millionen Euro.
Nach Informationen der 'Bild'-Zeitung ermittelte ein Wirtschaftsprüfer auf Wunsch des Ex-Finanzministers, dass Steinbrück in dieser Wahlperiode insgesamt 89 Honorarvorträge gehalten hat. Das höchste Honorar sei 25.000 Euro gewesen, das niedrigste 1.000 Euro. Im Durchschnitt erhielt Steinbrück danach für einen Vortrag 14.065 Euro Honorar. Davon seien ihm nach Steuerabzug 7.314 Euro pro Auftritt geblieben.
Im gleichen Zeitraum habe Steinbrück weitere 237 Vorträge etwa in Schulen und bei gemeinnützigen Organisationen ohne Honorar gehalten. Zudem habe Steinbrück auf verschiedenen Veranstaltungen von Industrieunternehmen auf Honorare verzichtet und dieses Geld auf direktem Wege sozialen Einrichtungen zukommen lassen.
Nach Informationen der 'Bild'-Zeitung ermittelte ein Wirtschaftsprüfer auf Wunsch des Ex-Finanzministers, dass Steinbrück in dieser Wahlperiode insgesamt 89 Honorarvorträge gehalten hat. Das höchste Honorar sei 25.000 Euro gewesen, das niedrigste 1.000 Euro. Im Durchschnitt erhielt Steinbrück danach für einen Vortrag 14.065 Euro Honorar. Davon seien ihm nach Steuerabzug 7.314 Euro pro Auftritt geblieben.
Im gleichen Zeitraum habe Steinbrück weitere 237 Vorträge etwa in Schulen und bei gemeinnützigen Organisationen ohne Honorar gehalten. Zudem habe Steinbrück auf verschiedenen Veranstaltungen von Industrieunternehmen auf Honorare verzichtet und dieses Geld auf direktem Wege sozialen Einrichtungen zukommen lassen.
"Es gibt sozusagen keinen Zweifel mehr bei ihm"
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sagt, er sehe den Kandidaten nicht beschädigt. "Ich finde es ein exzellentes Ergebnis, dass Peer Steinbrück jeden Cent öffentlich legt, woher er gekommen ist und für was er bezahlt wurde", sagte Gabriel. "Es gibt sozusagen keinen Zweifel mehr bei ihm."Der SPD-Vorsitzende forderte die Kritiker aus Union und FDP auf, Steinbrücks Beispiel zu folgen und ebenfalls genau ihre Zusatzverdienste offenzulegen. Die Wähler habe ein Recht darauf, dies zu erfahren. Zu den anderen Großverdienern im Bundestag gehören fast ausschließlich Abgeordnete von Union und FDP.
Steinbrück war wegen seiner Nebeneinkünfte in die Kritik geraten. Die genauen Ergebnisse will er am Dienstag in Berlin vorstellen. Seine Einnahmen aus zwei erfolgreichen Büchern sollen aber nicht publik gemacht werden, hieß es.
Die Zusatzverdienste des SPD-Kanzlerkandidaten stießen eine Debatte über eine Neuregelung der Abgeordneten-Nebeneinkünfte an. Vergangene Woche beschloss die Koalition gegen die Stimmen der Opposition ein Modell, bei dem die Höhe der Einkünfte detaillierter als bisher dargelegt werden muss. Nach dem Willen von Union und FDP soll es künftig zehn pauschale Stufen für die Veröffentlichung geben. Der Opposition geht diese Regelung jedoch nicht weit genug. Sie will die Hinzuverdienste komplett publik machen.

















