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Fukushima: Tepco leitet verstrahltes Wasser ins Meer

08.12.11
Katastrophengebiet Fukushima: Tag für Tag weiter zusätzlich 200 bis 500 Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude.Archivaufnahme des havarierten Atomkraftwerks Fukushima. Die Firma Tepco will wegen Platzmangels erneut schwach verstrahltes Wasser ins Meer leiten.
Foto: dpa bildfunk

Täglich fließen bis zu 500 Tonnen Grundwasser ins Gebäude

Schlechte Nachrichten aus der Katastrophenzone: Der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima will erneut "schwach" verstrahltes Wasser ins Meer leiten. Die Firma Tepco begründete dies mit einem drohenden Mangel an Tankkapazitäten für verseuchtes Wasser in der Atomruine. Der Betreiber hatte bereits in den vergangenen Monaten absichtlich verseuchtes Wasser ins Meer geleitet.

Zwar wird ein Teil des aus dem Kraftwerk ausgetretenen und hochgradig verseuchten Wassers dekontaminiert und zur Kühlung der in Folge des Erdbebens und Tsunami vom 11. März beschädigten Reaktor 1 bis 3 wiederverwendet. Dennoch fließen weiter Tag für Tag zusätzlich 200 bis 500 Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude. Die vorhandenen Tanks hätten aber nur eine Kapazität von 160.000 Tonnen, so japanische Medien. Im März könnten sie voll sein. Man könne in den nächsten Jahren nicht immer mehr Tanks aufstellen, erklärte Tepco.

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Kritiker äußern starke Bedenken

Der Konzern versicherte laut der Nachrichtenagentur Kyodo, dass nur Wasser abgeleitet würde, dessen Belastung unterhalb des vom Staat zugelassenen Grenzwertes liege. Der Fischereiverband äußerte jedoch bereits starke Bedenken.

Tepco steht wegen der Entsorgung des verseuchten Wassers in der Kritik. So war im April hochgradig verseuchtes Wasser mit einer Belastung von 4.700 Billionen Becquerel in den Pazifischen Ozean geflossen, im Mai mit einer Belastung von 20 Billionen Becquerel. Im April ließ Tepco zudem absichtlich schwach strahlendes Wasser mit 150 Milliarden Becquerel ins Meer ab, um Platz zur Lagerung von stark verseuchtem Wasser zu schaffen. Hinzu kommt Radioaktivität von Partikeln, die mit dem Regenwasser in den Ozean gespült wurden.

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